Freie Stadt mit 1.705.000 EW (2002), heute zweitgrößte Stadt Deutschlands;
6m ü. NN. an der Elbmündung
Im 9. Jh. bestand hier eine spätkarolingische Fluchtburg als Zentrum der christlichen Missionierung Nordeuropas unter der Leitung von Bischof Ansgar. Trotz mehrfacher Zerstrung wuchs die Siedlung im Frühmittelalter zur Stadt heran. Friedrich Barbarossa soll ihr angeblich (?) im Jahr 1189 Zollfreiheit für Handel und Schiffahrt auf der Unterelbe zugesichert haben. Von da an nahm Hamburgs Aufstieg zur deutschen Seehandelsmetropole seinen Lauf...
Bereits um 1270 bezeichnete sich Hamburg als freie Stadt.Die erste Blütezeit kam im 14. Jh., als Hamburg Mitglied der Hanse wurde.
Die Stadt hatte schon damals eine Ausdehnung, wie sie noch 1937 bestand.
Der Dreißigjährige Krieg konnte Hamburg nichts anhaben. Ende des 17. Jh. war Hamburg die stärkste Festung Europas. Die Napoleonische Zeit hingegen ist nicht in guter Erinnerung.
Die große Aufwärtsentwicklung kam mit der Industrialisierung und der Entwicklung der Dampfschiffahrt Mitte des 19. Jh., obwohl 1842 ein großer Brand die Stadt verheerte. Auch der Zweite Weltkrieg hinterließ schwerste Schäden. So ist die Stadt zwar ein quirliges Zentrum des Handels und der zeitgenössischen Kultur, aber kein Sammelsurium protziger Prachtbauten, dafür aber voller paragmatisch wegweisender, moderner Architektur.
[M] Millerntor
[10] Bischofsturm - Steinfundament eines Burgturmes (um 1040), ehemals Wohnturm für den Erzbischof, Mauern 4m dick, Schauraum zur Geschichte der Hammaburg. Gleich nebenan die Petrikirche, mehrfach zerstört, 1949 erweitert, Türschieber in Form eines Löwenkopfes.
Das markante Chilehaus, ein spitz zulaufender, expressionistischer 10geschossiger Backsteinbau mit geschwungener Fassade, geschaffen von Fritz Höger (1924), ist etwa 300 m südlich (nahe Ost-West-Straße) nicht zu übersehen.
Kontorhausviertel, ein für Hamburg typisches Architekturensemble zwischen Steinstraße und Meberg (neben Chilehaus). Es entstand in den 19zwanziger Jahren unter Stadtbaumeister Fritz Schumacher als geschlossene Blockbebauung von Kontorhäusern in niederdeutsch-expressionistischer Klinkerbauweise.
Gegenüber der Meberghof (1923/24) , ein Werk der Architekten Hans und Oskar Gerson mit imposantem Treppenhaus. Das größte Kontorhaus ist der von drei Straßen durchzogene Sprinkenhof (1928) am Burchardplatz. Eine Reihe schöner Kaufmannshäuser aus dem 17./ 19.Jh. lassen erahnen, wie Hamburgs Altstadt einmal ausgesehen hat. Die Rückseiten der schmalen Backstein- oder Fachwerkhäuser liegen direkt am Nikolaifleet.
An der Einmündung des Nikolaifleets in die Elbe war die Keimzelle des Hafens. Die Deichstraße, heute eine beliebte Kneipenmeile, wurde nach dem großen Brand 1842 wieder neu aufgebaut. Gegenüber der Nikolaifleetmündung, auf der anderen Seite des Zollkanals, bildet die Speicherstadt (1888) einen eindrucksvollen Block aus hoch aufragenden Backsteinhäusern. Auf über 350.000 m Fläche lagert, was auf dieser Welt begehrt ist: Tabak, Kaffee und Gewürze, Teppiche, Seide und modernste Elektronik. Wie vor 100 Jahren wird die Ware mit Seilwinden vor den Fassaden hochgehievt und in den Luken verber die Brücke Auf dem Sande gelangen Sie zum Sandtorkai, wo das Hot Spice-Gewürzmuseum, ein wahres Festival für den Geruchssinn, über Anbau, Verarbeitung und Handel mit den kostbaren Geschmacksveredlern informiert. Ein paar Schritte weiter erinnert am Brooktor in Höhe Magdeburger Brücke ein Denkmal an Seeräuber Klaus Störtebeker, der hier 1400 enthauptet wurde.
Der Hafen mit der Speicherstadt nimmt ein Neuntel der Fläche des Stadtstaates ein. In 60 Hafenbecken werden Jahr für Jahr bis zu 14.000 Seeschiffe und noch mehr Binnenschiffe abgefertigt. Hafen, Schiffbau und Seehandel haben die Stadt und ihre Bewohner geprägt.
Englischen Kuchen, Fisch und andere Leckereien gefragt? Dann zum alten Senator Neanderstraße 27! Die Neandertaler nennt man in H. Neander, weil es keine Täler gibt. Dafür gibt es viel Wasser, auch wenn es bis zur Nordseeküste noch rund 100 km sind. Die Alster gibt es im Dreierpack: Als Alsterwasser (Bier mit Limonade), kleine Binnenalster mit ihrer Shoppingmeile am Jungfernstieg und die Außenalster, ein schon stattlicher Binnensee, auf dem man die kleine Seefahrt üben kann.
jährlich begangener Hafengeburtstag zur Erinnerung an die durch Barbarossa am 7. Mai 1189 zugesicherte Handels- und Zollfreiheit
Uni Hamburg, Uni Hamburg (BW), TU-Hamburg-Harburg, FH Hamburg
Barmbeck
Jarrestadt (Barmbeck-Süd) besteht ein bauliches Ensemble aus der Zeit der Weimarer Republik - ansehen.
Fischbeck
im Südwesten am Naturschutzgebiets Fischbecker Heide. Die Heideflächen, die von einer Heidschnuckenherde kurz gehalten werden, gehören zum Landschaftsmosaik der von eiszeitlichen Trockentälern zerkerbten Harburger Berge.
Neuwerk
Vor Cuxhaven in der Nordsee befindet sich die zu Hamburg gehörende Insel Neuwerk mit Leuchtturm. Sie ist zu Fuß oder per Wattwagen zu erreichen (bei Ebbe), bei Flut mit einem Schiff. Gemeinsam mit der Insel Scharhörn gehört sie zum Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer.
Övelgönne
größter Oldtimerhafen Deutschlands mit 30(?) Oldtimern - Fischkutter, Tjalken, Torfschiffe, Polizeibarkasse, Eisbrecher
Alsterdorf Altona Barmbeck Billstedt Eilbeck Eimsbüttel Eppendorf Feorgsweiher HammHarburg (Süd) Harvestehude Hoheluft Horn Ottensen Rotherbaum (Außenalster), Uhlenhorst Wandsbeck Wilhelmsburg
Harburger Berge:
Sie werden wegen ihrer dunklen Wälder auch die "Schwarzen Berge" genannt.
Die Rundwanderwege, die das Naturschutzgebiet durchziehen, führen z.B.
zu Eichen- und Buchenwäldchen, in denen die Bäume früher alle
paar Jahre gekappt wurden. Die ständigen Eingriffe haben deutliche Spuren
hinterlassen - solch bizarre, manchmal wie Korkenzieher gedrehte Baumgestalten
sieht man selten.
Ehestorf
nahe, Südwest. Ob Torfscheune, Schafstall, Backstube, Bienenkörbe,
kleine Katen und behäbige Bauernhöfe - alles, was zu den alten Dörfern
der Nordheide gehört, ist im Freilichtmuseum am Kiekeberg auf einem 12
ha großen Gelände zu finden.
