vom Fuß bis hoch zum Erzgebirgskamm

Mit Juli 2008 wurden die bisherigen Kreise Annaberg, Aue-Schwarzenberg, Mittlerer Erzgebirgskreis und Stollberg zum neuen Erzgebirgskreis zusammengelegt.

Amtsberg

Amtsberg, Blick von der Dittersdorfer Höhe nach Süden
Die märchenhafte Gemeinde aus Weißbach, Dittersdorf und Schlösschen erhielt per Namensgebung einen hohen Amtsstatus. Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in W. bedarf weiterer Mittel. Wer kann und will was Gutes tun?

Antonsthal und Antonshöhe

Technisches Museum "Silberwäsche" gibt Einblick in Erzaufbereitung (Pochwäsche) und Verhüttung, Gastronomie im gleichen Haus,
Wettinstein, Viertelmeilenstein - Postsäule von 1724, ringsum viel Fichtenwald, reizvolles Halbachtal und Freibad
gelernt:
Berufsakademie Sachsen in Breitenbrunn führt über ein dreijähriges Studium zum Diplom in den Studienrichtungen Industrie, Tourismuswirtschaft, Arbeit mit behinderten Menschen, Heimerziehung, Kinder- und Jugendarbeit, Soziale Dienste / Soziale Arbeit in der Verwaltung

Auerbach

3.200 EW; 8,2km²; 471,6 bis 642,6 m ü.NN;
unweit von Chemnitz, gut über B95 Abfahrt Gelenau oder Thum erreichbar, auch B180;
Auerbach wurde 1447 erstmals als Amtsdorf von Stollberg erwähnt, wohl aber bereits im 11./12. Jahrhundert von fränkischen Siedlern durch Roden des großen erzgebirgisch-böhmischen Urwaldes gegründet.
Schnitzen, Klöppeln, Jagen und Geselligkeit scheint inzwischen das Lebensmotto der Gemeinde zu sein. Was absticht und einen Abstecher wert ist:
Das Zipfelhaus am letzten Zipfel weit oben am Waldrand. Blumenminiaturen.
Ein Rundweg mit Verweilzonen - immer noch nicht sehr geruhsam - an den schönsten Aussichtspunkten umschließt den Ort. Am Fuße des Greifensteingebietes und nahe dem Zschopautal gelegen, ist Auerbach ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen.

Bärenstein

3.000 EW (1997); 3.800 EW (1989); 4.250 EW (1977);
Basalt-Berg Bärenstein 898m ü.NN - waldbedeckter Aussichtsberg mit guten Blick auf die untenliegende Talsperre Cranzahl. In entgegengesetzter Blickrichtung im Pöhlbachtal (Uranabbau, Haldenreste) erstreckt sich der gleichnamige Ort, der bis ins 19.Jh. kleines Dorf unter Verwaltung von Annaberg war. Ein Verleger aus Österreich hat dort angeblich eine Druckerei gekauft. Er trat unter verschiedenen Pseudonymen (Pugler, Kurt Felix!) auf und hat eine tiefe Schuldenspur hinterlassen.
Grenzübergang nach Vejprty

Beierfeld

Gemeinde mit 4.077 EW 2000; 8,82 km²; 450 bis 670m ü.NN.; A 72 Hof nach Chemnitz, Abfahrt Stollberg oder Hartenstein; Nahverkehr Schwarzenberg 3 km; Bahnhof Schwarzenberg 3 km; Bahnhof Aue 12 km
1150 ? 1200 als Waldhufendorf durch bayrische Siedler gegründet; 1233 durch Burggraf Meinhard II. zu Hartenstein an Kloster Grünhain verschenkt, blieb der Ort Jahrhunderte reines Bauerndorf. 1491-1876 Bergbau ohne Einfluß auf das Ortsbild kaum veränderte. 1710 Beginn der Herstellung verzinnter Löffel. Um 1870 viele Fabrikgründungen (Blechbearbeitung) und Entwicklung zum Industrieort.
OT Waschleithe 1530 genannt, bereits im 13.Jh. Erzwäsche am Hang (Leithe); die Heimatecke "Kleines Erzgebirge" am Seifenbach zeigt seit 1960 Miniaturen von Erzgebirgsbauten; Natur- und Wildpark mit Erlebnis-Spielpark, Schaubergwerk Herkules-Frisch-Glück

Börnichen

Blick nach BörnichenGemeinde mit fast 1.100 EW (2005) auf 15,39 km²; mit den Gemeinden Grünhainichen und Waldkirchen zum Verwaltungsverband Wildenstein gehörend;
1349 erstmals erwähnt im Lehnbuch Friedrich des Strengen(?)
sehenswert:
Kirche im Jugendstil und die Schwarzmühle - einziger Ort in Deutschland, an dem Butterformen noch mit der Hand hergestellt werden. Holzverarbeitung hatte hier stets Bedeutung. Der Kistenbau in Deutschland hat seinen Ursprung in Börnichen. In fast jedem Haus wurde einst was aus Holz produziert. Noch heute leben viele Einwohner recht und schlecht von der Fertigung von Volkskunst- und Holzspielwaren.

Bernsbach

Gemeinde mit 4.726 EW 2000; 8,75 km²; 400 bis 720 m über NN; A 72 Hof nach Chemnitz, Abfahrt Stollberg oder Hartenstein; B 101
1240 vermutlich von fränkischen Siedlern gegründet und erstmals urkundlich erwähnt; um 1538 Hammerschmiede und Verzinner werden ansässig, um 1520 ? 1550 Bergbau, 1691 Loslösung von Beierfeld; ab 16. Jhd. Spitzenklöppelei, ab 17. Jhd. Entstehung der Löffelmacherei; um 1800 Beginn der Herstellung von Feuerschwämmen, Schwefelziehen und Entwicklung des Petschaftstecherhandwerkes (amtliche Siegel, Stempel)
1900 Bau der Bahnlinie fördert industiellen Aufschwung; 1908 Betrieb der Firma Schneider und Korb - heute noch größter Betrieb im Ort
natürlich:
Naturschutzgebiete am Schwarzwassertal und Dorfbach Bernsbach
nicht zu übersehen: Windkraftanlagen

Bockau

Wurzel-Bucken-Gemeinde mit 2.824 EW 1999; 19,15 km²; seit Jahrhunderten wird hier Angelika angebaut, diese nach dem Engel benannte gelbblühende Pflanze, und daraus (einst) Medizin und immer noch Likör hergestellt. Waldreich und erholsam.

Borstendorf

Hallo Borstendorfer - schreibt uns doch mal, zum Beispiel was es mit den Borsten auf sich hat...
OT Floßmühle;
mit Deutscheinsiedel. So neu nicht, aber immer noch recht einsiedlerisch, vielleicht sogar erholsam?

Breitenbrunn

ruhige Gemeinde mit 3.859 EW 2000; 29,63 km²; in Höhenluft bei 608 bis 913 m über NN; zu A 72 / A 4 (Anschlussstelle Zwickau / Meerane), über die 101 / B 169 - B 93, A 72 (Anschlussstelle Stollberg) über B 101, B169; Bahn über Zwickau - Aue - Johanngeorgenstadt, über Chemnitz - Aue - Johanngeorgenstadt
1380 erstmals urkundlich erwähnt; Landwirtschaft und Bergbau (bereits 1413 Zinnseifenbetrieb und Zinnschmelzwerk nachweisbar; 1534 über 11 Bergwerke
1610 wird ein Wachturm zum kurfürstlichen Jagdschloss umgebaut, in dessen Ruinen heute nach neuen Spuren Anton Günthers gefahndet wird
1893 ist Sankt Christoph eines der wichtigsten Bergwerke, 1945 veränderte der Bergbau auf Pechblende das Ortsbild entschieden; Inzwischen Entwicklung zum Bildungs- und Sportzentrum.
sehenswert:
St.-Christophorus-Kirche mit barocken Stilelemente und einmaligem Deckengemälde, Parkanlage mit Jagdschlossruine und Musikpavillon, Traditionskabinett der Knappschaft, Besucherbergwerk, viele denkmalgeschützte Häuser im Ort, Tränktrögel
Ortsteile:
Breitenhof, Carolathal, Rabenberg

Halbemeile
mit Naturschutzgebiet Himmelswiese und Schaubergwerk des letzen Eigenlöhners im Erzgebirge

Brünlos

- Gemeinde mit 1.472 EW; 7km

Burkhardtsdorf

rund 6.700 EW auf 21,19 km² (2005); 3.549 EW auf 10,3 km² (1997); 400-520m ü.NN; B180/B95, B72 Chemnitz Süd;, 15 km bis Chemnitz
in Verwaltungsgemeinschaft mit Kemtau und Meinersdorf; 1331 erste urkundliche Erwähnung, Ort benannt nach dem Lehnherrn und Abt Burchard von Bergklosters St. Marien in Chemnitz; 1560 bereits urkundlich als Marktflecken bezeichnet, erhielt 1673 Marktrecht, 1875 Anschluß ans Eisenbahnnetz der Strecke Chemnitz-Aue; Karl Liebknecht und Roman Herzog waren hier. 1995 war Baubeginn für das Wohngebiet Adorfer Straße.
Aussichtspunkt Niclasberg (481m): Der Sage nach haben hier die Fuhrleute zum Heiligen Niclas gebetet, ehe sie den steilen Abhang Richtung Chemnitz hinab fuhren.

Crottendorf

unentbehrlich fürs Rachermannl

Gemeinde mit 5.029 EW 12/1998 auf 36,45 km²; ins Zschopautal eingebettet zwischen Berge (am Fuße des Fichtelberges); lieferte jahrhundertelang begehrten Marmor. Im 19. Jh. gewann und verarbeitete ein Betrieb Kalk als Rohstoff für die Zellstoffindustrie.
Die im 12.Jh. entstandene Wasserburg wurde als Schloss umgebaut, wieder ein Schmuckstück des Ortes, umgeben mit gepflegter Parkanlage;
Ensemble schöner Fachwerkhäuser mit Wehrkiche (1654)
Freibad in Walthersdorf

Deutschneudorf

Gemeinde mit reichlich 1.100 EW (2007) auf 8,03 km² in 650 m ü.NN.
grenzt an den tschechischen Ortsteil Mníšek v Krušných horách. Im Westen liegen Olbernhau und Seiffen/Erzgeb., im Norden Neuhausen/Erzgebirge.
Ortsteile/Eingemeindungen: Brüderwiese, Deutscheinsiedel, Deutschkatharinenberg, Oberlochmühle

Drebach

Ort der nackten Jungfern. Wann sie sich zeigen, ist nicht genau vorher zu sagen. Wohl ab Mitte März in jedem Jahr. Am besten ruft man vorher im Rathaus an. Die müssen es schließlich wissen, wie es auf den Dorfwiesen so aussieht. Denn die Gemeinde muß gewappnet sein auf den Ansturm der Schaulustigen. Und ehrlich - wer sieht nicht gern was zartes Taufrisches? Da macht sich sogar mancher Gelenauer auf die Socken.
Hier ist übrigens auch die Wirkungsstätte des beliebten Autoren Karl Sewart.

Elterlein

Gemeinde mit einigen Einwohnern um den Schwarzen Teich. Ein Barbara-Uthmann-Brunnen (1910) und eine Postmeilensäule;
Ein Oberförster wurde hier, den Wald durchstreifend, zum Liedermacher. Max Schreier hat am Schatzenstein eine Gedenktafel erhalten. Ein kleiner Dank für seinen Vugelbeerbaam und andere Schätze.

Ehrenfriedersdorf

Ehrenfriedersdorfer Markt Stadt mit 5.566 EW 7/1999; 6.300 EW 1980; 15,86km²; Hier bestand Schuh-, Strumpf-, Wirkwaren- und Posamentenindustrie sowie Geräte- und Werkzeugmaschinenbau. Die Wehrkirche St. Nikolai von Ehrenfriedersdorf birgt als Kostbarkeit einen berühmten sechsflügeliger Schnitzaltar, den man Hans Willen oder Hans von Köln (jedenfalls Hans!) zuschreibt

Im Greifensteinmuseum Dokumentation über den Zinnbergbau.

Eibenstock

Stadt mit 7.410 EW 1999; 7.000 EW 1985; 90,34km²; ehemals Churfürstliche Sächsische Freye Bergstadt; später weltberühmt durch Stickerei (Museum); sehenswert: Jugendstil-Rathaus 1907 mit Ornamenten, Bleiverglasungen, Ratssaal mit Tonnengewölbe, Parkanlage mit Brunnengrotte und Stollenmundloch; Neoromanische Stadtkirche (1864-68) mit 64m hohem Turm.
OT Carlsfeld: einer der schneesischersten Orte Deutschlands und die Trinkwassertalsperre "Weiterswiese" ist die höchstgelegene Deutschlands; Barocke Dreifaltigkeitskirche (1684-88) ist älteste Rundkirche Sachsens nach Vorbild der Dresdener Frauenkirche; Heimat- und Stickereimuseum am unteren Markt in ehem. Fabrikantenvilla; Großer Krallichsee - Hochmoor auf dem Erzgebirgskamm
OT Wildenthal: tief im wilden Tal der Großen Bockau, alte Zollhäuser, Ortspyramide; im 16. bis 17. Jahrhundert arbeiteten hier ca. 300 Bergwerke, auch etliche Hammerwerke. Heute ist der Ort ohne jede Industrie; Auersberg 1019m mit Aussichtsturm und Berghotel - zweithöchster Berg in Sachsen
OT Blauenthal: größter Wasserfall seiner Art in Sachsen;
Wolfsgrün: Schlösschen; 
Neidhardtsthal: bietet ne Menge Reitspaß und ist sozusagen der Ursprung der Zwickauer Mulde, nachdem das Wasser die Staumauer verläßt; Teufelsschloss - ein mittelalterlicher, etwas versteckt in der Nähe ein Ringwall

Erlabrunn

Gemeinde mit 1.069 EW 2000; 10 EW 1755; 8,51 km², 610 bis 720 m ü. NN; Bahn- und Busanbindung u. B 283 Aue-Albernau-Erlabrunn
1591 noch Waldstück; 1616 erstmals erwähnt als Siedlung mit Zinnzeche, erste Ansiedlungen gegen 1652 als Gaststätte Teumerhaus, erbaut durch Glaubensflüchtling aus Böhmen als Zechhaus mit Pochwerk (Fachwerk 1905 abgebrannt und wieder aufgebaut, 1932 erweitert); neue Siedlung und ein Bergarbeiterkrankenhaus-Komplex, heute Kliniken Erlabrunn GmbH (500 Betten und zahlreichen Kliniken) entstanden erst im Zusammenhang mit dem Uranerzbergbau
Kursächsische Postmeilensäule; Teufelssteine für Klettersportler; Mandolinenorchestrion in der Gaststätte "Staaladler Aff?

Erlbach-Kirchberg

Gemeinde mit rund 1.800 EW (2007) auf 15,88 km² in 340m ü. NN.
Vor der Eingliederung des Ortsteils Ursprung hatte der Erlbach-Kirchberg 1.150 EW (1990) auf 12,24km² Flur.
Die Besiedelung erfolgte nach 1150 als Waldhufendorf auf recht lehmig-lettigem, steinigen Boden; Eine Trennung der Siedlung erfolgte durch Schenkung der Herren Waldenburg an Kloster Grünhain. Erst seit 1957 sind Erlbach und Kirchberg wieder vereint Araber und Deutsche in Ursprung/Sachsen

sehenswert anmutiges Dorf in einem ruhigen Tal mit:

- Gränitzgut Waldstr. 2, Fachwerk (1847) mit Mansardendach
- Mühlweg
- Runzelteich


Ursprung zählte über 600 EW (1990), etwa genau so viel wie 1843;
1486 erstmals genannt, also relativ späte Gründung und klein, diente Ursprung vorwiegend der Unterbringung von Fronarbeitern und Jagdtreibern von Stollberg. Bis Anfang 19.Jh. wohl auch Holzkohlen, Torfstechen und Erzwaschen von Bedeutung. Zwei wichtige Mühlen arbeiteten noch bis 1930. Neben Landwirtschaft war man auch mit Handel, Handwerk und Textilgewerbe befasst.
1939 fand Ernst Kunz in seinem Haus einen reichen Münzschatz, der wohl den Wirren des 30jährigen Krieges verborgen bleiben sollte. Der ehrliche Finder gab den Schatz fast vollständig nach Dresden, wo er in den Wirren des folgenden Krieges erneut wohl auf ewig verschwand.

weiter informiert: www.Erlbach-Kirchberg.info

Gornau

Gemeinde an B174 zwischen Chemnitz und Zschopau, nicht nur dadurch interessant. Denn will man "wohlinformierten Kreisen" glauben, wurde zwar 1445 ein Ort Gorn erwähnt, doch seit nachher auch noch die Au zur Flur kam, scheint die Ortsgeschichte reine Kirchengeschichte zu sein. Und natürlich wurden mit Gott Adolfs Hilfe 1934 Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ergriffen, wärend die Russen 1946 die Strupffabrik demontierten. Ach ja, spät aber zur rechten Zeit wurde 1941 eine Freiwillige Feuerwehr gegründet.
Eingemeindungen 1994:
- Dittmannsdorf
- Witzschdorf, seit 1399 nachweisbar, echt ehrwürdig also und vorübergehend sogar industrialisiert , wurde 1872 durch eine Arbeitersiedlung an der Waldstraße erweitert.

Gornsdorf

Ort abgöttischen Goethekults mit 2.400 EW (1992); 450-500m ü. NN in einem 3km langem Bachtal gelegen, wobei im Norden die Flur von der Zwönitz durchflosen wird;
Ende 12. Jh. erfolgte die Besiedlung im allgemeinen Sog der Ortsgründungen allhier. Die ersten Siedler des Ortes waren wohl Südharzer (wichtig für Terpentingewinnung), angeführt von Mönch Jordan aus dem Zisterzienserkloster Walkenried. Aus dem Jordanstorf wurde durch Lautverschiebung mit der Zeit Gornsdorf.
Die Herren von Stahlburg (Stollberg) hatten auch in Thüringen waldreiche Besitzungen.
G. blieb über einige Jahrhunderte eine kleine Bauerngemeinde, zählte noch im 18. Jh. etwa 250 EW.
Um 1670 kamen die ersten Leineweber und etwas später Bortenweber ins Dorf. Die ersten Strumpfwirker sind im Kirchenbuch 1745 verzeichnet.Gornsdorf entwickelte sich zu einem Strumpfwirkerdorf.
Im 19. Jh. stieg die Einwohnerzahl rasant von 550 (1821) auf 2.262 (1890) , dann weiter auf 3585 (1931). Das Dorf wuchs die Berghängen hinauf und es enstanden die Siedlungen am Andreasberg (mit Kleingartenanlage), am Badberg und im unteren Ortsteil.
Diese Gemeinde hatte sich zur Industriegemeinde - Fabrikstraße! - gewandelt und lieferte sogar Leiterplatten für die Elektronikindustrie bis nach Kanada und Japan.
sehenswert:
- Terrain An der Kirche
- Kindergarten, Denkmal (wodurch?) östlich der Bachgasse

Großolbersdorf & Warmbad

Gemeinde mit 3.000 EW (2000); 20km²; 1336 genannt;
Grabstätte des Volkshelden Karl Stülpner; Dorfmuseum Sättlerhaus seit 1995 u.a. mit Strumpfwirkerstube; OT Hohndorf; OT Hopfgarten; ökologisch wertvolle Seitentäler der Zschopau
Thermalbad Warmbad; Wurzelbach; Ausritte und Kutschfahrten
Seit 16. Jh. werden in der Spanziehmühle hölzerne Faltenrockengel, Blumenkinder und weitere kleine Kunstwerke aus Ahorn, Buche, Esche und Birne gefertigt - heute (Verkaufs-)Ausstellung in Europas einzig erhaltene Spanziehmühle, technisches Denkmal.

Großrückerswalde

Wappen der Gemeinde Großrückerswalde Gemeinde mit 4.041 EW (9/2000) auf 2878,89 ha mit den Orten Schindelbach und Wolfsberg (seit 1993), Mauersberg und Niederschmiedeberg (1994) sowie Streckewalde (1999).
Das Wappen enthält neben Hinweisen auf Sachsen und das Erzgebirge die berühmte Wehrkirche (15. Jh.). Erzgebirgische Wehrgangkirchen stellen eine architektonische Besonderheit dar. Im Interessengerangel zwischen Sachsen und Böhmen und auch durch die Hussitenzüge um 1427 bis 37 entstanden solche Bauernburgen, unten mit starkem Bruchstein gemauert, darauf der umlaufende Wehrgang, Dach leicht abgewalmt mit schlichtem Dachreiter. Nur wenige Kirchen weisen noch den originalen Zustand auf. Bei dieser fehlt lediglich der Ostanbau. Herausragend das Pestbild von 1583, älteste bildnerische Darstellung eines Erzgebirgsdorfes.
Das durch fränkische Bauern errichtete Waldhufendorf wurde 1386 als eine der Ortschaften der Herrschaft Wolkenstein als Rotgerswalde genannt, dann 1414 als Rückerswalde.
Streckewalde
war eine der ältesten Dorfgründungen der Waldenburger Herrschaft, 1241 erstmals erwähnt. Erfolglos blieben die Bergbauversuche. 1600 wird erstmals die Silbergrube "Auferstehung Christi" am Scheidebach (Streckewalde) genannt. Im 16.Jh. wir Zuzug durch Handwerker und Häusler verzeichnet; Nach Flachsanbau und Verarbeitung: 1860 wurden Flachsspinnereien und Flachsschwingereien gebaut, diese aber bald umgerüstet. Pappe und Papier war nun die Exportschlager, begünstigt durch den 1892 erfolgten Anschluß an die Bahnstrecke Wolkenstein - Jöhstadt. Die schmalgespurte Preßnitztalbahn wurde erst und leider 1989 außer Betrieb genommen.
Was kann man in der Alten Schule lernen?

Grünhain

alte Berg-, Kloster- und neue Kurstadt mit 2.620 EW 1999; 13,43km²; das Zisterzienserkloster wurde 1230 gegründet und 1525 durch Bauern gestürmt und eingeäschert - einige Mauern blieben erhalten, mit ihnen der fotogene Mönchsbrunnen.
Heimatfreunde hängen besonders an ihren Spiegelwald, über den Albert Straube 1925 schrieb:

Man kann niemals gleichgültig über Deine Höhe wandern. Man wird immer wieder von all den Schönheiten, die sich dem Auge darbieten, zum Spähen und Schauen gedrängt. Wer nur ein einziges Mal von solchem Zauber gepackt wurde, der wird verstehen, warum unsere Alten diesen Berg den Späh- oder Spiegelberg nannten.

Grünhainichen

Rochhaus-Mühle

Heidersdorf

Hirtstein

kleine Grenzgemeinde südlich Marienberg, zu Marienberg(?)

Hohndorf

- Gemeinde mit 4.014 EW; 5km²

Hormersdorf

Gemeinde mit 2.200 EW 1990; Getreide, Rechen und Strumpf im Wappen - jedoch von ausgeprägter Mischbebauung durch Industrialisierung im vorigen Jh.; Jugendherberge nahe am Greifensteingebiet und Geyrischen Stausee;
am Nordrand der Geyrischen Hochfläche erstreckt sich das kleinste Hochmoor des Erzgebirges, seit 1961 unter Naturschutz und über einen Knüppeldamm begehbar;
OT Günsdorf mit ca. 300 EW

Jahnsdorf

Jöhstadt

Die Bergstadt mit 3.524 EW 12/1999; 49km²; Jöhstadt befindet sich in waldreicher Kammlage des oberen Erzgebirges, in einer Höhenlage zwischen 670 und 821 m ü. NN. unmittelbar an der Grenze zu Böhmen.
Jöhstadt wird von einheimischen liebevoll "Staadtl" genannt. Der Ort und seine reizvolle Umgebung bietet vielfältige Möglichkeiten für Urlaub und Entspannung.
sehenswert:
- Markt mit Postdistanzsäule (1730)
- Kirche St. Salvator
Ortsteile:
- Grumbach
- Schmalzgrube: Eisenlehrpfad mit Schmelzofen (15.?/16. Jh.), Hammer-Herrenhaus (1766)
- Steinbach: 1401 erstmals urkundlich erwähnt, 1696 schönstes DorfSachsens, viele gut erhaltene Fachwerkhäuser, Kirche 1686

Johanngeorgenstadt

Baumgarten, der Vorzeppeliner beschwibbte Bergstadt mit 6.834 EW 1999; 700-1000m ü.NN; 1654 durch böhmische Exulanten (Gegenreformation) gegründet mit Erlaubnis des Kurfürsten Johann Georg I.; Glashütten, Erzbergbau (Silber um 1671, Zinn und Eisen, dann vor allem Uran, dafür wurde in den 50iger Jahren das Stadtzentrum geopfert) Erzverarbeitung, Eisengießerei (eiserne Friedhofskreuze). Vor ca. 200 Jahren entstand hier auch der eiserne (logo!) Schwibbogen, der um die Weihnachtszeit Fenster der Region erleuchtet.
hier geboren: 22.01.1837 - der fliegende Oberförster Ernst Georg Baumgarten. Weil er flog, flog er aus guter Anstellung in Grüna/Chemnitz und wurde wegen seelischer Erkrankung nach Colditz 23.06.1884 verstorben. Wer kennt ihn schon, den eigentlichen Erfinder des ersten lenkbaren Flügelluftschiffes 20 Jahre vor Zeppelin?
Sport und Wandern: über 50 km gespurtes Loipennetz (Stadtloipen, Kammloipe); Skilifte, Natureisstadion, Ski- und Rodelausleihstation; gut markierte Wanderwegen, Naturbad am Schwefelbach. Natürlich auch bergbauliche Sehenswürdigkeiten wie Pferdegöpel und dem Schaubergwerk Glöckl.

Königswalde

Gemeinde mit rund 2.400 EW (2008) auf 19,54km² in 537m ü. NN.;

begrenzt vom Pöhlberg 550m, um 1250; lange Zeit geteiltes, typisches Waldhufendorf im Pöhlatal mit schönen Fachwerkhäusern, Dorfkirche mit barockem Kanzelaltar

Leukersdorf

Kirche von Leukersdorf im Landkreis Stollberg Gemeinde; erste urkundl. Erwähnung 1190; Ort mit viel Elan, der auch Gewerbe zu günstigen Konditionen ansiedeln wollte, aber gerade in bedeutsamen Entscheidungen oft zugunsten der Kreisstadt reglementiert wurde, dafür aber trotz heftiger Einsprüche den Betrieb eines Flughafens hinnehmen mußte, was Neuansiedlungen und Tendenz zum Erholungs- und Urlauberort auch nicht beförderte - herrliche Umgebung, angenehmes Freibad...
Leukersdorf seit 1999(?) mit Jahnsdorf vereint, ist stark landwirtschaftlich geprägt, hat recht sportlich faire und bauernschlaue Bürger; von der Leukersdorfer Quarzporphyrkuppe wird seit 1933 Schotter und Splitt gewonnen, der meist im Straßenbau verwendet wird. Das in der geologischen Formation des Rotliegenden weit verbreitetes Ergußgestein ist recht hart.

Lugau

Stadt mit 8.633 EW; 6km²; dicht besiedelt, zwischen Chemnitz und Zwickau gelegen wenige Autominuten von A 72 und A 4; besiedelt Ende des 12. Jh.; erste urk. Erwähnung um 1470 als "luck". Ein lange Zeit armes und kleines Dorf. Mit dem Bau einer Baumwollspinnerei zeichnete sich zaghafte Industrialisierung. Als 1844 war auf Neuoelsnitzer Flur Steinkohle gefunden worden, zog es neben hoffenden Menschen auch Kapital ins Kohlenrevier. In einem halben Jh. stieg die Bevölkerung auf das Zwanzigfache 1924 erhielt Lugau das Stadtrecht. Der Kohlebergbau wurde erst nach 1970 eingestellt. Zahlreiche Halden zeugen und Schachtgebäude und weitere Sachzeugen werden weiter daran erinnern.
Das Edelstahlwerk, zwei Gewerbegebiete, vorwiegend kleinere Betriebe.
sehenswert:
Lugauer Heimatmuseum und das Bergbaumuseum an der Pflockenstraße in Neuoelsnitz, der Bergbaulehrpfad. wohnenswert: öffentlich geförderten Wohnungsbau bereits in den zwanziger Jahren, auch in den fünfziger Jahren. Nach 1970 entstand eine typische Plattenbausiedlung, seit 1990er Jahren wurde neue Wohngebiete mit Eigentumswohnungen, Einfamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern geplant und teils realisiert.

Lauter

Stadt mit 5.255 EW 1999; 5.400 EW 1985; 21,54 km²; im Talkessel des Schwarzwasserflusses als Waldhufendorf 1159 gegründet, zwischen Aue und Schwarzenberg an der Silberstraße; seit 1962 Stadt. Kleinere und mittlere Metallwarenfabriken, die fabrikmäßige Herstellung von Spankörben und Handwerksbetriebe waren das wirtschaftliche Potential des Ortes. An mehreren Stellen finden sich noch Bauernhöfe oder Korbmacherhäuschen mit reizvollen Mustern an schieferverschalten Giebeln, Fachwerksgeschossen und Krüppelwalmdächern. Der letzter Korbmacher weit und breit ist in der Schlossstraße zu finden.
Seit 1732 werden hier labormäßig Kraft der Wiesen und Wildfrüchte destilliert zu weltberühmtem Lauterergold, zur Lauterer Luft(?) und zu Vugelbeertroppn in der kleinsten funktionstüchtigen Spirituosenfabrik Deutschlands - dem Getränkewerk "Lautergold". Um Besucher schon von weither zu erkennen, erhielt das in Ortsmitte liegen Rathaus ein Aussichtstürmchen.

Lengefeld

Museum Kalkwerk Lengefeld Die Stadt hat ca. 3.100 EW und erstreckt sich über 5 km vom tiefsten Punkt, Rauenstein, mit 373 m über NN bis zum höchsten Punkt, dem Adlerstein, mit 674 m über NN.
1369 als Dorf urkundlich erwähnt; 1522 Stadtrecht. Wahrscheinlich bestand hier schon um 1200 mit der Burg Rauenstein - heute sehenswertes Schloss - eine Siedlung. Im 15./16. wurde auch in Lengefeld nach Erz geschürft, ohne ausreichend fündig zu werden. Jedoch wurde eine reiche Kalksteinlagerstätte entdeckt. Da der große Bergsegen ausblieb, wurden nur der viereckige Markt und die Anfänge der Straßen der Bergstadt bebaut.
Das Technische Museum Kalkwerk Lengefeld ist das besterhaltendste Denkmal der Bindemittelindustrie. Die Bauern fuhren lange Jahre mit dem Pferdegespann vor, um dann ihre Felder kalken zu können. Der Kalkmesser war für die technische Leitung des Kalkwerkes verantwortlich und führte ansonsten das Gasthaus. Seit fast 450 Jahren wurde hier ohne wesentliche Unterbrechung dolomitischer Kalkstein abgebaut. Im Stollen des Kalkwerkes wurden übrigens 1945 100 Meisterwerke der Dresdner Gemäldegalerie eingelagert - Tizians Zinsgrischen, Holbeins Bildnis des Morette...

Markersbach

Gemeinde mit 2.105 EW 1999; 18,32 km²; bedeutsam das Pumpspeicherwerk, eines der größten in Europa mit guter Aussicht vom Oberbecken 850m; bemerkenswert auch die eiserne Bahnbrücke (237m lang, 37m hoch, seit 1889 in Betrieb!), älteste Dorfkirche Sachsens 1200

Meinersdorf

Meinersdorfer Idylle am Gewerbegebiet 1.630 EW (1997); 4,87km²; 415-520m ü.NN; A72 Stollberg, B180;
1150 kommt die Siedlung unter die Herrschaft der Ritter von Waldenburg, 1205 wahrscheinlich Ortsgründung durch den Burggrafen von Meißen Meinhard. 1346 erste urkundliche Erwähnung als Meinersdorff. Nach Kauf durch Chemnitzer Bürger, dann Friedrich Schönberg, kaufte der Landesherr Kurfürst August von Sachsen.
1865 erfolgte der Bau von Strumpffabriken in Meinersdorf, 1875 erfolgte der Anschluß an das Eisenbahnnetz auf der Strecke Chemnitz - Aue und 1891 erhielt Meinersdorf ein eigenes Postamt, wurde bald zur Fernsprechzentrale der umliegenden Orte.
1911-74 fuhr die Kleinbahn auf der Strecke Meinersdorf- Thum - Geyer (12,5 km). .Ein gewaltige Komplex am Ortsausgang Meinersdorf, die Konsumzentrale für das mittlere Erzgebirge, wurde 1928 errichtet. 1994 erfolgte der erste Spatenstich für das Gewerbegebiet

Mildenau

Kehrerhaus - Fachwerk-Umgebindehaus mit geschweiften Andreaskreuzen mit Nocken
Kirche im klassizistischem Stil
Arnsfeld: Baudenkmal Hammerschänke, Fachwerkhaus einer ehemaligen Mühle; GrenzÜbergang nach Tschechien

Neuwürschnitz

Niederdorf

Gemeinde mit 1.260 auf ca. 13km² nördlich Stollberg mit direktem Autobahnanschluß zu A4 Dresden-Chemnitz-Zwickau-Plauen-Hof usw.

Niederwürschnitz

Niederwürschnitz am Rathaus Was wurde aus dem Guinnes Rekordversuch "Räuchermännel" aus 1997 zur 550-Jahrfeier?
Der Freizeitpark "Alte Ziegelei" beinhaltet zugleich Sachsens einziges Ziegeleimuseum und das 1997 entstandene Dorfmuseum. Sport, Wandern am geologischen Lehrpfad, Angeln, Fahrten mit der Feldbahn zum LSG Steegenwald, Caravanplatz.

Oberwiesenthal

einst Magnet: Schnee und Fichtelberghaus Kurort mit 3.381 EW 12/1998; 49,67km²; 3000 EW 1975; 1527 weit oben als Bergort und Neustadt neben Unterwiesenthal gegründet. Damals gab es ähnlich wie vor kurzem enorme Buschzulagen für Neusiedler, nur daß sich damals die Einwohnerzahl sprunghaft erhöhte und die Leute als Arbeitkraft benötigt wurden. Höchstgelegene Stadt (911m) Sachsens, rauher und bedeutendste Höhenluftkurort und Wintersportplatz des Erzgebirges. Bergbau brachte unmittelbar vor Ort nur wenig, daher auch wenig Spuren dieser erdbrechenden Tätigkeit, dafür einige Hammerwerke und Schmelzhütten. Nadler, Nagelschmiede und Büchsenmacher, später Klöppeln und Bortenwirken, Sticken. Erst um 1900 löste der Aufschwung die permanente Armut ab.
Mit der ab 1897 in Cranzahl abzweigenden Schmalspurbahn wurden Ort und Fichtelberg (1214m) zum touristischen Magneten: Es entstanden neben neuen Gaststätten, Ferienheimen und Skihütten auch einige kleinere Betriebe (Kartonagen, Lederhandschuhe, Hydraulik - vor 1990);
Schwebebahn (1924), Martin-Luther-Kirche, Ski- und Heimatmuseum, Kutschfahrten, Sommerrodelbahn, Wanderrouten. Nicht nur alte Lüstlinge fühlen sich wohl im Schönjungferngrund.
Hammerunterwiesenthal ist erst nach dem Dreißigjährigen Krieg entstanden, als Böhmische Exulanten wegen der Gegenreformation flüchteten. Am GrenzÜbergang weist ein Stein darauf hin, daß hier einst ein Dreiländereck war.

Oelsnitz

Oelsnitz im Erzgebirge, am Bergbaumuseum Erzgebirgsstadt mit 10.686 EW, ca. 20km²; gegründet um 1220 - wer vor Ort die genaue Einwohnerzahl erfragen will, der muß ein Buch kaufen. Ist die Stadt wirklich so ausgeschlafen, wie eine Internetseite behauptet? Immerhin hat man dort bei löblich zusammengestellten historischen Details die letzten 100 Jahre fast völlig unterschlagen.
Der Karl-Liebknecht-Schacht grüßt allerdings munter mit Kupferoxyd grünem Dach ins Land, kündet von Bergbaustolz und Erfolgen im einstigen Lugau-Oelsnitzer Steinkohlerevier. Bis 1971 der Letzte Kumpel einfuhr, wurde manche Produktionsschlacht geschlagen, mit Teputatsalkohol die Norm gebrochen. Jetzt ist man auf dem Hunt und stark frequentiertes Museum.

Olbernhau

Schwarzwässerchen, bevor es zum Schwarzwasser wirdStadt mit 12.000 EW 1985; 1346 erste urkundl. Erwähnung; Stadtrecht seit 1902. Viele Profan- und Sakralbauten sind mit dem im Grünthaler Hammerwerk hergestellten Dachkupfer gedeckt - gerade so wie der Dresdner Zwinger oder der Stephansdom in Wien. 1711 weilte Zar Peter I. in der Saigerhütte Grünthal und war begeistert. Heute ist diese 1537 gegründete Hütte das einzige erhaltene europäische Bauensemble der Buntmetallurgie und Museum.

OT Blumenau

Pfaffroda-Dörnthal

Gemeinde for eyes only gehandelt (no comment), an Sayda grenzend
Dörnthal hat noch eine alte Wehrkirche.

Pobershau

Geheimtipp - Gemeinde; Mariechens Bierchen hinter dem Markt - wem verdanken wir denn solche Verlockung? Immerhin der sich 640m über das Schwarzwasser erhebende Katzenstein ist Realität. Ebenso das Schaubergwerk "Zum Tiefen Molchner Stolln"

Pockau

4.600 EW; 490 - 710 m ü.NN. wo Wiesen grünen und Bäche murmeln, am Zusammenfluß der Pockau mit der Flöha, in einem weiten Talkessel.
Um 1300 durch Ansiedlung von Bauern gegründetes Waldhufendorf , heute ein Ferienort mit kleinstädtischen Charakter. Tief in Fels eingeschnitten haben sich hier die Rote und die Schwarze Pockau. Der Nonnenfelsen im Naturschutzgebiet Schwarzwassertal ist ein Besuchermagnet, auch der nahe Katzenstein bei Pobershau. Wer die Einsamkeit sucht, der wandere dem Wasser entgegen bis an seine Quelle.
OT: Görsdorf, Forchheim, Wernsdorf und Nennigmühle typisch ländlich.
sehenswert:
1653 erbaute Amtsfischerei (Vereinshaus); Ölmühle Ende 18.Jh. mit kleinem Museum von hohem technischen Wert; Park mit Freilichtbühne.

Pöhla

Gemeinde mit 1.383 EW 1999; 11,79km²; im reizvollen Luchsbachtal mit Bergbaulehrpfad mit 3 Besucherstollen aus unterschiedlichen Epochen; Volkskunst, Mineralienbörse

Raschau, Grünstädtel

Gemeinde mit 4.765 EW 2000; 21,20 km²; 480 bis 510m ü.NN., gleich neben Schwarzenberg gelegen an B 101
erstmals 1240 urkundlich erwähnt mit Schenkung an Kloster Günhain;
Mitte 19. Jh. Übergang vom Bauern- und Bergarbeiterdorf zur Industriegemeinde: Metallfabriken, Emaillewerk (Familienbetrieb mit über 260jährige Tradition), ein Pappen- und Kartonagenwerk, gar eine Korkfabrik
nach 1945 entstanden Ortsteil Raschau II (Unterkünfte für Uran-Bergarbeiter) und 1969/71 das Rudolf-Harbig-Wohngebiet
sehenswert:
Bauernhöfe im Fachwerkstil (bis aus 1688),
Denkmal Kalkofen mit 2 gut erhaltenen Brennöfen (19. Jh.) eines ehem. Kalkwerkes, Naturschutzgebiet Almhof
OT Langenberg, Schwarzbach
OT Grünstädtel: Barockkirche (1724)

Rittersgrün

Gemeinde mit 1.937 verirrten Seelen (1999) auf 21,88 km² verstreut. Selbst den Nebelschwaden unterstellt die Werbung hier einzigartigste Reize, weil sie über die Wälder bis an die Streusiedlung reichen. Und weil Hochmoore auch ganz nahe, verlocken eventuell irrlichternde Hexen des Nachts, wu de Walder unhaamlich rauschn, zum life Sehen statt Fernsehen.
Über die Bimmelba und das erzgebirgische Verkehrswesen kann man sich im Kleinbahnmuseum am Bahnhof Oberrittersgrün informieren - eine entlegen heiße Ecke.
OT Tellerhäuser

Scharfenstein

scharfe, steinharte Gemeinde; erste urkundliche Erwähnung 1349; Burg mit Museum (Spielzeug, Weihnacht) mit zahlreichen Events, einst bedeutende Kühlschrankproduktion

Scheibenberg

Scheibenber Ein Ort neben einer Bergscheibe aus erzgebirgischem Basalt Stadt mit 2.510 EW 12/1998, 2.500 EW 1980; 9,01km²; wurde 1522 als kleine Bergstadt gegründet und schachbrettartig angelegte. Nach Süden zu ziehen sich langgestreckte Dörfer die Bachtäler aufwärts.
Südwestlich von Annaberg-Buchholz erkennt man den Scheibenberg (807 m) mit seinen weithin sichtbaren, durch Abbau freigelegten Basaltsäulen (Orgelpfeifen).
erbaulich:
- Adler-Apotheke (1743), barockes Bürgerhaus am Markt
- Kirche St. Johannis (1571)

Schlema

Erzgebirgsland um Schlema Gemeinde und Rheuma-Kurbad mit 6.227 EW 1999, 15,53 km²; in Seitental der Zwickauer Mulde, Bergbau (kupfer, Silber, Eisen), erst mit Kobaltabbau in NeuStädtel mit Blaufarbenproduktion bedeutsamer; ab 1946 Abbau von Uranerz, zu diesem Zweck auch 1952 gesamter Ortskern und Kureinrichtungen. Die stärksten Radonquellen der Welt sind seit 1913 bekannt. Seit 1992 wird an einstigen Kurbetrieb angeknüpft - neues Kurhaus mit Gesundheitsbad, Revitalisierung der Landschaft (Info zur Expo 2000), 19ha großer Kurpark, der nun umzäunt wurde, damit zahlungswillige Besucher unter sich bleiben können.
OT: Wildbach

Schlettau

Blick nach Schlettau, links der Scheibenberg
Stadt mit 2.789 EW 12/1998; 18km²;
sehenswert:
- Schloss mit Heimatmuseum und schönem Park
- Stadtkirche St. Ulrich mit Mönchsgesicht an der Kirchenmauer
- Rosenpark mit Teichanlage
OT Dörfel, nahe man Scheibenberg

Schönheide

Industriegemeinde (?) mit 5.786 EW (1999) auf 28,10 km² am Kuhberg;
Naherholungsgebiete am Eibenstock-Stausee und am Fuchsstein
Kunsteis- und Rollschuhbahn, Schwarzwinkel

Sehmatal

Gemeinde mit 7.910 EW; 44,46km²; Garnveredelungswerke?
Sehma - Kirche (1898) im eklektizistischen Stil
Neundorf - Torfmoor mit Lehrpfad, Waldlehrpfad, Steinbrücke mit Schlussstein, zwei Fachwerkhäuser und ein Kalter Muff
Cranzahl hat(te) Textilindustrie. 1948/51 wurde bei dem Dorf eine Trinkwassertalsperre angelegt. Schmalspurbahn 1896 bis nach Oberwiesenthal - Im Januar 1914 beförderte s Bahnl 35.000 Reisende!

Seiffen

Spielzeugdorf mit 3.100 EW 1997; 500-833 m ü.NN. im Talkessel zwischen Ahornberg 823m, Schwartenberg 789m und Reicheltberg 714m;
Die Ortsbezeichnung Seifen = Erzwaschen weist auf die Besiedlungsanfänge hin. Bergleute und Glasmacher begründeten eine lange Tradition, die in manchem Holzspielzeug weiterlebt. Seiffen ist weltberühmtes Zentrum erzgebirgischer Volkskunst mit Spielzeug, das auch Erwachsene verzaubert. Seit 1760 wird das Wasserkraftdrehwerk betrieben, gute Basis für die in der Welt einmalige Reifendreherei. Bergmann, Engel, Musikanten, Pyramiden, Nußknacker-Könige, Leuchter und - Spielzeug.
Nicht vergessen:
- Bergkirche (1779, Baumeister Christian Reuther), achteckig
- Erzgebirgisches Freilichtmuseum im OT Heidelberg mit Reifendreherei

Sosa

Gemeinde mit 2.311 EW 1999; 21,99km²; 600-817 m ü.NN; im Zentrum des schönen Auersberggebietes (Auersberg 1019m liegt südlich bei Wildenthal) umgeben von dichten Wäldern streckt sich das Dorf entlang des Sosabaches - der plätschert munter zur Talsprerre des Friedens im Höllengrund. In den Meilern wird wieder öfter geköhlert und die Luft mit frischen Harzduft geschwängert. Die Hausdächer sind weiterhin spitzgiebelig und mit Naturschiefer gedeckt, dunkel gebälkt und weiß getüncht und der Tradition verpflichtet. Die Hauptstraße sieht einfach gut aus. Auch Erze wurden hier lange abgebaut und findet man auch noch als Hobbygeologe.

Stützengrün

Wo geh mer hi? Nach Stitzngri!
Was mach mer drausen? Äppl mausen!
Bürstenmachergemeinde mit 4.092 EW; 28,37km²; am Kuhberg 795 m ü.NN mit glasüberkuppelten Aussichtsturm und am Rande (Weißbachtal) der Talsperre Eibenstock.
zugehörige Ortsteile: Hundsübel, Lichtenau

Tannenberg

mit Passklausenturm und Kirche (1736)

Thum

tropisches Thum freundliche Kleinstadt und staatlich anerkannter Erholungsort mit 3.300 EW 1997; 4.000 EW 1980; 500-600m ü.NN; hübsch zwischen den tobenden Jahns- und Thumbach an der B95 gelegen; Als Waldhufendorf in 13.Jh. angelegt; 1396 erstmals erwähnt; Kauf der Gerichtsbarkeit und damit Stadtrecht 1469 mit Aufschwung des Bergbaus. Aufschwung arlangte T. allerdings mehr durch gut gehende Landwirtschaft; heute noch Handelszentrum der Umgebung, 15.01.1648 letzte Schlacht des 30jährigen Krieges auf sächsischem Boden (Stadtpark);
Hier war der verkehrsreichste Knotenpunkt des sächsischen Schmalspurbahnnetzes;
Die erste Brauerei in der Region war die „Thumer Dampfbrauerei“ um 1850. Die Dampfmaschine gab ihr den Namen, die zur Herstellung von Hefereinzucht (klares Bier) wichtig war.
Thum hat einen kleinen Tiergarten und eine seit langem berühmte Kakteenanlage am Rathaus (Herrenhaus des ehemaligen Rittergutes Dorfthum) .
OT Jahnsbach, besiedelt um 1200 als zweiseitiges Waldhufendorf, bietet eine direkte Zufahrt zu Greifensteingebiet (wenn nicht gerade gesperrt), doch auch gut zu erwandern;
OT Herold: im schmalen Wilischtal vom Karftberg, Löffelberg, Schafberg und dem Knochen (besonders steile Berge sind Knochen!) umgeben; besiedelt um 1300; ältestes Kalk- und Marmorwerk des Erzgebierges

Venusberg

- Gemeinde mit 2.439 EW 12/1999; 11,3km²

Waldkirchen

Waldkirchen an der Zschopau, Rollemühle Gemeinde mit vermutlich 900 EW (tourbee-Zählung 6/2001)
Für den OT Zschopenthal wurde 1563 erstmals eine Mühle erwähnt. 1856 erwarbt Bäckermeister Christian Friedrich Rolle im hohen Alter von 101 Jahren diese und gründet die Firma C.F.Rolle - seit 1990 wieder Privatbetrieb. Die Mühle arbeitet seit 1992 mit Strom, gewonnen aus der Wasserkraft der Zschopau.
Seit 1993 wird hier sächsisches Bio-Getreide (auch nussiger Dinkel, kräftiger Amaranth) gemahlen, im Mühlenladen wird verkauft, eine Hausbäckerei ist auch vorhanden.
Kobaltblau: Wo wahres Blau gefärbt wurde, blieb das Gift aus.

Warmbad

ist Kurbad mit ältester (um 1400) und wärmster Heilquelle (26Grad C) Sachsens im historischen Kurpark mit See - Trink und Badekuren

Wiesa mit Wiesenbad

Gemeinde mit 3.937 EW 12/1998; 24,62km²; nördlich von Annaberg-Buchholz im Zschopautal
OT Wiesenbad 1.200 EW, bekannt durch eine große Flachsspinnerei, vor allem aber als Thermalbad. Das Mineralwasser (22?C) wird seit 1501 genutzt. Im 17.Jh. gehörte Wiesenbad zu den bekanntesten deutschen Badeorten; Reha-Klinik Miriquidi.
weitere OT: Schönfels mit 1000 EW, Neundorf 750 EW;
sehenswert: hübscher Kirche, unweit die Riesenburg, 1539 von Adam Ries erworben, noch von den Nachfahren bewohnt.

Wolkenstein

Stadt mit rund 4.200 EW (2007), 2.000 EW (1985) auf 30,51 km² in 480m ü. NN.
Im 12. Jh. wurde auf einer 80m hohen Bergnase über dem Zschopautal eine Burg errichtet. Im Schutze dieser Burg entwickelte sich an einer Passtraße eine Siedlung.
1434 wurde sie erstmals als Stadt bezeichnet.
historischer Stadtkern:
Die Burg wurde später zum Schloss der Wettiner umgebaut. In ihr wird nun viel geboten:
- eine ständige Amethyst-Ausstellung
- Gruseln in der Zisterne
- Renaissancefreuden im Witwenflügel
sehenswert:
- Fachwerkgebäude (Andreaskreuze) vor der Burg
- Stadttor (Mühltor) 16.Jh., letzt erhaltenes von einst drei Toren der Stadtmauer
- Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung
- Kirche St. Bartholomäus, gotisches Kreuzgewölbe, barockes Kirchenschiff

Zschorlau

bürgernahe Mondputzergemeinde mit 6.145 EW; 22km²;
Namentlich erinnert Zschorlau an Zschopau, liegt jedoch unweit westlich von Aue und damit südlich von Schneeberg. Gründungsurkunde fand sich bisher keine. Als frühester Nachweis zählt ein Gerichtssiegel aus 1413.
OT Burkhardtsgrün wurde von Burgold von Swarzinberc zwischen 1310 und 1320 als Hof Burgoldisgrün angelegt, 1395 als Dorf und Gut derer von Schwarzenberg erstmals urkundliche erwähnt; 1996 eingemeindet.
Albernau, OT seit 1998; wurde 1524 erstmals urkundlich erwähnt.
Wie Fast alle Ortschaften der Region hinterließ auch hier der Durchzug der Holkschen Truppen im Dreißigjährigen Krieg nachhaltige Spuren, so auch 1633 eine Pestepedemie, an der 229 von kaum 800 Einwohnern starben. Ein Teil der Bewohner lebte wohl oder übel etwa 8 Jahre im Wald verborgen, was sicher ein Zusammengehörigkeitsgefühl förderte, das über Generationen und Kontinente hält.
Dörflich (ab 1926 gab es gar zwar mal eine Fabrik August Weller) und gastfreundlich, ein guter Fleck zum Wohnen auch? - Schickt uns doch mal ein Foto, das wir gern and dieser Stelle veröffentlichen.

Zöblitz, Ansprung

Zöblitzer Bergmann von 2003 - aber heute werden nur die alten Anlagen gepflegt, Mineralien verkauft. Besichtigungen sind möglich.Serpentin-Stadt mit 2.800 EW 1980; Serpentin-Steinbrüche, die bei Sommersonne zum Hexenkessel werden. Sonnenbrand in 30 min! Das grünliche, weiche marmorähnliche Gestein taugt für Schnitzereien und als Mineraldünger. In der Heimatstube mit Schauwerkstatt kann man gedrechseltes Serpentin bestaunen und auch kaufen.


infomail an tourbeenach oben