Um 714-741 drangen die Karolinger bis zur Elbe-Saale-Linie. Das Gebiet wurde anschließend durch Hersfelder Mönche missioniert. Die frühe Geschichte des Kreises ist in enger Beziehung zu Halle zu sehen, wo 905/906 ein fränkischen Kastells errichtet wurden.
917 wird ein Dietmar von Wettin im Gefolge Heinrich I. erwähnt. Der "Buziker" Dietrich I. 982 sitzt als Lehensträger in Wettin. 1288 (1290) Wettinische Lande gehen an das Erzstift Magdeburg. 1324 Bündnis der Städte Halle und Magdeburg gegen Erzbischof Burchard (anhaltende Streitigkeiten). 1650 fiel der Saalkreis nach dem westfälischen Frieden an Brandenburg. Das Amt Petersberg kam 1698 durch Kauf nach Brandenburg.
1717 wurden sämtliche Lehensverhältnisse wie Rittergüter abgelöst.
1900 erfolgte der Anschluss mehrerer Saalkreisdörfer an die Stadt Halle.
Stadt mit 14.700 EW (1980) am rechten Ufer der Saale und an der Eisenbahnlinie Weißenfels-Leipzig, war wichtige Wohngemeinde des Leunawerkes.
sehenswert:
gepflegter Kurpark mit Gradieranlagen und das Museum im Turm der 1763 durch Ingenieur G. Borlach erschlossenen Solequelle.
Stadt mit rund 5.000 EW (1985) und ehemalige Kaiserpfalz Heinrich II., 1684 als Wohnsitz des Herzogs Philipp von Sachsen-Merseburg umgebaut, ab Mitte 18. Jh. konsequenter Umbau der gesamten Anlage als Kuranlage. Sächsisch-thüringer Hofadel und ranghohes Militär machten begabten Dichtern klar, was Literatur ist. Wo immer solches geschah, war auch ein Goethe nicht weit. Er sorgte schließlich dafür, dass das volksnahe "bretternde Komödienhaus" einem intim kleinen Sommertheater im Gartenhäuselstil weichen musste. Sicher war er dort gern mal Alleinunterhalter im Goethe-Theater. Aber es gibt hier auch ein Schillerhaus.
erbaulich:
Historische Kuranlagen mit Teich, Pavillons (1776), Kursaal (1780), die hölzernen Kolonnaden (1785)
Gemeinde mit rund 1.500 EW auf ca. 727 ha;
sehenswert:
Kirche mit Gruft, Bauernstein in der Rosa-Luxenburg-Straße,
Kriegerdenkmal am Karl-Marx-Platz, Lutherlinde und Bismarckeiche am Karl-Marx-Platz
Moltkeeiche am Karl-Marx-Platz, Wilhelmseiche in der Rosa-Luxenburg-Straße.
800 Erste Ansiedlung: (Eintrag im Hersfelder Zehntenverzeichnis)
1888 Der Bau der Bahnlinie Teutschenthal - Salzmünde erfolgte und durch J.G.
Boltze erhielt das Dorf einen Bahnanschluss und damit eine Anbindung an die
Bahnstrecke Halle Kassel.
1893 Das Steigerhaus der Grube Sophie lie der Rittergutsbesitzer Koch erbauen.
1910 Die Gemeinde Bennstedt erhielt das erste elektrische Licht. Die Kilowattstunde
kostete damals nur 90 Pfennig. 1911 Um eine bessere Befrderung der Braunkohle
zu erzielen, wurde die Grubenbahn durch den Lustgarten gelegt.
1912 Durch eine Erweiterung der Grubenbahn, konnte sie zum einem zu den Kochchen
Kalkwerken fahren und zum anderem zur Verladerampe auf dem Bennstedter Bahnhof.
Braunsbedra, Stadt
barockes Herrenhaus Apels Gut, ehemals derer hier seit 1484 ansässigen von Bose, die dann verarmten und verkauften
Gröbers , Stadt
Großkugel , Stadt
Hohenthurm , Stadt
OT Bündorf Rittergut (1703), an dessen Treppenportal noch die Buchstaben EDHZS zu erkennen sind. Die Witwe des Herzogs Christian II. Erdmunte Dorothea Herzogin Zu Sachsen-Merseburg ließ es sich errichten. Das palaisartige Schloss und Musikpavillon entstanden 1720/30, nachdem Adolph Freiherr von Zech das Grundstück erwarben hatte.
Stadt
1136 erhielt die Abtei Niemegk die Kirche auf dem Kapellenberg;
1160-86 wurde Burg Landsberg erbaut.
In der Schlacht bei Landsberg 1203 zerrieben die Grafen von Brehna ein abziehendes Heer der Braunschweiger.
1454 erstmals als Stadt bezeichnet.
Stadt mit rund 9.000 EW (1985), Rathaus (1571), Pfarrkirche (14./15. Jh.);
OT Sankt Ulrich: Wasserschloss und Garten
Stadt; bedeutendes dreiflügliges Barockschloss (1713), bis 1945 in Besitz der von Veltheim. Das weltoffen intellektuelle Erbe wird durch den Ostrauer Kulturverein gepflegt.
1124 Einsetzung Augustiner Mnche des Klosters Neuwerk auf dem Petersberg und Baubeginnund, Begrbnisstätte der Wettiner Grafen
961 ging mit Schenkung der beiden ostsaalischen Gaue "nudzici" und "neletici" auch der Burgort Sputinesburg (=Rothenburg) an das Moritzkloster zu Magdeburg.
Stadt am vorspringenden Porhpyrfelsen bei der Mndung der Salza in die
Saale,
979 erste urkundliche Erwhnung; frühzeitliche Besiedlung (wohl 3.000 v.d.Z.)
verwundert kaum - geschützte Lage, Schutz vor Hochwasser, Wasser und Fischreichtum,
fruchtbarer Boden - was verlangt man mehr. Ein bisschen Frieden.
Hier trafen einst drei Gauen zusammen, von verschiedenen Stmmen und Nationen
bewohnt. Die Hneburg auf dem heutigen Schloberg diente als Grenzburg des Schwabengaues.
Der Grenzverlauf des Hassegau bildeten Salzke, Saale, Unstrut, Helme und der
Sargraben bei Wallhausen. Auf dem rechten Ufer der Saale vor Salzmnde lag der
Gau Neletici, deren Hauptburg in Wettin stand.
Schloss Teutschenthal, 1883/85 als Wohnsitz der Familie Wentzel errichtet und 1910 umgebaut; Carl Wentzel gehörte dem Reuschkreis an, der sich hier traf und die Ermordung Hitlers plante. Nach missglücktem Putsch wurde er in Berlin hingerichtet. Zum Schloss gehört ein großer Landschaftspark. Führungen sind ebenso möglich wie Kaffe und Kuchen auf der Schlossterrasse im Hotel garni.
Albersroda Alberstedt
Barnstädt Beuna Branderoda
Burgliebenau Delitz Esperstedt
Farnst Frankleben Friedensdorf
Geusa Gröst Günthersdorf
Horburg-Maßlau Kötschlitz
Klobika Korbetha Kreypau
Krumpa Langeneichstädt
Luppenau Milzau Nempitz
Nemsdorf-Göhrendorf Obhausen
Oebles-Schlechtewitz Oechlitz
Raßnitz Rodden Röglitz
Schraplau Spergau Steigra
Tollwitz Wallendorf Wünsch
Zöschen Zweimen
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