Der Ort wurde bei Streitigkeiten wiederholt schwer zerstört. Im deutschen Bauernkrieg stand die Bürgerschaft an der Seite der aufständischen Bauern und wurde dafür von den Fürsten hart gestraft.
Die Kleineisenindustrie war hier traditionell hoch spezialisiert. Bereits 1408 gab es in Schmalkalden Stahl- und Schwertschmiede, Klingen-, Messer- und Sichelschmiede. Das 18./19. Jh. brachte wirtschaftliche Stagnation. Nach 1945 entstand hier das Hauptwerk des größter Werkzeugherstellers der DDR, Smalcalda. Noch heute produziert Schmalkalden Werkzeuge und Bestecke. Welche Firmen?

Blick über Schmalkalden mit Stadtkirche
Der historische Stadtkern mit zahlreichen Fachwerkhäusern steht seit 1976 unter Denkmalschutz und an der Deutschen Fachwerkstraße. Er zählt zu den schönsten in ganz Thüringen. Die Weidebrunner Vorstadt gehört unbedingt dazu.
[A] Altmarkt: Ensemble mit mehreren Denkämlern, zum Beispiel die Todenwarthsche Kemenate (Anfang 16. Jh.) und die Rosenapotheke
[N] Neumarkt
[R] spätgotische Rathaus, später stark verändert, Sitzungssaal des Schmalkaldischen Bundes mit Wandmalereien

[1] Stadtkirche, spätgotische Hallenkirche St. Georg, schöne Gewölbe, feines Maßwerk, Wandmalereien von 1503, über der Sakristei eine Lutherstube, Museum mit Kirchenschätzen.
[2] Stadtmauerring, doppelt, 14./16. Jh., Pulverturm (wo?)
[3] Hessenhof, Fachwerkbau. In der Trinkstube im Keller spätromanische Fresken, Darstellungen aus der Iweinsage(?), älteste Profanmalerei in Deutschland
[4] große Kemenate
[5] Lutherhaus

[6] Schloss Wilhelmsburg - Juwel der Renaissance in Hanglage oberhalb der Stadt, mitsamt den Außenanlagen, 1585/89 Residenz des Landgrafen Wilhelm IV., Schlosskapelle mit hölzerner Renaissanceorgel (eines der ältesten heute noch spielbaren Instrumente Europas), Bankettsaal, Weißer Saal, schöne Wandmalereien, wertvoller Stuck;
heute Kreisheimatmuseum - Schlossgeschichte und Reformation.
OT Weidebrunn:
Neue Hütte (Happelshtte, 1835) klassizistisches Industriedenkmal, Holzkohlehochofen
wichtig: FH Schmalkalden