Stadt mit rund 26.000 EW (2002) in 56m ü.NN. am Nordufer der verbreiterten Schlei;
804 erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Wikinger hatten in Haithabu, dem Ort an der Heide, ein Siedlung als bedeutendes Handelszentrum für den Verkehr zwischen Nord- und Ostsee errichtet. Um 1066 wurde Haithabu von slawischen Stämmen zerstört. Gleichzeitig entstand am nördlichen Schleiufer eine deutsche Siedlung, Schleswig, der Handelsplatz an der Schlei.
1200 zur Stadt erhoben und noch Sliaswic genannt.
Im Mittelalter war Schleswig lange Bischofssitz, 1544 bis 1713 die Inselburg Gottorf Residenz der Herzöge von Schleswig bzw. der Herzöge von Holstein-Gottorf.
1721 wurde Schleswig dänisch, kam dann aber im 19. Jh. an Preußen.
Der historischer Stadtkern mit dem mittelalterliche Dom- und der Marktstadt und Fischersiedlung Holmam am Nordufer der Schlei, dazu Friedrichsberg und die ehemalige Residenz Schloss Gottorf. Da musst du hin!
[R] Rathaus: klassizistisch, 1794, mit ihm verbunden das Graukloster der Franziskaner, gegründet 1234.
[1] Dom St.Petri: gotische Hallenkirche (Bauzeit zumeist 13. bis 15. Jh.), gotischer Kreuzgang, 112m hoher Turm (1894). Reiche Innenausstattung, besonders der geschnitzte, 16 m hohe Bordesholmer Altar des Hans Brüggemann (1514/21), der Christophorus vom selben Künstler, Grabdenkmäler und Sarkophage, u.a. Marmorgrab des Dänenkönigs Friedrich I.. Westlich vom Dom das Königsteinsche Palais, schräg gegenüber der Hattenhof aus dem 16./17.Jh.
[2] Am Hafen
[3] Fischersiedlung Holm, traufständige Häuser (18./19. Jh.), Fischerfriedhof mit kleiner Kapelle
[4] St. Johanniskloster im Ortsteil Holm, Kirche einschiffig, oft verändert, Inneneinrichtung überwiegend barock, hölzernes Sakramentshaus, vollständiger Kreuzgang.
[5] beeindruckende Giebelhäuser in dieser Straße, so Nr. 9, 11, 19 und weiter nördlich der Schmiedenhof und das Freinssche Haus.
[6] Ostdeutsche Heimatstuben, Museum Stadtweg 57
[7] Präsidentenkloster: ein Armenstift von 1656 in der Neustadt. Es beherbergt die Ostdeutsche Heimatstube und das Museum für Outsiderkunst.
[8] Schloss Gottorf auf der Schlossinsel in der Schlei. Die malerisch gelegen Vierflügelanlage ist hauptsächlich um 1700 entstanden und die größte Schleswig-Holsteins. Außen schlicht wirkend, innen beundernswert: Von Moorleichen bis zum Nydam-Boot (3.Jh.) ist viel Interessantes zu sehen.

Das Schloss beherbergt heute das Schleswig-Holsteinische Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte (Gemälde, Plastiken, Wohnkultur, Fayencen, Jugendstil, Reisekultur, Volkskunde) und das Archologische Landesmuseum der Christian-Albrecht-Universität mit prähistorischen Sammlungen.
Die Außenstelle des Museums in Haddeby mit dem Hafenrest ist im Sommer per Boot erreichbar.

Haithabu, außerhalb südlich der Stadt:
Der ehemals Handelsplatz der Wikinger, im 11. Jh. zerstört, ist als rekonstruierte Anlage zu besichtigen.
bummelig: auf dem Gottdorfer Damm entlang der Schlei