Kurstadt mit 6.500 EW (1980) im sanften waldigen Hügelland zwischen Chemnitz, Dresden und Leipzig im 7. Jh. von Sorben besiedelt (Luzke=Sumpfwiesenland); urkundliche Ersterwähnung 1096.
1105 unter Graf Wiprecht von Groitzsch Bau der ersten Kirche St. Kilians und
Ansiedelung fränkische und thüringische Bauern.
1158 wird befestigte Ort und Markt ins neue Reichsland Pleißen eingegliedert,
im 14. Jh. Colditzer (Wettiner) Herrschaft.
Selten ist, daß durch mehrere Stadtbrände alle öffentlichen
Gebäude einschließlich Brauhaus vernichtet wurden. Damit gingen
leider auch ortsgeschichtlich relevanten Quellen verloren.
1790 zählte Lausik 800 EW. 1820 wurden beim Braunkohleabbau (Badberg) auf
dem Besitz Gottlieb Friedrich Herrmann Heilquellen (mit Kalzium-, Eisensulfat)
entdeckt. Ein Jahr später begann der Badebetrieb im Herrmansbad - viel versprechend.
Aber der Begründer starb verarmt. Erst 1881 gelang unter dem damaligen Bürgermeister
Eduard Fabian ein Aufschwung. Nach 1945 wurde ein Sanatorium für Herz-Kreislauf-Krankheiten
eingerichtet. Inzwischen wurde das Angebot ganzheitlich erweitert.
Das Kurviertel mit schönem englischen Park (1880), prachtvolle Villen,
ruhig und eben kleinstädtisch - aber mehr als nur Bahnstation auf Bummelniveau.
Gepflegte Gastronomie rundum, etwas mittelalterlich gehoben auf der Hudelburg
am Stadtrand. Die eingemeindeten Ortschaften Buchheim, Ebersbach, Thierbaum, Glasten
und Lauterbach bewahrten ihr typisch sächsisches Dorfbild.