- ein starkes Stück

Landschaft, die weiter bis in den Kreis Ostprignitz-Ruppin reicht: waldreich (Kiefern) auf sandigem Boden und mit Flüsschen, die gern auf -itz enden und gut versteckte Teiche zulassen. Das ostelbische Auengebiet ist gern mal überschwemmungsland, fast bis an Wilsnack, wenngleich die weite Wische gegenüber liegt. Die Elbufer um Lenzen waren deutsch-deutsches Grenzgebiet, Grenzgängern wenig förderlich, dafür aber der Natur - heute Biosphärenreservat.

Cumlosen

- mit den OT Motrich, Müggendorf und Wentdorf

Groß Pankow

- 600 EW (2001) - und Klein Pankow?

Gumtow

Gemeinde mit rund 4.100 EW (2004) auf 212 km² in 54 m ü. NN. im Südosten des Landkreises, gebildet aus 16 zuvor selbständigen Gemeinden Barenthin Dannenwalde Demerthin Döllen Görike Granzow , Groß Welle, Gumtow Kolrep Kunow Schönebeck Schönhagen Schrepkow Vehlin Vehlow Wutike;
erbaulich:
Schloss Demerthin, Renaissance

Lenzerwische

Gemeinde mit den OT Baarz, Besandten, Gaarz, Kietz,
Mödlich:
Niederdeutsche Fachwerkhäuser, Backsteinkirche 15. Jh. mit Grabstein des Admirals Gysel van Lyrs
Unbesandten und Wootz

Kletzke

Plattenburg, älteste und größte ursprüngliche Wasserburg Norddeutschlands

Lanz

Gemeinde mit den OT Bernheide, Ferbitz, Gadow, Jagel, Lütkenwisch und Wustrow

Meyenburg

- 2.400 EW (2001); Parkanlagen

Plattenburg

um 1150 geründet durch Markgraf Albrechts des Bären zum Schutz der Eroberungen nach dem Wendenfeldzug; 1319 erstmals urkundlich erwähnt;
1319- 1548 bischöflich-havelbergischer Besitz und Sommerresidenz. Von 1552 bis 1945 war die Plattenburg und die dazugehörige Herrschaft im Besitz der Familie von Saldern.Die Burg verfiel zusehend, historisches Inventar löste sich in Luft auf, Ahnengalerie und bedeutende Bibliothek auch. Dann übernahm die Deutsche Reichsbahn die Gebäude der Oberburg und betrieb hier bis 1991 ein Ferienlager für Kinder. Ein Neubauerndorf entstand links und rechts vom alten Fahrweg und die alte Wassermühle wurde zur Gaststätte ausgebaut.
1997 hat die Familie von Saldern den Plattenburger Forst gekauft und ist seitdem wieder in Plattenburg ansässig. Seit 1991 bewirtschaftet der Verein zur Förderung und Erhaltung der Plattenburg e.V. die Burg und setzt die Gebäude und Anlagen wieder instand. Burg und eine ständige Ausstellung zur Geschichte sind seither für die Öffentlichkeit zugänglich.

Putlitz

1.900 EW (2001) ; Gänseburg - Reste der Stammburg der Edlen Gans zu Putlitz mit Burgfried

Pritzwalk

12.000 EW (2001) 85m ü.NN.; Bismarkturm, Naturschutzstation; westlich in Wolfshagen Burg Blankenburg sowie märkisches Gutshaus mit Wahnkultuir des Prugnitzer Landadels und Porzellansammlung

Rühstädt

bekanntes (storchenreichstes?) Storchendorf inmitten der Prignitz, 7 km entfernt von Bad Wilsnack. Schlosshotel wartet auf fürstliche Gäste.

Wittenberge

Elbaue bei WittenbergeElbhafen-Stadt mit 25.000 EW (2001); 32.000 EW (1985), genannt 1239, 1300 Stadtrecht;
Steintor (1300); Alte Burg (1669);
Das unbedeutende Ackerbürgerstädtchen entwickelte sich nach Eröffnung der Eisenbahnlinie Berlin-Hamburg zum idustriellen Zentrum der Prignitz. Davon zeugt seit der Wende nur noch die beeindruckende Industriearchitektur. Nähmaschinen aus W. (Singer) hielten ein Leben lang - in einer Wegwerfgesellschaft unprofitabel und reif fürs Museum in der Alten Burg. Der Turm des Werkes trägt nach Big Ben die zweit größte Uhr Europas. Und sie läuft weiter, während die Zeit rückwärts läuft. (Hoffentlich nicht!)
Innenstädtisch einige gründerzeitliche Häuserzeilen mit sehenswertem Jugendstil, heraus ragend das "Haus der vier Jahreszeiten" in der Johannes-Runge-Straße. Richtungweisend die Siedlung Eigene Scholle im Norden der Stadt (1912/13, Walter Gropius).
Bahnverspätungen vermasseln den Genuss der Fahrt über die längste Eisenbahnbrücke im Osten Deutschlands - 1030 m über die Elbe und deren Auen. Dann eben eine Dampferfahrt entlang einer ehrwürdigen Kulisse.


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