Jahnsdorf/Erzgeb.

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Gemeinde mit rund 6.000 EW auf 26,1 km² an einer Nordrandstufe des Erzgebirges

aussichtsreich

Schneckenberg mit 416 m, Galgenberg mit 450 m, Wachtelberg mit 470 m, Schieferberg mit 483 m, Fichtelberg mit 485 m, Jägerhorn mit 548 m ü.NN..

Ortsteile:
Jahnsdorf, Leukersdorf, Pfaffenhain und Seifersdorf

Jahnsdorf

wurde im späten 12. Jh. als beidseitiges Waldhufendorf im Auftrag des Waldenburgers Hugo von Wartha gegründet, vermutlich unter einen Lakator Jahn.
1412 erfolgte die früheste nachweisbare Nennung als (frohnpflichtiges) Eigentum des Benediktinerklosters Chemnitz. Das Dorf erhielt wichtiger das Handwerk fördernde Privilegien. Die milde Tallage an der Würschnitz war für den Obstbau gut geeignet. Dieses doppelte Erblühen erregte bald nachbarlichen Neid, der 1522 in Tätlichkeiten mit Sachbeschädigung ausartete.1540 erwarb die Stadt Chemnitz das Dorf.
1763 begann hier die Strumpfwirkerei, 1878 wurde die erste Strumpffabrik gegründet. 1895 initiierte der Strumpffabrikant Köhler eine Armenkasse - was hatte der davon?
Besonders um 1900 wuchs der Ort, betrieb sogar ein eigenes Elektrizitätswerk (1907/28).
1955 wurde Strumpfindustrie in die bis 1990 bestehende Trikotagenindustrie umstrukturiert.

Leukersdorf
Kirche von Leukersdorf im Landkreis Stollberg

erste urkundl. Erwähnung 1190; Ort mit viel Elan, der auch Gewerbe zu günstigen Konditionen ansiedeln wollte, aber gerade in bedeutsamen Entscheidungen oft zugunsten der Kreisstadt reglementiert wurde, dafür aber trotz heftiger Einsprüche den Betrieb eines Flughafens hinnehmen musste, was Neuansiedlungen und Tendenz zum Erholungs- und Urlauberort auch nicht beförderte - herrliche Umgebung, angenehmes Freibad...

Leukersdorf ist stark landwirtschaftlich geprägt, hat recht sportlich faire und bauernschlaue Bürger; von der Leukersdorfer Quarzporphyrkuppe wird seit 1933 Schotter und Splitt gewonnen, der meist im Straßenbau verwendet wird. Das in der geologischen Formation des Rotliegenden weit verbreitetes Ergußgestein ist recht hart.
Seit 1999(?) ist Leukersdorf mit Jahnsdorf vereint.

Seifersdorf

eine ältesten Siedlungen der Gegend, ist vermutlich bereits kurz nach 1100 gegründet worden. Seinen Namen erhielt der Ort wahrscheinlich nach seinem Gründer Sigfried. Die erste urkundliche Erwähnung als "Seyffersdorf" stammt aus dem Jahre 1385. Ebenfalls wie ein Teil von Leukersdorf und auch Pfaffenhain gehörte Seifersdorf bis zur Säkularisation des Klosterbesitzers im Jahr 1548 nach Grünhain.

Pfaffenhain

liegt am flachen Nordhang des Würschnitzbaches. Pfaffenhain kam im Jahre 1273 durch eine Schenkung der Herren von Waldenburg an das Zisterzienserkloster Grünhain. Da der Ort die Klosterbrüder mit Viktualien für Küche und Keller beliefern musste, wurde Pfaffenhain das „Küchendorf“ genannt. Es wird vermutet, dass Pfaffenhain bereits vor 1200 gegründet wurde. Dort wo heute die Steegenwiesen liegen, stand einstmals das Dorf „Stegen“. Die Sage erzählt, dass dieses Dorf im Hussitenkrieg 1419 – 1434 verwüstet wurde.
Von 1955 – 1995 gab es in Pfaffenhain einen Kindergarten.