Kernland des einstigen Landes der Vögte

Mit zum Vogtland zählt auch ein oberfränkisches Gebiet um Hof. Einige Informationen über das luftige Vogtland.

(?) die Rissfälle als einzige Wasserfälle des Vogtlandes
eine Felsenkette, die von Schöneck bis nach Auerbach reicht und auf der es Aussichtspunkte gibt.

Adorf

Stadt mit 6.335 EW (1999), 8000 EW (1985) im oberen Vogtland;
bereits vor 1300 Siedlungsort
siedlungsgeographische Zweiteilung in Altstadt und erhöhte Marktsiedlung
sehenswert:
Rathaus (1896), roter Sandstein
Stadttorhaus neben der Johanniskirche. Von den ursprünglich zwei Stadttoren blieb das Freiberger Tor erhalten. Nach einem Stadtbrand 1768 wurde es wieder aufgebaut. Mit Durchfahrt und Fachwerkoberbau stellt das Tor im Vogtland eine Rarität dar. In ihm ist das Heimatmuseum untergebracht, unter anderem Flußperlmuscheln, Perlmuttwaren. Weiterhi blieben neben Teilen der Stadtmauer auch der Pulverturm und(?) ein Rundturm erhalten.
Hübsch die Ackerbürgerhäuser am rechteckigen Marktplatz und die mittelalterlichen Fachwerkhäuser in der Hellgasse.
Aus der mechanischen Weberei Alte Mühle wurde Vowetex, dann GWS Geotextil und somit Betriebs- und Entwicklungsstätte der Naue Fasertechnik - Vliese, Drän- und Erosionschutzmatten für modernes Bauen.
Ortsteile:
Rebersreuth, Freiberg, Gettengrün, Arnsgrün, Jugelsburg, Remtengrün

Bergen

Gemeinde mit 1.131 EW 1999 mit Schonau, Unterlauterbach und Oberlauterbach

Bösenbrunn

Gemeinde mit 1.423 EW (1999)

Burgstein

Gemeinde mit 1.952 EW (1999) im Burgsteingebiet;
Krebes hat sogar 2(!) Museen.
Der Illustrator und Zeichner wurde 1854 in Plauen geboren und starb 1921 in Krebes. Unter anderem zeigen "Grimms Märchen" und idyllische Blätter des Burgsteingebietes den besonderen Blickwinkel des Künstlers.

Eichigt

Gemeinde mit 1.471 EW (1999) östlich der Weißen Elster
weiterhin zugehörig:
Eichigt, Bergen, Birkigt, Ebersbach, Ebmath, Hundsgrün, Kugelreuth, Pabstleithen, Süßebach, Tiefenbrunn

Ellefeld

Stadt mit 3.292 EW (1999) auf 45,87 km²;
Die Bewohner lassen sich gut einteilen in Gartenspartner, Kaninchenzüchte, Sänger, Fußballer, 1 Kofferbomber und Sonstige.
bemerkenswert:
kleines Unteres Schloss 15. Jh., recht harmonischer Bau in weiß-dunkelgelber Fassadengliederung mit hübschen Schieferdach, zentralem Türmchen und zwei Gaubenstufen; OT Hermannsdorf und Schwarzbach

Elsterberg

Stadt mit 5.558 EW 1999, von der Weißen Elster umflossen;
sehenswert:
- Markt denkmalgeschützt
- Laurentiuskirche
- Rathaus 1840 im neugotischen Stil, sehenswerte Bleiglasfenster
- Pfarrhaus am Markt
- Burg Elsterberg, ausufernde Ruine mit beachtlichem Innenhof, steinernem Pallas, Gewölben, Wehrmauern und Türmen, mit Heimatmuseum
weiterhin:
Kriebelstein 407m;
Das Waldbad nennt sich inzwischen "Erlebnisfreibad"

Erlbach

Landgemeinde mit 1.796 EW (1999) im Oberen Vogtland in vorwiegend 520 bis 800 m ü.NN. in einen weiten, an Nadelwäldern reichen Bergkessel des östlichen Elstergebirges an der Staatsgrenze zur Tschechien
Traditionell verankert ist der Musikinstrumentebau - Beispiel?
Erlbach empfiehlt sich durch seine geschützte und ruhige Lage sowie das reine Mittelgebirgsklima ganzjährig als Erholungsort.
Besonders als Ausgangspunkt für Wanderungen in die nähere Umgebung ist Erlbach ideal.
Sport und Freizeit
- Sportplätze Erlbach / Eubabrunn
- Hirschleithenschanze
- Skilift
- Skilanglaufloipen
- Pferdetouristik-Stützpunkt
- gut beschildertes Wanderwegenetz
Sehenswürdigkeiten
- Heimatstube
OT Gopplasgrün - an einem Bachlauf befindet sich ein Sühnekreuz (Bodendenkmal).
OT Wernitzgrün 378 EW; liegt mitten im Elstergebirge in 630 m Höhe nah dem Gebirgskamm; die Ortsflur grenzt an die Staatsgrenze zu Tschechien. Die herrliche Lage inmitten grüner Wälder, die Abgeschiedenheit und Stille und seine günstigen bioklimatischen Eigenschaften sind die Gründe, daß Wernitzgrün immer mehr zu einem Erholungsort für herz- und kreislaufkranke Urlauber wird. Das gut beschilderte Wanderwegenetz führt sie auch des nachts todsicher zum nächsten Hexenhaus.
Oweitere Ortsteile sind Eubabrunn und Hetschen

Falkenstein

umwaldete Stadt mit rund 9.000 EW (1999);
Wie textete bereits Hilmar Mückenberger in seinem Gassenhauer:
Zum Schnäderedäng de Luft is raa vun Reichnbach bis nooch Falknschtaa
1448 Stadtrecht - einzige freie Bergstadt des Vogtlandes. In vielen einsamen Felsgrotten ersetzt noch heute das seltene Leuchtmoos die Laternen. Im 18. Jh. war die Stadt Wiege des Sächsischen Kammertuches, 1859 brannte sie gründlich ab, wurde aber wieder städtisch aufgebaut und hat noch immer fast alles, was man von einer ordentlichen Stadt erwartet, z.B.
Rathaus (1903) - pompöser Bau mit Jugendstilelementen
Schloss Falkenstein mit Heimatmuseum, das die umfangreichste Moosmannausstellung beherbergt
OT: Dorfstadt

Grünbach

Gemeinde mit 2.096 EW (1999). Der nahe Rehhübel (788m) ist Teil einer Felsenkette aus Grauwackenquarzit, die auch über den Wendelstein führt.
zugehörig:
Muldenberg, Erholungsort an der Zwickauer Mulde, umgeben von weiten Fichtenwäldern
Im 16. Jh. siedelten sich Flößer und Waldarbeiter ansiedlung entstanden, mit weit verzweigten Floßgrabensystem bis zur Göltzsch und Weißen Elster.

Im 16. Jahrhundert siedelten sich und Flößer hier an; denn über Muldenberg führte jahrhundertelang die Elsterflöße, eine Floßholzverbindung vom Südhang des Kiels über das obere Muldental zur Göltsch und über diese in die Weiße Elster. Dieses Floßsystem verlor durch den Eisenbahnbau um 1875 an Bedeutung und erlag schließlich. Die durch Muldenberg führenden Gräben (Oberer und Unterer Floßgraben) sowie die Rißfälle bei Hammerbrücke erinnern als technische Denkmale an diese Zeit.

sehenswert:
- Talsperre. 476 m lang und bis zu 26,5 m hoch misst die Sperrmauer der 714 m ü. NN. liegenden Talsperre, die über einen Stauraum von rund 5,8 Mio. Kubikmeter Wasser verfügt.
Sport und Freizeit
- Badeteich unterhalb der Talsperre
- Skigelände rings um den Ort, besonders für Langlauf geeignet
- gut beschildertes Wanderwegenetz

Hammerbrücke

Gemeinde mit 1.505 EW 1999; am Oberlauf der Zwickauer Mulde in einer zum Gebirgskamm flach auslaufenden Mulde 600 bis 700 m hoch. Der Ort wird nach allen Richtungen von weiten Fichtenwäldern umsäumt. Die Hochebene stellt hier eine besondere Oberflächenform des Gebirges dar.
Naturschutzgebiete: Die Rißfälle sind die einzigen Wasserfälle des Vogtlandes; sie liegen im Ortsteil Rißbrücke. Der Riß ist das tief in den Felsen gesprengte Bett des Oberen Floßgrabens (Moorgebiet), der im Jahre 1579 angelegt wurde. Die Muldenwiesen sind bedeutsames Brutgebiet für Bekassine, Wiesenpieper, Braunkehlchen

Heinsdorfergrund

eine Reihe schön schiefergedeckter  in Heinsdorfergrund , typisch Vogtland

Gemeinde mit 2.377 EW - aus Ober- und Unterheinsdorf sowie Voigts- und Hauptmannsgrün mit dem Erholungsgebiet Am Mühlteich.
Da gibt es braunweiß gefleckte Ochsen, die vor Eigenheimen als Wachhund Briefträger wiederkäuen - musst du sehen!
Frieder Baumann, Poet und Freidenker, verlebte hier einen guten Teil seiner Kindheit.

Leubnitz

- Gemeinde mit 732 EW 1999

Limbach

- Gemeinde mit 1.613 EW 1999

Mehltheuer

Gemeinde mit 1.356 EW (1999) mit Rodau, Leubnitz, Schönberg

Mehltheuer im Vogtland - nicht immer so duster

Morgenröthe-Rautenkranz

Gemeinde mit 977 EW (1999) in windfrischer Höhenlage von 620 bis 750m ü.NN.
In landschaftlich schöner Lage, umgeben von ausgedehnte Fichtenwäldern, bietet das gemäßigte bis reizmildes Klima ganzjährig günstige bioklimatischen Bedingungen für prophylaktische Kuren, insbesondere für Kinder. Dazu ein gut beschildertes Wanderwegenetz und relative Schneesicherheit im Winter
bemerkenswert:
- Wetterstation
- MIG 21, Reketenzeugs und Begegnung mit Siegmund Jähn - erster deutscher Raumfahrer
- Hochofen von 1820, ehemalige Glockengießerei

Ortsteile:
Rautenkranz - Badeteich mit Liegewiese, Kinderspielplatz
Muldenhammer im Tal der Zwickauer Mulde
Morgenröthe und Sachsengrund im Tal der Großen Pyra - Raumfahrtausstellung

Mühlental

Gemeinde mit 1.652 EW (1999), 1994 gebildet aus den 10 Orten:
Elstertal, Hermsgrün, Marieney, Oberwürschnitz, Saalig, Tirschendorf, Unterwürschnitz, Willitzgrün, Wohlbach, Zaulsdorf
personell:
Adam Friedrich Zürner, 1679 in Marieney geboren, initiierte die Errichtung der steinernen Postmeilensäulen in Verbindung mit Vermessung des Kursächsischen Gebietes unter August dem Starken. Gestorben ist er 1742 in Dresden.
Julius Mosen, 1803 in Marieney geboren, beherzter und heimatverbundener Dichter, gestorben 1897 in Oldenburg

Mühltroff

- Stadt mit 2.129 EW 1999; dazu auch Langenbach

Mylau

Stadt mit 3.561 EW (1999);

Burg Mylau

Wahrzeichen ist die 35 m über der Göltzsch auf Felssporn gelegene dreitürmige Kaiserburg - um 1180, romantischer Wehrbau mit großer gotischer Vorburganlage, Ende 19. Jh. umgebaut, mit einem Regionalmuseum (Heimatgeschichte, Textilindustrie, Bau der Göltzsch- und Elstertalbrücke).

kaum beachtet, nahe dem Burgaufgang:
- Fachwerk Am Friedenshain, ungeputzes Denkmal
- Stadtkirche (1731) neugotischer Ziegelbau, Silbermannorgel

Neuensalz

Gemeinde mit 2.442 EW (1999). Kapelle (12. Jh.) nahe der Talsperre Pöhl;
1529 späte erste urkundliche Erwähnung,
1987 als historisches Kleinod wieder erbaut.
zugehörig: Altensalz, Großfriesen, Mechelgrün, Thoßfell, Zobes

Neustadt

Gemeinde mit 1.297 EW (1999)
Werda eingemeindet mit 1.806 EW (1999?) mit OT Kottengrün
weiterhin Grünbach, Hammerbrücke und Muldenberg

Pausa

Pausa

Kleinstadt mit Erdachsenschmiernippel auf dem Rathaus und 4.300 EW 1999 in einem Längstal nahe der Weidaquelle; 460 m ü.NN; 38 km²; gegründet vermutlich im 6./7. Jh. durch Sorben/Wenden; 1263 erstmals urkundlich genannt, 1393 als Stadt; Gewerbegebiet, Park und Naturschutzgebiet "Pausaer Weiden";

Ortsteile:
Ebersgrün, Thierbach, Unterreichenau, Wallengrün

Pöhl

Gemeinde mit 2.925 EW (1999) und Talsperre. Und wenn man sich den Klang der umliegende Ortschaften auf der Zunge zergehen lässt: Gansgrün, Helmsgrün, Neudörfel - sind schon Appetiter.
Jocketal im Gebiet des tiefen Einschnitts der Weißen Elster, Steinicht genannt, ist ja eh weltbekannt. Hier auch eine echte Nixenwiese. Was macht die Rentzschmühle nahe am Diabassteinbruch? Logisch: Wer in Nähe der Talsperre lebt, lebt auch länger- mindestens 5 Jahre! 25km Uferzone und die 7km langgezogene Wasserfläche machen das Wasserschutzgebiet zum beliebten Erholungsgebiet.

Reuth

Gemeinde mit 1.048 EW (1995), Natuschutzgebiet Waschteich ist regional bedeutsames Wasservogelbrutgebiet

Rodewisch

Rodewisch Schloss

Stadt mit 8.296 EW 1999; 1602 entstanden drei Rittergüter - Ober- und Untergöltzsch sowie Niederauerbach - durch Erbteilung derer von der Planitz; seit 1924 Stadt;
1840 Streichgarnspinnerei der Brüder Lenk, dann weitere Wäsche- und Weißwarenfabriken, darunter Firma Friedrich von Lom;
1950 wurde die Schulsternwarte auf dem Turm der Pestalozzischule eingeweiht, 1967 zog die Sternwarte in einen Neubau und erhielt 1985 ein Planetarium.
ansehenswert:
Museum auf der Schlossinsel mit Renaissance-Schloss (15.Jh.), Gondelteich und Göltzschwasser im Stadtpark

Steinberg Vogtl

Gemeinde mit 3.313 EW 1999.
In Wernesgrün kommen nicht nur die alten Lords in Schwung - auf der lustigen Tenne gibts gute Laune und gutes Bier seit 1434? Eine (be)lebende Legende, die man nicht mit dem neuen Gemeindenamen zerschlagen konnte. Aber die könnte ja bald in Bitburg umbenannt werden.
Und Rothenkirchen? Wozu wurde die Namenstradition gebrochen? Feuerwasser gibt es schließlich auch.
Wildenau zählt ebenfalls zur Gemeinde.

Syrau

Gemeinde mit 1.875 EW 1999; 1282 als "Syraw" urkundlich erwähnt. Die Syra blubbert übrigens in Richtung Süd bis Plauen, dort in die Weiße Elster.
zugehörig: Frobersgrün

Syrau Drachenhöhle

Ohne helle Jungs wie Willy, den es am 14. März 1928 heimlich in unheimlich dunkle Höhlen zog, hätte der Ort vielleicht bis heute keine Drachenhöhle. Dieses unterirdische Kalksteinreich ist mit einem ausgebauten Führungsweg ausgestattet. Auch eine bis 1929 betriebene Turmholländerwindmühle wird sorgsam gehätschelt. An Pensionen hat man gute Auswahl. Ort und Umgebung sind mehr als eine Tagesreise wert.

Tannenbergsthal

Gemeinde mit 1.978 EW (1999) im Tal der Kleinen Pyra, umgeben von Fichtenwäldern.
OT Gottesberg entstand wie Tannenbergstals als Bergbausiedlung und war über Jahrhunderte Zentrum des vogtländischen Zinnbergbaues, beginnend um 1500.
OT Schneckenstein, in einer Höhenlage von 890 m. Der Schneckenstein selbst ist ein geschützter, weil in Europa einzigartiger Topasfelsen. Nach dem zweiten Weltkrieg war das Gebiet am Schneckenstein Mittelpunkt des vogtländischen Uranerzbergbaues.
eingemeindet:
Schirbach, Tannenhaus

Theuma

Gemeinde mit 1.106 EW 1999

Tirpersdorf

Gemeinde mit 1.615 EW 1999

Triebel

Gemeinde mit 1.694 EW (1999) mit Wiedersberg

Weischlitz

Weischlitz - herrausragendes Dorfzentrum

Gemeindeverbund mit 1.650 EW (1999), eine relativ großflächige Landgemeinde im Burgsteingebiet;

Wer hier lebt, hat ein Privileg auf Ruhe, Frische und Sauberkeit und ist mit der guten Autobahnanbindung A4 und großem Versorgungszentrum nicht aus der Welt. Das dörfliche Ambiente des Zentrums am Ufer der Weißen Elster ist bemerkenswert, vor allem das holzbraune Sparkassenlogo. Eine neu erbaute überdachte Brücke verführt zum Besuch der Sport- und Parkanlagen. Auch prägen allerhand bürgerstolze Villen das Ortsbild.
Talsperre Pirk - fast wie an der Ostseezugehörig:
Berglas, Dröda, Geilsdorf, Grobau, Großzöbern, Gutenfürst, Heinersgrün, Kemnitz, Kleinzöbern, Kloschwitz, Kobitzschwalde, Krebes, Kröstau, Kürbitz, Pirk, Reuth, Rodersdorf, Ruderitz, Schwand.

Die Talsperre Pirk ist von einem Landschaftsschutzgebiet umgeben, bietet intakte Umwelt und Erholung in purer Natur.

Zwota

Gemeinde mit 1.650 EW 1999; westlich von Klingenthal im engen Tal der Zwota zwischen Elstergebirge und Erzgebirge gelegen; Höhen dicht bewaldet.
Ortsteile: Zwota, Zechenbach und Oberzwota

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