Stadt mit rund 8.500 EW (2008) auf 80,73 km² in 200m ü.NN.
Nach Osten geht der Harz in das Mansfelder Hügelland über: Seit Jahrhunderten wird dort aus dem schwarzen Kupferschiefer Kupfer ausgeschmolzen. Damals besaßen die Grafen von Mansfeld das Kupferbergregal, und bereits im 16. Jh. wurden für den Saigerhandel Gesellschaften gebildet, an denen Bürger und Feudalherren beteiligt waren. Mansfelder Bergleute standen im deutschen Bauernkrieg 1525 auf der Seite der Bauern.
Nach dem ersten Weltkrieg beteiligten sich Mansfelder Hüttenarbeiter an der Niederschlagung des Kapp-Putsches und am mitteldeutschen Aufstand 1921.
Mit seinen Romanen "Märzstürme" und "Die Fahne von Kriwoj Rog" wollte
Otto Gotsche, dem Heldentum der Mansfelder Arbeiter ein literarisches(?) Denkmal
setzen.
Aus der hoch oben im 11. Jh. errichteten Burg der Mansfelder Grafen wuchs
ein gigantisches Renaissance-Schloss aus Vorder-, Mittel- und Hinterort mit
imposanter Kapelle.
1790 kaufte der preußische Bergrat
Bückling, der mehr durch höfische Haltung als durch guten Geschmack
glänzte, die Orte und und ersetzte Teile des Vorderorts durch ein Wohnhaus,
das so häßlich gewesen sein soll, dass es die nachfolgenden Eigentümer
Familie von der Recke gleich wieder abriss. Vielleicht war es preußisch
exakt und schnörkellos zweckmäßig, so eine Art Vorläufer
modernen Bauens? Wir wissen es nicht, oder?
Wer heute von Mansfeld spricht und weiß wovon er spricht, redet am besten
nur über Luther. Immerhin hat er hier in seiner Kindheit Gebeten gelauscht!
Hat der geschichtenträchtige Ort auch eine Gegenwart oder Zukunft?