Meiningen

zentralste Kulturstadt Europas mit hervorragendem Theater und 23.000 EW (2002); 25.900 EW (1980) 450m ü.NN. im Werratal. Bewaldete Muschelkalk- und Buntsandsteinhöhen umgeben sie, überragt im Westen von der Großen Geba (751m) und dem nördlich sich erhebenden Dolmar (739m). Nach Westen erstreckt sich die Rhön, nach Osten das reizvolle, waldreiche Gebirgsvorland des Thüringer Waldes.

Bereits nach dem 6. Jh. war Meiningen ein Stützpunkt fränkischer Macht. 982 urkundlich das erste Mal erwähnt, erhielt der Ort im 12. Jh. Stadtrechte. Ende des 14. Jh. wurden bis zu acht Märkte jährlich abgehalten. Mehrfach kam es zu Erhebungen der Bürger gegen das Stadtregiment der Würzburger Bischöfe und deren Rat. 1525 waren die Meininger auf der Seite der aufständischen Bauern. Ein furchtbares Strafgericht war die Folge. Die Bürger verloren früher errungene Rechte. Viele wurden öffentlich hingerichtet.
Mit der Errichtung des Herzogstums Sachsen-Meiningen 1680 wurde Meiningen Residenzstadt und erhielt unter Herzog Bernhard l. ein Prunkschloss nach Versailler Manier und die nördliche Residenzvorstadt.
Meiningen war noch in der 2. Hälfte des 19.Jh. reine Beamten- und Soldatenstadt. Erst spät kam es zu industriellen Ansiedlungen. Dafür entwickelte sich die Stadt zu einem Kulturzentrum Südwestthüringens.

Meiningen - die Theaterstadt

Um Mitte 19.Jh. vom Meininger Theater ausgehende Reformen beeinflussten das Theaterleben Europas nachhaltig, indem es den Schwerpunkt auf historische Detailtreue, große künstlerische Disziplin, echte Massenhandlung sowie auf die Unterstreichung des eigentlichen Ideengehalts der Dichtung lenkte, die bis dahin im Theaterleben zu kurz kam. Die Meininger" gastierten an allen großen Bühnen Europas.

Meininger Marktplatz

Meiningen Marktplatz mit Heinrichsbrunnen © Henry Czauderna

erbaulich historische Altstadt

mehrere Fachwerkhäuser im hennebergisch-fränkischen Stil, die mit verzierten Hölzern ausgestattete Fache aufweisen; zahlreiche Schaubrunnen und Brücken. 1874 ging bei einem Stadtbrand das alte Rathaus verloren.

Sehenswertes Und Markantes in der Innenstadt von Meiningen

[1] Stadtkirche "Unserer lieben Frauen" mit gotischem Chor (14. Jh.), Grabdenkmäler aus dem 15./18. Jh., die berühmte "Steinerne Madonna" (14. Jh.) sowie die Holzplastik "Der Gekreuzigte" ( Werkstatt des Veit Stoß?)
[2] gastronomischer Schlupfwinkel
[3] Kirche Unsere Liebe Frau
[4] Schlundhaus, ehemals "Haus zum Stern. In diesem Ratskeller mit beeindruckendem Erker sollen angeblich die Thüringer Klöse erfunden worden sein; Hotel
[5] Kleinkunstbühne Rautenkranz
[6] Kunsthaus Ernestinenstraße


Meiningen Schloss Elisabethenburg © Henry Czauderna

[7] Schloss Elisabethenburg, 1682/97 an Stelle einer älteren Burg gewaltige hochbarocke Dreiflügelanlage erbaut. Es war bis 1918 Residenz der Meininger Herzöge, Schlosspark

[8] Theater Meiningen am Englischen Garten


museal:
natürlich

Englischer Garten
Waldpark Herrenberg
Parkfriedhof Berliner Str. 13
Goetz-Höhle, Am Dietrich

erdichtet:

Baumbachhaus (Burggasse 22) erinnert an den Dichter Rudolf Baumbach (1840-1905), dessen Volkslieder (Hoch auf dem gelben Wagen", Lindenwirtin, du junge..." u.a.) weite Verbreitung erlangten.
In Bauernbach lebte Friedrich Schiller (kam am 7. 12. 1782 als Flüchtling nach Meiningen) ein halbes Jahr auf dem Gut der Frau von Wolzogen.

Stadtteile/ Eingemeindungen
Sehenswertes und Markantes in der Innnenstadt von Meiningen

Bauernbach, Belrieth, Einhausen, Einödhausen, Ellinghausen, Geba, Gerthausen, Haselbach
Helmershausen - Schwarzes, Gelbes und Rotes Schloss mit Schlossgarten, Dom der Rhön, Burgruine auf dem Hutsberg 631 m ü.NN.
Hermannsfeld- Kirche mit Wehrmauer, Jagdschloss mit Fasanerie;
Herpf, Neubrunn, Obermaßfeld-Grimmenthal, Rhönblick, Ritschenhausen, Seeba, Stedtlingen (Stedtlinger Moor, Peterseemoor), Stepfershausen, Sülzfeld, Unterharles, Untermaßfeld, Utendorf, Träbes (Naturdenkmal Träbeser Loch), Vachdorf, Wolfershausen

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