Kemtau

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Gemeinde mit Eibenberg und Kamerun und 1.531 EW (1997); 6km²; 370-590m ü.NN; B180, A72 Chemnitz Süd 14km


1381 erste urkundliche Erwähnung von Eibenberg, bis 1935 ein eigenständiger Ort. In alten Urkunden und Schriften findet man Eibenberg auch als Melenberg, wohl weil ca. 1 Meile von Chemnitz auf einem Berg liegend. Oder doch nach dem Eibenbestand auf dem Berg?
1455 urkundliche Erwähnung von Kempnatz. Kemtau gehörte zuerst zur Herrschaft Wolkensteins. Dann war Heinrich von Einsiedel als Besitzer der Herrschaft Scharfensteins zu finden. 1529 hatte Kemtau 14 Bauern und 8 Häusler. 1840 entstand der Ortsteil Neueibenberg als Anbau zu Eibenberg. 1857 standen dort bereits 25 Häuser und 1 Mühle. 1908 erhielt Kemtau einen Haltepunkt auf der Eisenbahnstrecke Chemnitz - Aue. 1927/28 erfolgte in Eibenberg der Bau des Volkshauses mit Sportplatz in Eigenleistung engagierter Bürger. 1935 schlossen sich beide Orte zusammen.

Um von den vielen reizvollen Wanderwegen wenigstens einen zu nennen: Bahnhof - Kemtauer Felsen (592m) mit Blick ins Zwönitztal - Eisenstraße - Kalkofen - Burgstein - Kamerun mit seinen stämmigen Fichten und der Frage, ob der so genannte Ökohof mit seiner Holzhackschnitzelvergaserheizung tatsächlich ein solcher ist - Bahnhof.

Käte von Kemtau und der Poet unbekannte H. HapunktDer gern hier ansässige Schwitzhüttenindianer Holger Röhle schwärmt "Hier ka mer ruhn!" - daher käme die Ortsbezeichnung Kamerun.

Ins Schwärmen über Kemtau geriet offenbar auch ein unbekannter Heimatdichter.
Eibenberg wurde bereits 1381 urkundlich erwähnt: Die Waldenburger haben das Dorf an die Kirche verhökert. Mitsamt den Menschlein, klar. Fortan durften die Bauern Kirche und Pfarramt in Ehrenfriedersdorf Frondienste leisten. Aufgrund der langen und beschwerlichen Wege mussten sie die eigene Arbeit oftmals zusätzlich bei Mondschein erledigen, ab 1537 durfte man alternativ harte Groschen zahlen. Wenn wundert es, wenn damals viele Bauern Hoffmann hießen? Beten gingen die Eibenberger allerdings nach Harthau, erst 1901 erhielten sie eine eigene Kirche.