nach Gründung vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Gelenauer Maurer
und Zimmerleute durften bereits 1564 mit kurfürstlicher Genehmigung eine
Innung gründen. Sehr früh wurde auch das Klöppeln wichtige Einnahmequellen
des Ortes. Als ein Strumpfwirker 1785 eine Gelenauerin heiratete, folgte bald
der Beitritt zur Strumpfwirkerinnung. 1855 standen bereits 700 Strumpfwirkerstühle
in Gelenau, Kinderarbeit wurde zur Normalität.
Zwischen 1872 bis 1890 wurden 11 Fabriken gegründet. 1904 wurde das erste
Elektrizitätswerk in Gelenau gebaut. 1906 gründeten Gelenauer Strumpffabrikanten
die Baumwollspinnerei-Aktiengesellschaft und bauten eine Baumwollspinnerei. Auch
nach dem 1. Weltkrieg entwickelte sich die Wirtschaft in Gelenau enorm und es
wurde viel gebaut.
Nach dem 2. Weltkrieg erfuhr der Ort einen weiterer vielfältigen Aufschwung:
1989 beschäftigte der VEB Gelkida 2.400 Arbeitskräfte, die Spinnerei
300, der VEB Modul 117 und die Werkzeugmaschinenfabrik 69 Arbeiter und Angestellte.
Die Privatisierung bedeutete das Aus für alle Strumpffabriken sowie die Spinnerei
in Gelenau und eine entsprechend hohe Arbeitslosigkeit. Dafür hat Gelenau
nun ein Museum der Strumpfindustrie und des Freibad eine Erwärmungsanlage
und Großwasserrutsche.
Zwei mittlere metallverarbeitende Betriebe und eine kleine Strumpfwirkerei blieben
bestehen. Einige Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe profilierten sich im neuen
Gewerbegebiet.
sehenswert:
Rathaus 15.-16. Jh. mit dem ersten Deutschen Strumpfmuseum im Mühlenanbau
und dem ehemaligen Rittergut, schönen Teich, Hofwall und Pfauengehege; lädt
es zu einem Rundgang ein;
Schüllermühle - das größte von etlichen Fachwerkgebäuden
Gelenaus;
einige Wasserradmühlen, die älteste von 1501;
schöne Wälder ringsum und der etwas entlegene Waldhof