Naturpark Thüringer Schiefergebirge Obere Saale

An der Wand des Bohlens 3 km südlich von Saafeld werden in einem natürlichen Aufschluß von 700 m Länge und 120 m Höhe die stark verfalteten Schichten des mittleren Erdalterums sichtbar. Die imposanten Gesteinsfalten sind von oben her abgeschnitten und werden von hellen Zechsteinkalken horizontal überlagert. Hier ist der Rand des Thüringer Schiefergebirges. An nordwest-südöstlich verlaufenden Verwerfungen und in einer großen Abbiegung sinken die Schichten des Erdaltertums in größere Tiefen ab. In den ungefalteten darüberliegenden Schichten des Zechsteins und der Trias (Buntsandstein und Muschelkalk) wusch der Fluss einen weiten durchgängigen Talkessel. Nach Osten hin öffnet sich die weite Orlasenke, von Westen her mündet das Tal der Schwarza in den Kessel, und nach Nordwesten führt das Rinnetal Richtung Erfurt.

Blankenstein

Wer nicht nur gern das Lied singt "Ich wand're ja so gerne..." und alle 168 Kilometer des Rennsteigs erwandern will, der beginnt am besten hier in Blankenstein

Gefell

- Stadt mit 2.992 EW (2001)

Hirschberg Saale

Stadt mit 2.659 EW (2001)
OT Lehesten: Technisches Denkmal "HistorischerSchieferbergbau" am Schieferlehrpfad

Bad Lobenstein

Stadt mit 7.274 EW (2001); 560m ü.NN.; Moorbad an der Reußischen Fürstenstraße
Lobensteiner Schloss (1996 in Sanierung), nach Aussterben der Lobensteiner Linie bis 1843 Witwensitz
Stadt-/Ortsteile:
Lobenstein, Gallenberg, Saaldorf, Helmsgrün, Homsgrün, Lichtenbrunn, Oberlemnitz, Unterlemnitz

Neustadt an der Orla

Stadt mit 9.368 EW (2001), 9.750 EW (1980), in einer Weitung der Orlasenke gelegen, wirtschaftlich von Gerberei und Tuchherstellung beeinflusst, seit dem 12. Jh. gewerblicher Mittelpunkt eines vorwiegend land- und forstwirtschaftlich genutzten Gebietes, 1287 Stadtrechte;
sehenswert:
am Markt gut erhaltene Bürgerhäuser, Rathaus in Spätgotik (1465), Ratsapotheke (1783), Johannis-Kirche (15./16. Jh.) verzierungsbeladen, mit beachtlichem Erker

naheliegend:
Wolfersdorf mit Wasserschloss "Fröhliche Wiederkunft" von Renaissance-Baumeister Großmann 1547/52, einst fürstliches Jagdhaus. Das mit zahlreichen Kuppeln und Türmchen versehene Gebäude wurde 1858 umgebaut.

Oppurg

Schloss Niederoppurg (18. Jh.), Türkenhof (16. Jh.), Dorfkirche (17. Jh.)

Plothen

Im Plothener Seengebiet bestehen im wasserundurchlässigen Tonschiefer- und Grauwackegelände 500 größere und wohl 1000 kleinere teils künstlich angelegte Teiche, die bereits 1074 von Mönchen aus Mildenfurt (bei Weida) bewirtschaftet wurden und sicher den Ausdruck "Himmelsteiche" passend fanden. Seltene Wasservögel und -pflanzen beleben diese fischwirtschaftlich interessante Landschaft. Der Große Hausteich ist auch attraktiv für Wassersportbegeisterte. Am Fürstenteich schwimmen fürstliche Enten. Ein Starenwunder aber findet im Herbst am Rohrdeich statt - So viele Stars findet man selten auf einer Bühne!

Pößneck

altes Städtchen mit 18.900 EW (1980), malerisch gelegen in der Orlasenke.
Stadtrecht seit 1325; Im Mittelalter Tuchmacherei, Gerberei, später Textilindustrie und Lederverarbeitung.
sehenswert:
- Rathaus (15. Jh.), Spätgotik, Ziergiebel und überdachte Freitreppe (it. Renaissance 1531)
- Brunnen
- Mauritiuskirche (15. Jh.)
- Stadtkiorche St. Bartolomäus, Gotik

Ranis

Stadt mit 2.026 EW (2001) auf einem der Riffe am Südrand der hier weiträumigen Orlasenke gelegen;
Auf dem Burgberg mit beeindruckender Burg Ranis, deren älteste teils noch erhaltene Teile um 950 entstanden. Erweiterung und Umbau hielten bis ins 16. Jh. an., schöner Palas, Renaissancegiebel, 200 Jahre lang Kaiserpfalz. Vom Turm der Burg ist eine weite Aussicht über die terrassenartig zur Burg emporsteigende Stadt und das weite Oberland möglich, jedoch nicht bis in die Ilsenhöhle
1381 Stadtrecht;

Saalburg-Ebersdorf

Stadt mit 1.417 EW 2001 am Bleiloch-Stausee; seit 13. Jh. Stadtrecht; besteht in seinem Kern aus einer breiten, platzartigen Straße, die bis an das Wasser heranführt. Ein Teil der ursprünglichen Stadtanlage ist überstaut worden. Teile der Stadtmauer und die Klosterruine "Zum heiligen Kreuz" sind sichtbar alte Bauzeugnisse.
Saalburg war schon früher ein beliebter Erholungsort und ist durch die Anlage der Talsperre zu einem Zentrum des Fremdenverkehrs und Wassersports geworden. Der Stausee ist 28 km lang und der größte Deutschlands.
nicht verpassen: die Steinerne Rose, ein graurosiges Felsmassiv
Ein kleines Marmorwerk poduzierte polierfähigen Ockerkalk.

Tanna - Stadt mit 4.317 EW 2001

Triptis

Stadt mit etwa 4.300 EW (2002) auf 25,90 km² in etwa 360 m ü.NN.;
erstmals 1212 erwähnt, mit Burg Triptis;
vor allem durch sein Porzellan und durch Deutschlands erste Autobahnraststätte Rodaborn bekannt.

Wurzbach

Stadt mit 4.020 EW 2001

Ziegenrück

Stadt mit 851 EW 2001

weiter im Kreis:

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