
- Burgenkreis (Sachsen-Anhalt)
- Greiz, umkragender Kreis
- Altenburger Land
- Saale-Holzland-Kreis
zweitgrößte Stadt Thüringens mit 120.000 EW ( 2002); 120.000 um 1980; 34.000
EW 1937, 205m ü.NN.,
955 (oder 995?) erste urkundlich Erwähnung, 1237 als Stadt genannt. Fast vier Jahrhunderte lang war sie die Hauptstadt eines der kleinsten deutschen Fürstentümer (Reuss, jüngere Linie) und zählt zum historischen Vogtland.
Gera ist vor allem von einer langen Tradition der Textilherstellung geprägt - Tuchmacher, Leineweber, Färberei. Die Stadt war reich, und die Bürger konnten es sich erlauben, nach dem Stadtbrand von 1780 neue stattliche Häuser zu errichten. Auch der Bergbau auf Kupferschiefer trug von 1560 bis 1734 dazu bei.
Schon im frühen 19. Jh. wurden die ersten mechanischen Webstühle aufgestellt. Gleichzeitig breitete sich auch die Eisengießerei und der Maschinenbau aus.
1945 wurde die Innenstadt bei einem Luftangriff schwer beschädigt. Der Wiederaufbau gelang aber recht gut. Ab 1952 wurde Gera ein Zentrum des Wismutbergbaus und blieb bis 1990 lebendige Industriestadt.
Als Verwaltungs- und Dienstleistungstandort spielt Gera nach Erfurt vielleicht schon die zweite thüringer Geige, dominiert ebenfalls als zentraler Einkaufsort mit einem ausgedehnten Einzugsgebiet nahe am Hermsdorfer Kreuz.
Gera eignet sich ausgezeichnet als Kultur- und Kongresszentrum und verfügt zudem über weites Ausstellungsgelände.
sehenswerte Innenstadt
[M] Markt: wundervoll geschlossenes Ensemble, Simsonbrunnen (1686),
[R] Rathaus, Renaissance (1573/76), nach Brand 1783 wieder aufgebaut, reiches Portal, Treppenturm, besteigbar mit Eintrittsgeld

[1] Schreibersches Haus, barock, von 1688, Naturkunde Sammlungen vor allem über Alfred Brehm
[2] Salvatorkirche: dreischiffige Barockkirche um 1720, bemalte Flachdecke,
innen mit Jugendstilausstattung (1903)
[3] Stadtapotheke, markantes Eckgebäude, Renaissance von 1606
[4] Ferbersches Haus: schönes Bürgerhaus, heute Museum für Angewandte Kunst, Kunsthandwerk aus Thüringen.
[5] Haus der Kultur
[6] Trinitatiskirche: im Kern gotisch, Innenausstattung aus dem 17. und 18. Jh., schöne gotische Außenkanzel.
[7] Orangerie: halbkreisförmiges Barockgebäude aus der Zeit um 1730. Beherbergt die Kunstgalerie mit Werken alter Meister und ostdeutscher Kultur unseres Jahrhunderts. Gegenüber der Orangerie liegt das Otto-Dix-Museum.
Eine ganz heiße Ecke ist beidseits der Weißen Elster. Auf der Ostseite Freibad und ein Fußballstadion: Burg Osterstein
12. Jh., durch die Herren von Gera errichtet; 1581 als Osterstein erstmals urkundlich erwähnt; im 17.Jh. Ausbau zum Renaissance-Schloss unter Heinrich Posthumus (origineller Name, jüngere Reuß-Linie); 1647-1918 Residenzschloss verschiedenster Reuße. 1945 wurde das Schloss durch Bombardierung fast vollständig zerstört, danach fanden sich keine Prämissen für durchgreifende Erneuerung, obwohl Gera immerhin Bezirkststadt war. Die anmutige Wolfsbrücke als Zugang vom naturellen Schlosspark mit Fledermäusen zu Bergfried (bestens in Schuss und zugänglich seit 1957) blieb erhalten, auch der untere Nordflügel, die untere Hofanlage sowie die Remisen. Toller Ausblick auf Gera. Hier wurde umfassend investiert, auch in die Wohnanlage.
ruhig
Stadtwald mit Naturlehrpfad
Tiergarten
Bergfried Osterstein, jenseits der Weien Elster
Fürstlicher Küchengarten bei der Orangerie
Veranstaltungen
Kinderfilmfestival Goldener Spatz: Februar
Orgelwoche: Juli
Dahlienfest: September
Geraer Höhlenfest: Anfang Oktober
Debschwitz