Flöha

Stadt mit 12.151 EW 1/2000, 18,5 km², am Zusammenfluß der Flöha und Zschopau

Die günstige Lage an der alten Heerstraße Nürnberg-Chemnitz-Dresden wirkte sich auch auf die Entwicklung des 1399 erstmals als Kirchendorf "zeu der Flaw" genannten Waldhufendorfes aus. Die Besiedlung dürfte ein bis zwei Jahrhunderte zuvor am Grenzland zum dichtesten Urwald erfolgt sein.
Flöha war lange Zeit Amtsdorf und unterstand kirchlich dem Bistum Meißen.
Abgesehen von dem Abbau von Steinkohleflözen zwischen 1700 uns 1880 und der Holzflößerei war die Stadt landwirtschaflich geprägt. Mit Gründung der ersten Baumwollspinnerei 1808 in Plaue, 1817 in Flöha und 1819 in Gückelsberg änderte sich das schlagartig, auch trug der Ausbau des Eisenbahnnetzes dazu bei, weitere Betriebe (Buntpapier, Tüll, Dampfkesselbau) anzusiedeln. 1874 wurde in Flöha eine Amtshauptmannschaft gegründet.
Seit 1933 ist Flöha Stadt.
Kriegerische Zeiten verwüsteten Flöha mehrfach und gründlich, aber der zweite Weltkrieg hinterließ am Ortsbild keinen Schaden. Denoch wurde bald schon viel neugebaut, unter anderem auch ein umstittenes Neubaugebiet.

Bis 1990 war die Textilindustrie größter Arbeitgeber, auch Maschinenbau, Holzverarbeitung einschließlich Kunsthandwerk. Neu ansässig ist unter anderem Eurospace.
sehenswerte Innenstadt:
Flöha - Stadtplan mit Sehenwürdigkeiten in der Innenstadt [R] Rathaus
[B] Bahnhof (1935)
[1] Georgenkirche, (um Mitte 15. Jh.), 1741 Anbau mit Dachreiter in schlichter Renaissance, bedeutender Flügelaltar 16. Jh., barocke Kanzel (1637), Pfarrhof als Fachwerk
[2] Alte Baumwolle, Industriegelände mit Fabrikantenvilla im Jugendstil, Hausdorfer Str. 9
[3] Kirchbrücke an der Flöha
[4] Wandernder Berg bei Schweddy (Rutsch nach Bergbau?)
[?] Lehngericht - wo?
natürlich:
Flussauen am Zusammenfluss von Zschopau und Flöha

geologisch:
Sammlung der Stadt - Petrographie, Paläontologie, Mineralogie

personell:
zwei Frauen im Wappen und Pufendorf im Gymnasium

Stadtteile/Eingemeindungen:
Lage einiger Ortsteile von  Flöha Gückelsberg (1920),
Plaue mit Bernsdorf (1962)

nach oben