899 erstmals Sitz eines Königshofes erwähnt;
Als im Jahr 1071 ein Benediktinerkloster gegründet wurde, nahm der Ort einen schnellen Aufstieg, wahrscheinlich begünstigt durch den Abbau von Silber und Kupfererzen.
1222 ermals ukundlich genannt;
Stadtrecht seit 1208 (oder 1313?)
Im 16. Jh. wurde die Stadt durch ihre Schnitzerwerkstätten berühmt. Werke aus jener Zeit stehen heute noch in den Kirchen vieler Gemeinden der Umgebung.
Dennoch tümpelte die Entwicklung dahin. Die Grubenbaue des ehemaligen Bergwerkes Jeremiasglück wurden bereis Ende 17. Jh. aufgegeben - daraus wurde ein Glücksfall
Bis 1873 war S. eine kleine Landstadt mit 6.400 EW. Die Wandlung zur mittleren Industriestadt erfolgte mit Ausbau des Bahnnetzes und durch günstige Verkehrslage.
Obwohl Saalfeld von der allgemeinen Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jh. profitierte, konnte die Stadt ihren historischen Kern erhalten. Man findet hier Bauten aus den verschiedensten kunstgeschichtlichen Epochen.
Der historische Altstadtkern weist einige bemerkenswerte Bürgerhäuser der Renaissance auf.
[M] Markt: wundervolles Ensemble bedeutsamer Bauten, speziell der romanische Wohnturm (um 1180), nach einem Brand 1880 stilvoll erneuert, mit Hofapotheke im Erdgeschoss, auch die Gasthäuser.
[R] Rathaus (1517), Gotik, verändert zur Zeit der Renaissance
[1] Stadtkirche St. Johannis (1390/1520), spätgotische Hallenkirche, reiche Bauplastik, schöne Innenausstattung, Figur Johannes der Täufer (um 1500), geschaffen von einem Schüler Tilman Riemenschneiders.

[2] Schlosspark und Schloss: barocke Anlage der Fürsten von Sachsen-Coburg-Saalfeld, von 1676 bis 1720 erbaut, Stuckdekoration und Deckengemälde. In der Gertrudiskirche beim Schloss bemerkenswerter gotischer Schnitzaltar.

[3] Hoher Schwärm: Wahrzeichen der Stadt, Ruine eines Kastells (um 1310?), mit vier Türmen, von denen zwei noch teilweise erhalten sind.
Nebenan das barocke Schloss Kitzerstein (15./16. Jh.)
[4] Franziskanerkloster: Baugeschichte vom 13. bis zum 18. Jh., Festsaal mit Stukkaturen aus der Zeit um 1730, beherbergt heute das Thüringer Heimatmuseum
[5] Blankenburger Straße zum Blankenburger Tor, Boulevard
Feengrotten - 1 km sw: 1911 entdeckt. In den Abbaustollen eines Alaunschiefer-Bergwerkes, das Ende 17. Jh. geschlossen wurde, hatten sich durch eindringendes mineralreiches Wasser zu einer farbig-imposante Tropfstein-Landschaft formiert. Diese "Saalfelder Feengrotte" steht im Guiness-Buch der Rekorde!
Ebersdorf. Die Zusammenlegung mit Saalfeld erfolgte 2003. Der Ort wurde 1401 erstmals urkundlich genannt, war ein kleiner Rittersitz. 1678 Gründung der Grafschaft Ebersdorf durch Graf Heinrich X. aus dem Haus Reuß-Lobenstein, Residenzschloss (1692/94)
weiterhin: Aue am Berg, Beulwitz, Crösten, Wöhlsdorf