Kreis mit Naturpark Bayrischer Spessart

Übrigens hat der Spessart seinen Namen nach den hier immer noch häufig vorkommenden Spechten erhalten - Spechtswald. Im Naturpark Spessart gibt es nicht nur Spechte, sondern noch ganze Eichenwälder. Er ist das waldreichste Mittelgebirge Deutschlands und damit entsprechend dünn besiedelt und still.

Aura i. Sinngrund

Gemeinde mit rund 1.000 EW (2012)
Ruine Aura, Kirchenburg Aschfeld, Burg Hohenstein in Kirchsittenbach

Birkenfeld

Gemeinde mit rund 2.100 EW (2007) auf 29,15 km² in 206 m ü.NN. bei Marktheidenfeld

Bischbrunn

Marktgemeinde mit rund 1.800 EW (2012) im Naturschutzgebiet Rohrberg befindet sich noch der wohl älteste Baumbestand des Spessarts: jahrhundertealte Traubeneichen. Aber die knorrigen, bis zu 1,5 m dicken und 800 Jahre alten Baumveteranen mit ihren kurzen Stämmen und weit ausladenden Kronen gehen ihrem natürlichen Ende entgegen. Die Baumleichen bieten einer Vielzahl von Tierarten, vom Großen Eichenbock über den Baummarder bis zum Waldkauz idealen Lebensraum. In den umliegenden Wäldern stehen die wertvollsten Eichen des Spessarts.

Burgsinn

kleiner Marktflecken mit rund 2.500 EW (2912)
Erholungsort mit Wasserburg (12./14. Jh.);
Tal der Sinn, schönstes(?) Wildwasser Unterfrankens, wo sich seltense Pflanzen wie die purpurrot-weiß gemusterten Schachblume so gut verstecken, des man sie kaum findet.
Bayerische Schanz unterhalb der Hermannskoppe (567 m) - früher Bayrisch-preußische Grenzstation am alten Höhenweg, an dem einst mehr Räuber als Pilze standen.

Frammersbach

Marktgemeinde mit rund 4.500 EW (2012) ehemaliges Fuhrmannsdorf im Hochspessart, deren hier ansässige Fuhrleuten über Jahrhunderte im Auftrag der Augsburger Fugger und anderer großer Handelshäuser in Europa unterwegs waren.

Gössenheim

Gemeinde mit rund 1.200 EW (2012) und der Homburg

Gräfendorf

Gemeinde mit rund 1.400 EW (2012)
Trettstein-Wasserfall. Das Naturdenkmal und Geotop befindet sich zwischen Dittlofsroda und Gräfendorf. Ein gesicherter Wanderpfad führt durch den Wald bis zum fallenden Wasser.
www.graefendorf.de

Hafenlohr

Marktgemeinde mit rund 1.900 EW (2012) und traditionelles Zentrum der Keramikproduktion;
Hafenlohrtal - Naturschutzgebiet aus Wiesen, Wäldern, Bächen und vielen Fischteichen, Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten wie die Wasseramsel oder den Eisvogel, den purpurroten Seidelbast oder die Gelbe Schwertlilie, einige hundert seltenste Pflanzenarten. Fürstlich Löwensteinsche Park mit Jagdschlösschen und großem Wildgattern und auf der Karlshöhe.

Karbach

Marktgemeinde mit rund 1.400 EW (2012)

Kreuzwertheim

Marktgemeinde mit rund 1.800 EW (2012), an einem Mainbogen gelegen, gegenüber dem württembergischen Wertheim, mit einer östlich dicht und fast zugezogenen Mainschlinge, die sich Himmelreich nennt. In diesem erwandernswerten Gebiet rund um den Bettingberg kommt man weder dem Himmel zu nah noch wird man unbedingt reich. Aber man wird reich an himmlichen Natureindrücken.

Blick von Wertheim über den Main auf Kreuzwertheim

sehenswert:
- Schloss (1736, Privatbesitz), Schlosspark
- malerischer Kirchplatz mit irischem Marktkreuz
- Kirche (1443), Romanik
- historische Wehrtürme
- Heimatmuseum Prassek-Scheune
- Brauerei mit Biergarten
- Denkmal Kaffelstein
weiter zugehörig: Röttbach, Unterwittbach, Wiebelbach

Marktheidenfeld

Stadt mit rund 10.800 EW (2012) Mainkai. Biergarten am südlichen Mainkai

Heidenfeld dürfte während der fränkischen Landnahme in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts entstanden sein. Schon vor 855 gehörte der Ort dem Kloster Holzkirchen, das seit dieser Zeit zur Abtei Fulda gehörte.

1397 wurde Marktheidenfeld erstmals als Stadt bezeichnet.

1612 wurde Heidenfeld nach der Würzburg-Wertheimer Fehde (1599 bis 1617) als würzburgisches Lehen eingezogen. Es begann die Gegenreformation unter dem Pfarrer Johannes Molitor (1576 - 1639).
1632 bis 1634 war der Ort nach den Siegen der Schweden wieder kurz protestantisch, danach gehörte der Ort zum Hochstift Würzburg.
1649 ist erstmals die Bezeichnung Marktheidenfeld belegt, als Unterscheidung zum ebenfalls zum Hochstift Würzburg gehörigen Kloster Heidenfeld bei Schweinfurt.
1803 wurde das Amt des Hochstiftes Würzburg zugunsten Bayerns säkularisiert und schließlich dem Großherzogtum Würzburg überlassen, mit dem es 1814 an Bayern fiel.
1814 wurde Marktheidenfeld Sitz des Landgerichts Homburgt.
1948 wurde das nach dem Krieg durch Zuzug von Heimatvertriebenen rasch gewachsene Marktheidenfeld zur Stadt erhoben.[
sehenswert:
[A] Altes Rathaus > Obertorstraße, nördlich vom Marktplatz
[M] etwa 100 m lang, leicht trapetzfürmig
[R] neues Rathaus > Am Rathaus/Luitpoldstraße
- Kirche St. Laurentius neben dem Alten Rathaus
- Wonnemar Am Maradies
- Mainkai vom Biergarten zum Stadtgärtchen
- Wassertretanlage am Heubrunnenbach nahe der Quelle
zugehörig:
Mit der Gebietsreform in Bayern (1972-1976) kamen die bis dahin selbständigen Gemeinden: Altfeld, Glasofen, Marienbrunn, Michelrieth, Oberwittbach und Zimmern mit an Marktheidenfeld.

Neustadt am Main

Gemeinde mit 1.300 EW (2012) am Main
Die prächtige Klosterkirche ( Romanik, 12. Jh.) ist Überbleibsel eines 770 gegründeten Benediktinerklosters. Bemerkenswert dabei u.a. mehrere mittelalterliche Steinreliefs, Grabmal eines Ritterpaares aus grünem Sandstein, Reste des Kreuzgangs eines Konventsgebäudes (Brand im 19. Jh.).
Auf der Dachsberghöhe "steht" die Ruine der Scherenburg.
Zur Alten Fähre
zugehörig:
Erlach auf der anderen (östlichen) Mainseite

Obersinn

Marktgemeinde mit rund 1.000 EW (2012)

Partenstein

Gemeinde mit rund 2.800 EW (2012)
ehemalige Glasmachersiedlung im engen Lohrtal mit zwei bemerkenswerten klassizistischen Kirchen, die in den 30er-Jahren des 19. Jh. vom selben Baumeister erbaut wurden.
Schloss Bartelenstein, einst Sitz der Grafen von Rieneck, ist heute eine Ruine, bestehend aus einige Mauerresten. Das Jagdschloss wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört.
Durch das Lohrtal schlängelt sich über gewölbte Brücken und hohe Dämme die 1854 eröffnete Ludwigs-Westbahn von Würzburg nach Aschaffenburg.

Rieneck

Städtchen mit rund 2.000 EW (2012) zu Füßen der Höhenburg Rieneck. Roter Sandstein charakterisiert die historischen Bauten;
Im Mauerwerk des Rathauses ist noch das Halseisen des Prangers verankert.
klassizistische Pfarrkirche.
Burg, einst Stammsitz der Grafen von Rieneck, mit wuchtigen siebeneckigen Bergfried und kleeblattförmigen Kapelle
gebahnt:
Viadukte aus Buntsandstein, turmgeschmückte Tunnelportale der 1872 eröffnete Sinntalbahn.

Rothenfels

kleinste Stadt Bayerns mit rund 2.000 EW (um 2000) mit Bergrothenfeld
am Main und am roten Sandstein-Burgberg mit gut erhaltener Burg Rothenfels (Treppenaufgang); Mitte 12. Jh. gegründeten,
Altstadtkern mit bunter Fachwerkvielfalt, Rathaus (1598) mit prächtigem Portal, Pfarrkirche Maria Himmelfahrt (1610), die im Innern bedeutende Kunstwerke der Spätrenaissance birgt

Thüngen

Marktgemeinde mit rund 1.400 EW (2012)

Triefenstein

Marktgemeinde mit rund 4.200 EW (2012)

Zellingen

Marktgemeinde mit rund 6.400 EW (2012)

Städte und Gemeinden im Kreis / EW geschätzt
Aura Arnstein Birkenfeld Bischbrunn Burgsinn Erlenbach b. Marktheidenfeld 2.400, Esselbach 2.000, Eußenheim 3.200, Fellen 850, Frammersbach Gemünden a. Main, Gössenheim Gräfendorf Hafenlohr Hasloch 1.400, Himmelstadt 1.600, Karbach Karlstadt Karsbach 1.700, Kreuzwertheim Lohr Marktheidenfeld Mittelsinn 800, Neuendorf 850, Neuhütten 1.200, Neustadt am Main Obersinn Partenstein Rechtenbach 1.000, Retzstadt 1.600, Rieneck Roden 1.000, Rothenfels Schollbrunn 1.000, Steinfeld b. Lohr 2.200, Thüngen Urspringen 1.400,Triefenstein Wiesthal 1.400, Zellingen