MZ-Stadt mit 10.800 EW (1980) in 338 m ü.NN; 1286 am alten Bömischen Steig, der alten Handelsstraße von Leipzig nach Prag.
Im Anschluss an die Burg Wildeck (12. Jh.) entwickelte sich die Siedlung auf ansteigendem Gelände an der Zschopau.
1286 erfolgte eine erstmals urkundliche Erwähnung, und zwar als Stadt.
Ab 1493 erhielt Zschopau die Privilegien einer Freien Bergstadt. Auch hier wurde Silber abgebaut.
Zschopau war eine Hochburg des Motorradbaus. Vielleicht gelingt es, den guten alten Ruf zu erneuern. Die hier 1950 entwickelte und produzierte RT 125 war das meistkopierte Motorrad der Welt. Und obwohl der alte Markenname DKW nicht mehr geführt werden durfte, wurde mit MZ eine neue Marke weltbekannt.
Der historische Stadtkern weist zahlreiche kulturhistorisch bedeutsame Bürgerhäuser aus dem mittleren 18. Jh. auf. Brilliant ist das 1495 erbaute Alte Posthaus mit Glockenspiel im Turm.

[A] Altmarkt und [N] Neumarkt.
[R] neues Rathaus, 1560 erbaute Haus des Oberforst- und Landjägermeisters C. von Rüxleben
[S] Das kurfürstliche Jagdschloss Wildeck, darin der 32m hohe Dicke Heinrich, ein zum Schutz der Fuhrleute als wehrhafter Wohn- und Wachturm auf Naturfelsen erbaut, ist vermutlich ältester Bau der Stadt.

[1] Pfarrhaus
[2] Stadtkirche St. Martin (1494) mit drittgrößter erhaltener Barockorgel Sachsens, Konzerte
[3] ehemaliger Posthof
[4] Wilkehaus
[5] Rest der alten Stadtmauer
[6] Stadthalle
[7] Zschopaubrücke mit Brückendenkmal
Sehr schönes Freibad, Blick vom Barockgarten aus auf das Zschopauer Pfarrhaus, hier - verweilt man gerne. Bewaldete Hänge rings ums wildromantische Zschopautal, durchzogen mit reizvollen Wegen durchs Dieschautal, durch den Bornewald, durch Mörbitz. Auenblick, die Seminaristenkanzel, der Talblick oder die Bodemerkanzel bieten sehehnswerte Aussichten. Ein Spaziergang entlang des Wurzelwegs führt zum Besucherbergwerk Heilige Dreifaltigkeit.
bemerkenswert:
der unversiegbare Quell an Kraft und Mut der einheimischen Fußballer
natürlich:
Landschaftsschutzgebiet; nebenan Talsperre (1907), bei der man bis auf den Grund sehen kann.
Krumhermersdorf wurde 1999 mit seinem Ortsteil Ganshäuser als Ortsteil nach Zschopau eingemeindet
Der Ort an alter Handelsstraße (B174) und nahe B95 erstreckt sich vom Tal der Zschopau bis in 600m Höhe;
im 12. Jahrhundert unter den Anführer des Siedlertracks Hermann besiedelt,
1551 erstmals Krummenhermsdorf genannt;
Seit 1480 Silberbergbau, 1873-1883 mit katastrophaler Ausbeute, letzter Versuch
1800. Hier findet man die in Europa einzigartigen Pyromorphitkristalle.
Um 1820 Bau einer Fabrik im Bornwald am Schwarzen Teich, bald weitere Spinnereien
und Strumpfwirkereien im Ort, dabei weitere Verarmung durch Arbeit und Entwicklung
zum Suppenland (1888). Auch in den sogenannten goldenen Zwanziger wurden weitere
Fabriken gebaut, die Landwirtschaft wurde unergiebig, Fabrikarbeit zum Nebenjob
vieler Bauern. K. wurde zweimal privatisiert (zuerst 1567 an Jagdminister von
Rüxleben) und mehrmals vernichtet (Schweden, Preußen, Pest, Napoleons
Truppen, spätere Konquistatoren)