

Weinböhla ist aus einer slawischer Siedlung hervorgegangen, was im Ortskern noch sichtbar ist.
1349 fand sich der erste urkundliche Hinweis auf den Ort.
Der recht gepflegte Ort an einer Nebenroute der Sächsischen Weinstraße war noch Mitte des 19. Jh. das größte geschlossene Weinbaugebiet Sachsens, und bietet seit etwa 1600 und noch immer gute Weinbaumöglichkeiten mit seinen steilen Hängen und Felsen an in Elbnähe.
Vor Sörnewitz nahe Meißen 90m über den Fluss herausragende Boselfelsen. Hier verengt sich die Elbaue deutlich durch die Ausläufer des granitenen Spaargebirges.
Eine Vielzahl kleinerer Weinberge und Winzerhäuser schmiegen sich an die Höhen. Hier sind viele Eigenheiten des ehemaligen Häuslerweinbaues erhalten geblieben.
Auch für den Obstbau bestehen sehr gute Voraussetzungen.
Es existiert ein Romanmanuskript, das in der fiktiven Stadt Röselwitz spielt, aber doch sehr die mentale Befindlichkeit der Sörnewitzer und Weinböhlaer reflektiert.
Die Natur entscheidet manchmal selbst darüber, was ein Radweg oder Biotop werden soll. Auch wenn mal durch Fäule 50% der Weinstöcke eingehen, was natürlich ein herber Verlust für den sich mühenden Besitzer ist. Elbwein gibt es hier - immer noch.
Gemeinde mit rund 4.000 EW (2008) auf 35,21 km² in 128m ü.NN.
zugehörig: Ockrilla, stark landwirtschaftlich geprägt

weiter zugehörig:
Gohlis, Großdobritz, Gröbern, Jessen, Niederau, Oberau