Angeln zwischen Schlei und Flensburger Förde

Ländliche Idylle mit viel Wiese, Feldern, Wasserläufen, großen Höfen, Herrenhäusern, Windmühlen, alten romanisch geprägten Feldsteinkirchen zwischen Flensborger Förde und Schlei. Viele Ortsnamen enden hier auf "by", was im Dänischen "Dorf" bedeutet
Höchste Erhebung weit und breit ist der Scheersberg (70m). Vom Bismarckturm reicht die Sicht über die Landschaft Angelns und die Ostseeküste, bei gutem Wetter bis nach Dänemark.

Arnis

kleinste Stadt Deutschlands besteht hauptsächlich aus einer Allee sowie einem Fachwerk-Kirchlein und vielleicht mehr oder meist weniger als 300 EW.

Bergenhusen

von Störchen als Wohngegend bevorzugt. Vielleicht finden sie die Reetdächer in ökologischer Hinsicht recht angenehm.

Borgwedel

am Südufer des hier breitesten Schlei, Louisenlund, Jugendherberge

Busdorf

Runenstein am westlichen Ortsausgang, mit dem der dänische König Sven Gabelbart um 1000 an einen gefallenen Getreuen erinnern wollte. Es handelt sich dabei um eine Nachbildung.

Dannewerk

richtiger sollte sich das Dorf "Danewerk" schreiben, abgeleitet von dem großen Werk der Dänen, einer ab dem 8. Jh. umfangreich angelegten Befestigungsanlage gegen die Eroberungsgelüste der Franken. Das Museum Danevirkegarden informiert über diese Geschichte. Das berühmteste Wallstück, die Waldemarsmauer (12. Jh.), führt gleich hinter dem Museum wohl 4 km nach Südwest bis zu einer Schanze aus dem deutsch-dänischen Krieg. Ein anderes Stück führt von hier aus zur Thyraburg (13. Jh.)

Esgrus

verstreute Gemeinde aus Einzelhöfen und einer Moränenkuppe mit einer Kirche, deren Kirchenschiff aus 12. Jh. mit dem Alter der umstehenden Bäume konkurriert. Altgermanischer Siedlungsort?

Gelting

Kneipp-Kurort an der Geltinger Bucht. Als Reisen noch bildete, brachte ein weitgereister Nordfriese die Idee für das schmucke Herrenhaus von Gut Gelting mit. Aus Indonesien, das man damals auch dreist Neuholland nannte. Etwas holländisch sieht es auch aus.

Glücksburg

Seebad Städtchen etwa 10 km nordöstlich von Flensburg

Gluecksburg Schloss © Fotowerner

ehemalige Residenz Wasserschloss Glücksburg

Das Wasserschloss Glücksburg (Ende 16. Jh.) ist malerisch gelegenen und besonders ansehnliche, ganz in Weiß verputzte Renaissance mit 4 Ecktürmen, prachtvollen Gewölben, erlesenem Mobilar, Gemälden, unverkäuflichen Teppichen... ein gutes Museum halt.

Kappeln

spätbarocke Backsteinkirche, schönes Stadtbild, noch bestehende Heringszäune an der Schlei

Langballig

Das alte Fischerdorf an der Langballigau hat einen feinen, weißen Sandstrand. Das ist an der Flensburger Förde ganz selten. Aber viel aufregender und wildromantisch ist eine Wanderung am Autal der Langballig ins Land. Man könnte aber auch vom Hafen aus nach Dänemark kuttern oder im zerzausten Eichenholz in Richtung Glückburg Gespenster fotografieren oder Zwergschwäne größer füttern.

Satrup

Sörup

berühmte Marienkirche (12.Jh.), vielleicht schönste Granitquaderkirche in Angeln, mit barocker Kanzel (1663), bedeutendes Schnitzwerk von Hans Gudewerdt d.J.
nahe liegend:
Südensee 70ha mit schönen Badeplätzen und Angelmöglichkeiten

Steinberg u. Steinbergkirche

In Steinberg zeigt ein kurioses Dachbodenmuseum bäuerliche Möbel und Gerätschaften. Im Nachbarort Steinbergkirchen steht die kleine romanische Dorfkirche St. Martin, innen barock ausgestattet und mit eines Dreimasters (1840) bestückt.

Süderbrarup

touristisches Zentrum der Region;
nördlich liegt das Thorsberger Moor, wo allerhand eisenzeitlich Stücke ausgegraben wurden, von denen viele im Archäologischen Landesmuseum in Schleswig ausgestellt sind. Das Bernsteinmuseum ist zwar nicht in Deutschland einmalig, wie immer noch gern behauptet wird. Gesamtdeutsches Denken sollte über den Tellerrand reichen. Trotzdem ist das Museum in historischen Wassermühle besuchenswert.

Süderstapel

- Luftkurort über der Eider am geestigen Stapelholm (Holm = Insel!) gelegen

Tarp

Die Landschaft rund um Tarp ist ein guter Tipp für Naturerkunder und -genießer. Die Treene, entspringt im Treßsee südlich Flensburg und verläuft sich dann bei Friedrichstadt in der Eider. Ihr Oberlauf blieb bis heute recht naturbelassen, weist deutliche Spuren der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren auf – an einem der schönsten Flüsse Schleswig-Holsteins.

weiter im Kreis:

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