Weisseritz im Osterzgebirge - oft tragisch reißerisch

Altenberg

rund 3.000 EW (1985); Binge (ab 1620), Pochwerk und Zinnwäsche als technisches Museum;
"Kummt ihr Leite, schiebt e bissel", so besang der Altenberger Heimatdichter Max Nacke die Bahnstrecke. In weitem Bogen schrauben sich die Geleise bis in 750m Höhe empor. Um 1440 hatten hier böhmischen Bergleute eine der größten Zinnlagerstätten Europas entdeckt. Bis 1991 bestimmte der Bergbau das Leben der Stadt. 50 Millionen Tonnen erzhaltiges Gestein hat man im Laufe der Jahrhunderte aus der Altenberger Pinge gesprengt. Der offene Krater mit 440 m Durchmesser ist der größte dieser Art auf dem Kontinent. An seinem Rand am Ostende der Bergstadt befindet sich das Bergbaumuseum mit einem Schaustollen und einer historischen Zinnwasche. Dort wurde das Erz fein zerkleinert. Erst so konnte das Reinzinn erschmolzen werden. Am Westrand Altenbergs befinden sich die Galgenteiche mit Riesenrutsche und Kinderplantschbecken. Die künstlichen Seen wurden einst aufgestaut, um mit dem Wasser die Mühlräder der Zinnwäsche anzutreiben

Geising

rund 2.000 EW (1985), Pfarrkirche (1513), Schaubergwerk Silberstollen im Erdbachtal;
OT Kahleberg, Georgenfelder Hochmoor
ST Lauenstein:
malerischen Ort mit engen Gassen und idyllischen Markt, am einladenden Müglitztal
Schloss Lauenstein, Falknerei
Stadtkirche St. Marien und Laurentin, spätgotischer Sandsteinbau

Glashütte


Hermsdorf

- Schloss (16. Jh.) mit Park; Seifersdorfer Tal

Höckendorf

Gemeinde mit rund 3.300 EW (2002) auf 37 km² mit den Ortsteilen Ruppendorf, Beerwalde, Paulshain, Obercunnerdorf, Borlas und Edle Krone;

1235 erste urkundliche Erwähnung, wonach durch Ritter Höckendorf im WeißeritzkreisHoiko de Hoikendorf eine "Schenkung" von Abgaben des Dorfes an Kloster Altzella bezeugt. Anlaß für die Besiedlung waren wohl Ablagerungen von Gold, Silber und Kupfer. 1330 ließ Conrad Theler hier Begwerke bauen;

gemütlicher Ortskern in reizvoller Lage, mit sehr gastfreundlichem Seminar- und Sporthotel.
Die Dorfkirche birgt ein kleines Architekturmuseum

Kipsdorf

nach den Quohrener Kipse (452 m) benannt Kurort, und Endbahnhof der dienstältesten Schmalspurbahn Deutschland (seit 1883), führt über Hainsberg nach Freital

Kreischa

mit Talsperre; der Wilisch (476 m) ist ein deutlicher Ausläufer des Osterzgebirges

Reinhardtsgrimma

erbauliches Dorf mit:
Barockschloss (1765/67, Planung: Johann F. Knöbel) anstelle eines mittelalterlichen Wasserschlosses. Zum Gut gehörte ein im englischen Stil angelegter Park mit Badehaus im klassizistischen Stil, eine Gärtnerei, ein Sägewerk, die Bäckerei und weiteres.
Nach 1945 diente das Schloss als Landwirtschaftsschule, landwirtschaftliche Fachschule bzw. Lehrausbildungsstätte und Betriebsakademie, ab 1990 als Staatliche Fortbildungsstätte für Bedienstete der Agrarverwaltung des Freistaates Sachsen.
Es steht unter Denkmalschutz.
Pfarrkirche (um 1200) , nach Umbau und Erweiterung (1550) für eine Dorfkirche relativ groß und mit hohem Turm (30m)

Tharandt

Tharandt am Rande des Tarandter Waldes in Sachsen Kurort mit rund 3.000 EW (1985) im Tharandter Wald; Ruine einer 1216 erstmals urkundlich erwähnten Burg.
Heinrich Cotta, ein Pionier der Waldbewirtschaftung, folgte dem Ruf von König Friedrich August I., begab sich aus Thüringen nach Tharandt, um als Forstrath und Direktor für Forstvermessung Taxation seinen Dienst aufzunehmen und (1811) nicht ganz nebenbei den forstbotanischen Garten anzulegen. An dessen Seite wächst neuerdings ein nordamerikanischer Wald mit Mammutfichten - eröffnet seit 4/2004.
Als Forst- und Hochschulstadt ist Tharandt. Internationale Anerkennung
Grillenburg im Tharandter Wald hat ein Naturwaldbad, Gondeln, Kiosk, auch gehobene Gastronomie mit Grillenteller;
in der Grillenburg: "Forstliche und Jagdkundliche Lehrschau" der TU Dresden an passendem Ort. Einige verfallende Häuser am Platzhirsch sind Zuwendung wert (Red. 8/2002). Das Schweizerhaus steht hier seit 1885.
lehrreich:
der Flößerpfad (20km) zum Floßkanal - Seereteich - Bellmans Los - Meilerplatz - Grillenburg

Grillenburg/ TharandtDe Grillenburg im Tharandter Wald

Wilsdruff

Bauernhof in Mohorn/Tharand Stadt mit 3.500 EW (2000) auf 8000 ha; 1.100 EW (1801), 3.757 EW (1900), 4.860 EW (1949), 3.800 EW (1990)
mit Autobahnbrücke A4 übers Saubachtal
Ortsteile:
Birkenhain, Blankenstein (1996), Braunsdorf, Grumbach (1998), Grund, Helbigsdorf (1996), Herzogswalde, Kaufbach, Kesselsdorf (2001), Kleinopitz, Limbach, Mohorn (2000), Oberhermsdorf;
Wilsdruff ist im späten 12. Jh. als Waldhufendorf - des Wilands Dorf? - entstanden. Erste Kirche Jakobi ist noch heute erhalten. Ab 13. Jh. planmäßige Stadtanlage neben dem Dorf, zuvor bereits eine Kaufmannssiedlung; 1259 erste urkundliche Erwähnung, 1281 erste Erwähnung als oppidum" (Stadt), 7 überlieferte Stadtbrände; seit 1448 Marktrechte; Anfang 15. Jh. wird W. für lange Schönberger Besitz (1543 Schloss);
Die am 15.12.1745 nahe Wilsdruff geschlagene Schlacht bei Kesselsdorf (Sieg der Preußen unter Fürst Leopold von Anhalt-Dessau über die Sachsen und verbündete Österreicher; Friedrich II. nahm dann in Wilsdruff sein Hauptquartier) prägte den Ort stark, aber nicht so nachhaltig wie die Kleinbahnverbindung nach Potschappel (1886) , 1899 nach Nossen, 1909 nach Meißen; letzte Fahrt Mai 1972. Speziell die Möbelfabriken profitierten davon, unter anderem durch Staatsaufträge zur Möblierung von Kasernen.
Der Wilsdruffer Bahnhof galt als der zweitgrößte Schmalspurbahnhof Europas.
Die Fahrzeugfabrik Mittag wurde nach Privatisierung 1948 zum größten metallverarbeitenden Betrieb der Stadt entwickelt. Metallverarbeitende Industrie, Möbelproduktion und ein Spiegelwerk waren wie die landwirtschafte Produktion wichtigste Erwerbsquellen.
Markt, Marktgasse, Freiberger Straße wurden bis 1998 saniert und teils neu gestaltet, ein gefundener Brunnen wurde rekonstruiert und ein Marktbrunnen mit zwei Frischlingen und deren Wilder Sau errichtet, die historische Postmeile wieder aufgestellt.
auch bedeutsam:
Heimatmuseums, Parkstadions (2000) und Dreifeldsporthalle (2001)
Mohorn vor dem Tharandter Wald nähert man sich vom Westen her OT Mohorn, erkennt man von weitem die waldreiche Erhebung.
Rittergut Limbach
Das Ensemble soll wieder belebt werden durch Ansiedlung von Gewerbe, die hier Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen sollen. Die Stadt wird Grundstücke in die dazu initiierte Stiftung einbringen und hier ihr Vorkaufsrecht wahrnehmen.

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