Hoyerswerda - Wojerecy

bis 7/2008 kreisfreie Stadt mit 41.500 EW (2006), 52.137 EW (1995) auf 20,11 km²;
Die Stadtflucht blieb auch nach dem Millenium nach Weißwasser die zweithöchste in Sachsen.
Dabei: Wälder rechts und links, umgebende See wie der Graureihersee - an der betörenden Lausitzer Heidelandschaft liegt es zuletzt.

Das Teichgebiet am Rande der Oberlausitzer Hügelkette ist altes Kulturland, besiedelt durch Slawen und später deutsche Kolonisten. Herr Hoyer hat den Ort einfach nach sich benannt. Er war 1272 Besitzer der Veste.

1371 Wochenmarktrechte für Hogiswerda durch Kaiser Karl IV.
1423 erhielt H. Stadtrecht durch den Freiherrn von der Duba. Mal polnisch, mal napoleonisch (vom Gefecht liegen noch heute Kanonenkugeln herum), mal preußisch, mal - nun wieder mal sächsisch.

sehenswerte Altstadt:

Die Altstadt liegt im Bogen der Schwarzen Elster mit
[R] Rathaus (1449), Renaissance
[M] Marktplatz fast quadratisch, Postmeilensäule wurde an das Schloss versetzt, alte kurze Handwerkergassen (lange Straße!)

Hoyerswerda, Stadtplan der Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt

[1] Das Schloss ist ältestes Gebäude der Stadt (12.Jh.?), wirkt jedoch optisch fast wie ein eleganter Neubau. Innerer Glanz wurde erst um 1955 zurück gewonnen, zum Beispiel mit dem Gewölbesaal, seither akustisch gute Konzertstätte.
Nahe dem Schloss befindet sich auch ein zweigeschossiges Barockhaus mit Kreuzgewölbe, das Amtshaus. Lessing erfand darin den Slogan "leben und arbeiten".


[2] Zoologischer Garten
[3] Gondelteich
[4] Kreuzkirche, 1754 als rechteckiger Saalbau mit Walmdach und kleinem Dachreiter erbaut
[5] Johanniskirche, 1346 erstmals erwähnt, spätgotisch, dreischiffige Hallenkirche
[6] Lange Straße, Handwerkergasse aus Mitte 18.Jh.


Höhepunkte

Musikfesttage März/April
Tiergartenfest im Juli

museal
Empfehlung Museum Knappenrode
Stadtteile/Eingemeindung
Hoyerswerda - Lage einiger Stadtteile

Kühnicht
Klein Neida

Bröthen-Michalken, Dörgenhausen, Hoyerswerda, Knappenrode, Schwarzkollm, Zeißig

Hoyerswerda Neustadt

wurde nach Eisenhüttenstadt zur zweiten sozialistischen Wohnstadt der DDR deklariert. Durch Abbau von Braunkohle, Veredlung und Energiegewinnung in Kraftwerken (Boxberg) wurde die Arbeitskraft vieler Menschen gebunden, die schnell eine basisnahe Wohnung benötigten. So wuchs die Einwohnerzahl bis 1980 von vorher 7.000 auf 70.000. Soziale Spannungen und deren Begleiterscheinungen gab es in den dichten Plattensiedlungen erst mit Einführung der Marktwirtschaft.