Die Altmark grenzt im Norden ans niedersächsische Wendland, reicht über den Kreis hinaus nach Osten (Standal) und nach Süden in die Letzinger Heide. Die Landschaft mit ihren Äckern, Wiesen und Alleen erscheint unendlich weit, weil in weiten Teilen recht flach. Fachwerkstädtchen laden ein zum Verweilen.
kleiner Ort am schönen 4,5 ha großen Ahlumer See, ganzjährig bestens geeignet für einen Erfahrungsaustausch mit erfolgreichen Anglern. Im Sommer bietet sich einen flacher Sandstrand an. 40 km beschilderte Radwanderwege führen vom See aus durch herrliche MischWälder und durch diese zum See.
Auf einem Bergfried über dem beschaulichen Marktflecken ruht die kastellartige Ruine der Burg aus dem 14. Jh. Einst sicherte sie die Altmark gegen die Slawen. lm ehem. Burghof erinnern Grabsteine an die Grafen von der Schulenburg. Nach Zerstörung der Burg im Dreißigjährigen Krieg wurden der Burghof und der Turmeingang umgestaltet. Vom Turm genießt man eine prächtige Aussicht auf verwinkelte Fachwerkhäuser, verträumte Gärten und die rechteckige Feldsteinkirche St. Johannis Babtistae, die 1372 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Ihr Fachwerkturm mit der schiefergedeckten Kuppel stammt aus dem Jahr 1820. Auch der Wall des 1351 befestigten Ortes und das Flüsschen Purnitz sind vom Turm aus gut zu überblicken. (Im Sommerhalbjahr kann man nach Anmeldung bei der Arbeitsgruppe Alte Burg" die Burg besichtigen und den Turm besteigen; siehe Aushang an der Burg.)
ist das "Auge der Altmark", zum Luftkurort entwickelt mit 3.200 EW (1985) am gleichnamigen See (4,1 x 2,5 km; 554 ha, 29 m mittlere Tiefe), umgeben von Nadelwäldern
ehemaliges Benediktinerkloster mit Resten des Klosterhofes (1578), spätgotischem Kluhturm (Treppenturm 1754?), Backstein-Klosterkirche (1184/1240)
Park, um 1700 als barocker Terrassengarten angelegt, später im englischen Stil umgestaltet mit Naturlehrpfad, der endlich den Unterschied zwischen Japanischen Flieder, Tatarischen Ahorn deutlich macht. Die Burg aus dem 11. Jh. ist allerdings die seltenste und dazu einheimische Pflanze. Der fünfgeschossige Blütenstempel (Bergfried) ist fast vollständig erhalten. Zahlreiche Mauerblümchen der Restmauer bilden die historische Kulisse für eine Freilichtbühne.
barocke Marienkirche, idyllischer Mühlenteich
Gemeinde mit 1.400 EW (1985) in schönem Mischwald der Nordwest-Altmark an der Straße der Romanik;
spätromanische Backstein-Basilika (12./13. Jh.) gehörte zum ehemaligen Augustinernonnenkloster aus dem 12. Jh.;
Altmärkische
Freilicht-Museum. Dies ist das ältestes volkskundliche Freilichtmuseum Deutschlands! Landarzt Dr. Schulze - dieser Dokders Vader - erreichte, dass ein niederdeutsches Langdielenhaus mit Backhaus und Speicher als Bauernhausmuseum aufgebaut wurde, und trug selbst eine umfangreiche Sammlung zur bäuerlichen Volkskultur des 17. bis 19. Jh. zusammen. 1973 wurde das Museum um zwei Torhäuser und ein Taubenhaus erweitert; eine Bockwindmühle und eine Landarbeiterkate, ein Dorfkrug - noch einiges sollte hinzukommen.
12.800 EW 1985; zwischen den Waldgebieten der Hellberge und der Letzlinger Heide
Hopfenranken im Stadtwappen weisen auf den einst wichtigsten Wirtschaftszweig hin, die Produktion des kräftigsten altmärkischen Bieres "Garley". 250 Brauereien gab es hier - vor dem Dreißigjährigen Krieg.
Das Rathaus auf dem dreieckigen Marktplatz markiert mit seinem hohen Turm deutlich das Stadtzentrum. Dieser im Kern spätgotische Bau wurde 1526/52 nach einem Brand neu erbaut und erhielt 1706 seinen Turm. Das Salzwedeler Tor (um 1550) beeindruckt durch seine gedrungenen Rundbastionen von 10 bzw. 19m Durchmesser. Die spätromanische Pfarrkirche St. Marien (um 1300) ist eine später im gotischen Stil vollendete fünfschiffige Hallenkirche. Das ehemalige Hospital St. Spiritus wurde 1591 als Renaissancebau errichtet und 1727 barock erweitert. Interessante Renaissanceportale an zahlreichen schlichten Fachwerkhäusern des 16./18. Jh.
In der Nähe endete der 36km lange Todesmarsch aus dem KZ Dora. Das Restmauerwerk der lsenschnibber Feldscheune wurde - als Mahnmal gestaltet - mit folgender Inschrift versehen:
Ihr steht vor den Resten einer Feldscheune, in der sich am 13. April 1945 eines der grausamsten Verbrechen des Faschismus vollzog. In der Nacht vor ihrer Befreiung, wenige Stunden vor dem Eintreffen der alliierten Streitkräfte, wurden hier brutal und unmenschlich 1016 internationale Widerstandskämpfer gegen den Faschismus bei lebendigem Leibe verbrannt. Sollte Euch jemals im Kampf gegen Faschismus und imperialistische Kriegsgefahr Gleichgültigkeit und Schwäche überkommen, so holt Euch neue Kraft bei unseren unvergeßlichen Toten.
Städtchen 6.000 EW im Purnitztal, eingebettet zwischen Moränenkuppen und dem Klötzer Forst, den man auf zahlreichen Wanderwegen erkunden kann. Sehenswert sind in dem altmärkischen Ort die ev. Pfarrkirche von 1759, das Rathaus aus dem 18. Jh., mehrere alte Fachwerkhäuser und die stolzen Bürgerhäuser in der Bahnhofstraße. Eine Haustür mit dem typischen Klötzer Rosettenmuster ziert ein im alten Geller Baustil errichtetes Wohnhaus in der Schulstraße 27.
Hirschburg (16.Jh.), umgebaut 1844 zum Jagdschloss für Friedrich Wilhelm IV. (realisiert durch Ferdinand Stüler?) im Stile der englischen Neogotik.

Hier in der Letzlinger Heide fanden Staatsjagden unter den monarchischen Wilhelms statt. Wenn die Büchse nicht knallt, ballern die Spechte und Pilzaromen überdecken den Pulvergeruch.
kurz vor Stöckheim ragt ein schön imposantes jungsteinzeitliches Hünengrab aus dem freien Feld empor, 10m langen, aus 19 mächtigen Trag- und vier Decksteinen gebildet. Es ist eines von rund 40 Großsteingräbern in der Region. Dann waren die großen Steine alle.
Gemeinde mit den wenigsten Einwohnern in Sachsen-Anhalt, und zwar mit 55 EW (Ende 1999).
Dorf mit Feldsteinkirche mit hübsch geschweiften Giebeln und vorgelagertem Treppenturm, im 13. Jh. erbaut und im frühen 17. Jh. frühbarock verändert. Die reichen Holzschnitzereien im Innenraum sind "umwerfend".
Auf dem Mühlenberg entdeckten Archäologen neben einem groöten Brandgräberfeld eine Siedlung der Langobarden und einen Eisenverhüttungsplatz. Die Langobarden lebten etwa 200 bis 400 n.d.Z. in der westlichen Altmark. Ein Freilichtmuseum zum Alltag des germanischen Stammesverbandes kann uns verdeutlichen, wohin die Entwicklung gehen könnte. Aber nicht als Einzelwesen wie Robinson. Also lernen wir in der Langobardenwerkstatt. Aber auch hier keine Lehre ohne Abschluss 4. Klasse.
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