Kraniche verehrende Gemeinde mit rund 5.000 EW (2000); 5.063 EW (12/98); 33,7 km²;
Eppendorf ist über die nahen B 101, 173, 174 und 180 gut zu erreichen, zur
A4 gelangt man über die Anschlussstellen Oberlichtenau, Frankenberg oder
Siebenlehn.
Der Ort selbst hat wohl die erforderliche 2/3-Mehrheit in der Gemeinde. Er wurde nach 1200 als Waldhufendorf angelegt und 1336 erstmals urkundliche erwähnt; 1560 Jagdschloss mit Rittergut und Vorwerk. Damals wohnten hier kaum 150 Seelen. Erhalten blieb unter anderem der ehemalige Fürstengarten.
Nach 1900 erfolgte die Entwicklung vom Bauerndorf zum Industrieort, beschleunigt
auch durch den Bau einer Schmalspurbahnlinie (1893 bis 1967). Spielwaren, Schuhe,
später dann der VEB Planet (Wäschekonfektion), der VEB Ratiomat (Küchen)
und die Schuhfabrik Kranich (künfig Standort für ein Altenheim); gegenwärtig
(nur) kleiner Mittelstand und viel freie Gewerbefläche am südlichen
Ortseingang.
Die Entwicklung der neuen Ortsteile verlief ähnlich.
Großwaltersdorf wurde vermutlich Mitte des 12. Jahrhunderts gegründet
als Reihendorf mit Waldhufenfluren, erste urkundliche Erwähnung 1378. Günstig
an der Alten Poststraße von Freiberg nach Annaberg gelegen. Kriege und Epedemien,
vor allem auch der Brand am 16. September 1837 rafften bescheidenen Wohlstand
dahin.
Es gab auch hier zeitweise kleinere Fabriken wie holzverarbeitende Betriebe, eine
kleine Spinnerei, eine Zigarettenfabrik. 1955 wurde die LPG "Freie Erde" (Typ
III) gegründet, 1960 eine weitere ("Vorwärts" - Typ I). 1991 begann
der einst vollgenossenschaftliche Ort erneut mit der feldbaulichen Einzelbbewirtschaftung.
Es wurde eine Agrarzuchtgesellschaft mbH gegründet, aus der 1995 zwei selbständige
Betriebe entstanden.
Beachtenswert ist die alttraditionelle Pferdezucht, auch der und Reitsport und
das Trainingszentrum Ski.
Die Eingliederung in die Gemeinde Eppendorf erfolgte am 01.10.1998.
Das schöne Kleinhartmannsdorf wurde 10/1995 eingegliedert.
Ortsgründung wahrscheinlich im 12. Jh., erste urkundliche Erwähnung
1376. Der Sage nach ist der Gründer einer von 3 Brüdern, die den Namen
Hartmann führten und als holländische Kolonisten auf Geheiß des
Ritters Ekkehard in die Gegend kamen. Durch die Jahrhunderte währende landwirtschaftliche
Nutzung blieb Kleinhartmannsdorf landwirtschaftlich geprägt, wenngleich Ende
des 19. Jh. Betriebe der Spielwarenindustrie. entstanden. Die Drei- und Vierseithöfe
künden noch heute vom Stolz eines arbeitsamen und stolzen Bauernstandes.