Wo das Südharz tropft und Kupferschiefer wartet

... geht nach Osten der Harz in das Mansfelder Hügelland über.

Abberode

im schönen Übergangsgebiet zum Unterharz;
Rammelburg - etwas südliches gelegenes Schloss (13. Jh., erweitert 16./18. Jh.)

Gerbstedt

Wer keine Chance auf große Architekten-Projekte hat, verlegt sich auf das Kopieren und ersetzt Unikate durch viel kleine Masse. Insgesamt dürfte die Erhaltung der 30 Günter-Beinert-Burgen aufwendig und teuer sein. Doch wenn es sich irgendwie auszahlt, wird weiteres Bauland für Miniburgen ausgewiesen werden. Vielleicht müssen dazu gar das historische Rathaus, das Schloss (um 1905), die Reste des ältesten Klosters (985-1574) im Mansfelder Land und weitere weichen. Wenn dann die 1000. Burg in Gerbstedt erbaut ist, wird die Umbenennung Tausendburgstedt beantragt werden. Denn die Gerber spielen hier kaum noch eine Rolle.

Hettstedt

Hettstedt Zuckerhut © Karina Baumgart

>alte Bergbaustadt im engen Tal der Wipper, Wasserburg - seit 1394 bis zum 30jährigen Krieg Residenz der Grafen von Mansfeld. Fette Jahre als bedeutendes Zentrum der Kupfergewinnung erlebten die Kupferschiefer-Grafen 1200 bis 1600. Durch modernere Technik gab es eine Renaissance um die Mitte des 20.Jh. Im Ortsteil Kupferberg profitierte auch die Kirche vom Gewinn der fetten Jahre und konnte zwei stattliche Kirchenauten finanzieren.
OT Burgörner, erstmals 1342 als Besitz der Mansfelder Grafen urkundlicherwähnt, Barockschloss (1721, von Dachröden); Museumsgelände zu Beginn und Niedergang des Mansfelder Bergbaus im Revier - was wurde daraus?


Hornburg

staatlich anerkannter Erholungsort (1991) mit rund 3.000 EW, kleine mittelalterliche Fachwerkstadt im Vorharz, über der noch die Hornburg thront.
Die Altstadt gilt als Kleinod mittelalterlichen Fachwerkbaus und steht unter Denkmalschutz. Markant der Dicke Turm in der Burgmauer, das Stadttor mit dem alten Wappen, reizvolle Durchblicke in romantische Winkel und Gassen;
Marienkirche (1616), Wassermühle, Heimatmuseum;
Homburg wurde 1978 Bundessieger im Wettbewerb "Stadtgestaltung und Denkmalschutz im Städtebau".

Klostermansfeld

Wieso um 1158 das hier bereits existierende Kloster Verstärkung durch Mönche aus Jerusalem erhielten, die bereits den brandenburgischen Markgrafen Albrecht den Bär beim Pilgern beistanden? Was hat er da wohl alles wie erpilgert. Bestimmt haben die Orientalen geschlossen jubelnd am Straßenrand gestanden. Oder vor den Burgmauern. Man weiß einfach zu wenig. Jedenfalls plünderten 1525 Bauern das Kloster und Luther bezeichnete sie als Pöbel. Pöbel ist ungebildet und taugt allenfalls zum Arbeiten und etwas Beten, zur Not eben in schlichter Landessprache.

Sandersleben

3.342 EW (2002), 7535 ha am seit der Jungsteinzeit besiedelten Wippertales. Wahrscheinlich gründeten dann Angeln oder Warnen ein Gehöft (4.Jh.). Die sich daraus entwickelte Siedlung wurde erstmals 1046 in einer Urkunde König Heinrich III. unter wettinischer Hoheit genannt; Stadtrechte ab 1340 urkundlich nachweisbar.
Im 14. und 15. Jahrhundert wirtschaftliche Blütezeit durch Kupferbergbau (1438) in der im 17./18. Jh. noch forciert wurde. Sandersleben selbst war über Jahrhunderte eine Ackerbürgerstadt. Weil Handwerk, Handel und Gewerbe zur Existenzsicherung seiner Einwohner nicht ausreichten, betrieben diese auch Landwirtschaft und Bierbrauerei, 1416 Hospital; bald war S. bedeutender Handelsplatz, wurde im Volksmund auch Klein Leipzig genannt.
Mit dem Bau der Zuckerfabrik 1850 und der Ludwigshütte 1861/62 setzte die Industrialisierung ein. Zusätzlich zu den Kupferschächten wurde seit 1852 eine Braunkohle-Zeche betrieben. Und zwischen 1872 bis 1879 wurde Sandersleben zu einem bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt.
1969 entstand der Landtechnische Anlagenbau (LTA; ehemals MAS), 1976 Gründung ein Betriebes für Landtechnik.
Erst nach 1990 die Ludwigshütte geschlossen. Auch hier begann eine Vökerwanderung, genauer: Abwanderung etwa 20%. Die Zahl der Kleinstbetriebe stieg mit der Arbeitslosenzahl ebenfalls.

Seeburg

Seeburg Schloss © HPW

Schloss Seeburg


Sylda - Burg Arnstein
Wansleben, Gemeinde

Allstedt

geruhsames Ackerbürgerstädtchen mit rund 4.000 EW, aufschlussreicher Bauernarchitektur, Burg Allstedt, Schloss (16./17. Jh.) mit Park; Rathaus (15. und 17.Jh.)

Berga

Stadt. Das von Zechsteinbergen umsäumte Thyratal bot mit seiner 1700m langen Gipshöhle, der Heimkehle, Nutzung als Arbeitslager des Konzentrationslagers Mittelbau Dora. Verdammt anheimelnd.

Wiederstedt

1261 Dominikanerinnenkloster in Oberwiederstedt, davon erhalten die Klosterkirche; noch 1585 entstand dort ein Renaissancschloss, an den sich süclich ein weiträumiger Landschaftspark anschließt. 1632 wurde das Schloss Familiengut und Stammsitz der obersächsisch-freiherrlichen Linie der Familie von Hardenberg. Hier wurde 1772 auch der Dichter Friedrich von Hardenberg geboren - Forschungsstätte für Frühromantik und Novalis-Museum

Kelbra

Kelbra, Blick vom Kyffhäuser bis in die Goldene Aue © Volker ZStadt mit rund 4.000 EW (1985) nördlich des Kyffhäusergebirges am Rückhaltebecken Kelbra (1962/66; 35,6 Mill. m³), Helmestausee;
Martini-Kirche (im Kern 10. Jh.), Klosterkirche (14. Jh.), Rathaus (1774); Ruine Rothenburg (13. Jh.)

Blick vom Kyffhäser Richtung Nord


Oberröblingen, Stadt
Riestedt, Stadt
Roßla, Stadt

Rottleberode

Das im Thyratal abgebaute Anhydrit wurde hier zu Gips gebrannt.

Tilleda - alte Kaiserpfalz, Burg Rothenburg
Wallhausen, Stadt

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