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805 erstmals genannt als Magadoburg, erste Blüte im 10. Jh., als es
durch die deutschen Kaiser zur Speerspitze für die Ostexpansion entwickelt
wurde. Otto I. machte die Stadt zur Kaiserpfalz, 968 erfolgte die Gründung
des Erzbistums. Unter Herrschaft der Magedeburger Bischöfe entwickelte
sich die Stadt gut
1493 Kupferstich einer turmreichen, gut befestigte Stadt in der Schedelschen
Chronik
1631 wurde Magdeburg als reformationsfreudige Stadt durch kaiserliche Truppen vollständig zerstört. Davon konnte sich die Stadt erst im Sog der Industrialisierung erholen, wobei sich besonders die Schwer- und Maschinenbauindustrie entwickelte.
Im Stadtgebiet stammen mehr als 80 historische Gebäude aus dem 13. Jh. oder noch zuvor. Auch die Stilepochen des Barocks und der Gründerzeit sind mit zahlreichen Baudenkmälern vertreten.

Der Magedeburger Reiter am Platz (1240) ist das ältestes frei stehendes Reiterstandbild Deutschland (Original im Museum), moderner Eulenspiegelbrunnen.

[1] Ruine Johanniskirche, Gedenkstätte zur Zerstörung Magdeburgs und stadtgeschichtliche Ausstellung.
[2] Kloster Unserer Lieben Frauen: Die romanische Anlage (11. Jh.) zählt zusammen mit der zweitürmigen Liebfrauenkirche zu den bedeutendsten kulturhistorisch frühen Bauten auf deutschem Boden; Nutzung heute für Konzerte sowie als Museum mit sakralen Holzskulpturen des 15. bis 18. Jh. und deutsche Plastiken des 20. Jh.
An der Nordseite der Klosterkirche kann man diese mit viel Freude am Detail geschaffenen Türgriffe entdecken. Man sieht sich aber auch schnell verzaubert im Skulpturengarten, wo Moderenes mit Natur und alten Mauern kontrastieren. Eine der schönsten Orte dieser großzügig modernen Stadt.
[3] Kiek in de Köken; Turm
[4] Der Magdeburger Dom St. Mauritius, 1209/1520 erbaut, war die erste gotische Kathedrale Deutschlands: Doch nicht allein deshalb gilt die schöne Bauplastik als Inbegriff reifer Gotik. Im Innern Grabplatten. Kaiser Otto I. und seine Frau Editha sind im Chorumgang beigesetzt. Beachtlich auch das Ehrenmal für die Toten des Ersten Weltkrieges in der Aspis des nördlichen Querhauses, geschaffen von Ernst Barlach, Kreuzgang, Chorgestühl, Otto I.
Doch wirklich schön ist das barocke Portal (um 1700) am südwestlichen Domkomplex. Es gehörte bis zum 30jährigen Krieg zur Peter-Paul-Kirche. Nach Zerstörung der Kirche wurde es versetzt und Steine für den Bau des Postamtes [neben 6] verwandt.
Die Staatskanzlei Sachsen-Anhalt Am Domplatz, 1707 als königlich-preußisches Stadtschloss errichtet, wurde 1880 aufgestockt.
[5] Kulturhistorisches Museum, Otto-von-Gueicke-Straße 68-73: Gemälde, Naturkunde, Technikgeschichte, Nachbildungen der Magdeburger Halbkugeln des Otto von Guericke (Versuch zum Luftdruck).
[6] Sebastianskirche: Hallenkirche, erst romanisch, dann gotisch umgebaut, Glasmalereien, spätgotische Altäre
[7] Weinkeller, spätromanisch, in der Buttergasse, 30 m lang. Er wurde im Dreißigjährigen Krieg verschüttet und erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgefunden.
Durch mehrere Angriffe wurde Magdeburgs Innenstadt im zweiten Weltkrieg zu 80% zerstört. Ihr fiel auch Deutschlands schönste Barockstraße - die Breite Straße - zum Opfer.
Nur die Bürgerhäuser Nr. 178 und 179 nahe [7] blieben erhalten.
[8] St.Petri mit Magdalenen-Kapelle
Mechthilt schrieb hier 1250 das erste kirchliche Buch in Deutsch. Engagiert für Nächstenliebe, oft vom Establishment gescholten, musste sie Magdeburg verlassen. Sie legte den Grundstein zur Mystik von (Kloster) Heltra; Die Magdalenenkapelle unterhalb der Petrikirche wurde 1315 erbaut, 1631 zerstört, 1714 Aufbau, 1846 ergänztes Gewölbe, 1945 erneut zerstört, 1966 gotisches Steildach
D
as älteste erhaltene Fachwerk-Wohnhaus der Altstadt am Remtergang zwischen Fürstenwall und Dom ist ein Renaissancebau mit romanischen Kellergewölben und barocker Treppenanlage. Es war 1690-1807 Amtssitz des Domsyndikus.
[9] Walloner Kirche
[S] Elbe-Schwimmhalle

| Neben einer Anlegestelle der Weißen Flotte am Schleinufer der Elbe ist auch eine Schiffmühle zu finden. über eine Fußgängerbrücke kann man die Ufer wechseln. | ![]() |
Otto der. I., Dr. Eisenbarth
Otto von Guericke war in Magdeburg zu Hause. Seine öffentlichen physikalischen Demonstrationsversuche, wie z.B. die Konstruktion der Magdeburger Halbkugeln zur Veranschaulichung der Größe des Luftdrucks, machten ihn weithin berühmt. Die Universität der Landeshauptstadt trägt seinen Namen.
Uni Magdeburg
FS Magdeburg,
Medizinische Akademie
Cracau mit Cracauer Wasserfall
Rothensee (n)
Schiffshebewerk an der Nahtstelle zwischen Elbe und Mittellandkanal, 16 m Höhenunterschied, technisches Meisterwerk von 1938; umfangreiches Hafen- und Gewerbegebiet.
Gruson-Park
Neue Gewerbe-, Wohnungs- und Büroflächen auf dem Gelände des ehemaligen "Schwermaschinen Kombinats Ernst Thälmann" (SKET)