Um einen Eindruck vom Thüringer Schiefergebirge mit seinen ausgedehnte Wäldern, Wiesen, tief eingeschnittenen Tälern und Bergen zu erhalten, sollte man eine Fahrt mit der steilsten normalspurigen Bahn der Welt riskieren. Seit 1923 bestauntes, inzwischen noch aktives attraktives Denkmal, führt die Fahrt vom romantischen Schwarzatal bis in die Hochflächen des Schiefergebirges.

Cursdorf

staatlich anerkannter Erholungsort mit rund 850 EW (2000) in 750m ü.NN., eine ruhiges, 2 km langes Bergdorf nahe der teils wilden Weißen Schwarza; Ortsname geht wahrscheinlich auf einen um 1300 hier lebende Nicolaus Curt zurück.
Glasapparate-Museum; Mattenskipiste mit Skilift

Deesbach

Gemeinde mit rund 500 EW (2002) in 600-730m ü.NN, im Deesbachtal gelegen, umgeben vom Kirchberg (785m) mit dem Fröbelturm (774m) und der Schanze (786m). Der Schiefer- und Erholungsort mitten im Grünen mit der steilsten Ortsstraße Deutschlands und zeigt eine Axt im Wappen - Köhlern und Holzfällern waren die ersten Siedler. Sie lieferten Holzkohle für die an der Schwarza talaufwärts liegenden Hammerwerke. Auch Glasbläserei, Porzellanmalerei, Vogelstellerei und Olitätenhandel waren nachhaltige Erwerbsquellen.
1465 wurde "Teschpach" erstmals urkundlich erwähnt.
erbaulich:
Schiefergedeckte Häuser, steile Wald- und Wiesenhänge, die Wormbergwiesen, Gebirgsforellen, gesunde Luft, Wandern und Wintersport
traditionell: Raanzerfest - wann?
personell: Der Entwickler des "Kuemmerling Bitter", Hugo Kümmerling, wurde 1895 in Deesbach geboren.

Drognitz

zusammengehörig:
Altenbeuthen, Dorfilm, Drognitz, Eichicht, Kaulsdorf, Leutenberg, Lothra, Munschwitz, Neuenbeuthen, Reitzengeschwenda, Scheinbach, Steinsdorf
sehenswert:
Volkskundemuseum in Reitzengeschwenda
Lothramühle
Leutenberg - Marktplatz, Friedensburg
Oberes Saaletal mit Dampferfahrten, Talsperre Hohenwarte, Pumpspeicherwerk

Gräfenthal

Großkochberg

Schloss, Stammsitz der Familie von Stein, die in Diensten des Weimarer Hofes stand, mit der Goethe 1755/88 eng verbunden war. Die Dreiflügelanlage, ein einfacher Bau der Spätrenaissance, enthält eine Goethe-Gedenkstätte, Schlosspark. Dorfkirche mit spätgotischem Flügelaltar.

Königsee

Städtchen mit 5.150 EW (1980) am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges im Tal der Rinne (377 m), erhielt 1287 im Zusammenhang mit der Entwicklung des Erzbergbaus der Umgebung Stadtrecht, wurde Mittelpunkt der schwarzburgischen Herrschaft "vor dem Walde". Königseer Sensen und Sicheln waren begehrt. Seit dem 17. Jh. war hier der Olitätenhandel zu Hause. Heute wird das Gesicht der Stadt durch den Werkzeugmaschinenbau bestimmt, aber auch durch Porzellanherstellung und die Medizin- sowie Orthopädiemechanik.
aufsässig: Im Bauernkrieg 1525 beteiligten sich die Bürger am Bauernaufstand.

Könitz

- Burg Könitz

Lehesten Thüringer W

mit 2.226 EW (2004) auf 35,96 km² und den Orten Brennersgrün, Lehesten, Röttersdorf, Schmiedebach

Leutenberg

Stadt mit rund 2.000 EW (1985), 1326 Stadtrecht, Schloss Friedenburg (16. Jh.)

Lichtenhain

staatlich anerkannter Erholungsort mit rund 400 EW (2000) am Ende der Steilstrecke der Bergbahn mit 320m Höhenunterschied auf 1360 m; saubere Luft und sauberer Panoramablick und bis ins tiefe Schwarzatal, fern von Industrie Lärmfrei;
Immern noch typisch die schiefergedeckten Häusern seine Ursprünglichkeit bewahrt.
Mitte 15. Jh. erstmals urkundlich erwähnt, jedoch vermutlich bereits im 14. Jh. entstanden.
Dank dem damaligen Regierungsbaumeisters Prof. Dr. Ing. Wolfgang Baseler wurde 1919/23 eine Bahn realisiert, die Lichtenstein berühmt machten. Denn aus dem tiefen Schwarzatal durch die Metzeltschlucht herauf zur Bergstation Lichtenhain fahren und bis zu 60 km weit in die Thüringer Bergwelt zu schauen ist ein Knaller.

Mellenbach-Glasbach

im Schwarzatal, Bahnhof und Bergbahnhof für Steilfahrt bis in die Spitzen

Meuselbach-Schwarzmühle

1.535 EW (2004) auf 7,50 km², erstreckt sich vom romantischen Tal der Oberen Schwarza mit Ortsteil Schwarzmühle bis zur Meuselbacher Kuppe (789 m ü.NN.) - das sind über 250m Höhenunterschied.
um 1350 siedelten Holzfäller, Köhler, Harzscharrer und Pechsieder an und gründeten damit den Ort Meuselbach.
Wohl gibz es hier das älteste Pharmaunternehmen Deutschlands und einige kleinere Betriebe der Kunststoff-, Holz- und Glasverarbeitung, aber bereits seit Anfang des 20. Jh. Fremdenverkehr. Gepflegten Parkanlagen, Sauna, Solarium, Dampfbad und frische Luft.

Oberweißbach

Freiedrich Froebels Geburtshaus in Oberweissbach.. Er war sozusagen der erste Kindergärtner

Kleinstadt mit rund 2.000 EW, staatlich anerkannter Erholungsort am Weißbachtal in 570-700 m ü.NN.,
1370 erstmals urkundlich erwähnt, um 1650 einer der zentralen Orte der Schwarzburgisch - Rudolstädtischen Oberherrschaft. In dieser Zeit begann der Olitäten- oder Medizinhandel aufzublühen. Aus dem Sammeln von Heilkräutern und Erfahrung mit den Wirkungen schon seit Siedlungsbeginn durch Köhlern und Pechsieder speziell in Oberweißach, Deesbach, Cursdorf und Meuselbach entwickelte sich im 18. Jahrhundert ein schwunghafter Olitätenhandel. Der Vertrieb der heilsame Kräuteröle, Balsame, Brände und Pillen erfolgte bis weit über die Grenzen der deutschen Länder durch Raanzer, Raanzerte oder Buckelapotheker. Diese Händler trugen noch bis Mitte 19. Jh. ihre Waren in einem ledernen Ranzen auf dem Rücken in die Welt.
Heimische Industriezweige waren später die Porzellanmalerei, Glasbläserei und Kleinglühlampenfertigung.
1932 Stadtrecht.
erbaulich personell:
Am 21. April 1782 wurde hier Friedrich Fröbel, der Begründer der Kindergärten, geboren. Sein Geburtshaus ist seit 1982 Museum, das über Leben und Werk des großen Vorschulpädagogen informiert. Im Fröbelhaus kann man sich auch umfangreiches Wissen über die Heilkräfte der Natur aneignen, sogar Kräuterseminare besuchen.
Der tatsächlich wunderschöne Fröbelturm bietet Ausblick auf das Thüringen Schiefergebirge und weit in das Thüringer Mittelgebirge und nach Oberfranken.
dörflich? - eine der größten Dorfkirchen (1779) Thüringens mit einer überdimensional prunkvollen Kanzel

Sitzendorf

von bewaldeten Höhen umrahmter Ferienort mit 1.290 EW (1980) im Tal der Schwarza.
Im Mittelalter mit dem Erzbergbau verbunden, versuchte 1760 G. H. Macheleid hier Porzellan herzustellen, was ihm auch als erstem nach Böttger und von diesem unabhängig gelang. Seine kleine Manufaktur, die Porzellan aus einheimischer Kaolinerde erzeugte, verlegte 1762 ihren Sitz nach Volkstedt bei Rudolstadt. Die 1850 entstandene Porzellanfabrik exportierte ihre Erzeugnisse in mehr als 40 Länder.

Unterwellenborn

Mit der Bahn kam auch der Aufschwung der Eisenhüttenindustrie. Die Maxhütte, später Edelstahlkombinat mit über 6.000 Beschäftigten, war im 20. Jh. Wirtschaftsstandort.

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