Hainichen an der Kleinen Strigis
Hainichen ist eine Stadt an der Kleinen Striegis mit rund 9.000 EW (1998) auf 20,54 km²;
Mitte 12.Jh. wurde Hainichen als Waldhufendorf an der Kleinen Striegis angelegt.
1276 erste urkundliche Erwähnung als Marktflecken, 1282 als Stadt. Die kleine Ackerbürgerstadt erlebte ihre Blütezeit mit der Industrialisierung (Textilindustrie) in der 1. Hälfte des 19. Jh.. Hainichener Flanell, Molton und Chenille waren gefragte Qualitätsstoffe.
1851 erhielt Hainichen Stadtrecht.
Historischer Stadtkern auf ausgeprägtem Geländerelief mit meist klassizistisch geprägten Bauten. Typisch auch die Anordnung von Heisten, sogar am Markt zu sehen.
[R] Rathaus von J.T. Heinig, Vorgängerbau bei Großbrand 1832 vernichtet
[M] Marktplatz und [N] Neumarkt
[B] Bahnhof
[4] Camera obscura auf dem Rahmenberg
[5] Sportforum, Sportplatz
[6] Stadtpark mit Tiergehege und Blumenuhr
[7] Gellert-Museum im Parkschlösschen
[8] Trinitatiskirche, 1899 im neugotischen Stil erbaut
Hainichen ist der rechte Ort zum Fabulieren, fand der Dichter Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769), der in Gedanken versunken am Marktplatz vor den hübschen Patrizierhäusern herumsteht. Gönnerhaft wird ihm ab und zu eine Colabüchse in die Hand gedrückt, doch da bleibt der vom berühmte Bildhauer Ernst Rietschel erschaffene ganz cool.
Der gebürtige Hainichener Friedrich Gottlob Keller (1816-1895) erfand den Holzschliff. Warum Holzschleifen was so Wichtiges war, erfahren wir mit Glück und Geschick nur hier in Hainichen, und zwar im Rathauses.
Die Abbildung zeigt ein Relief-Detail des Brunnens mit 2008 erneuerte Keller-Büste.
seit 1950 Crumbach
seit 1994 Bockendorf, Cunnersdorf, Eulendorf, Gersdorf, Falkenau, Riechberg
seit wann Arnsdorf, Berthelsdorf, Schlegel, Siegfried?