Aken (Elbe) - traditionelle Schifferstadt

Elbstadt mit 11.000 EW (1985) auf 60 km² mit leistungsfähigem Binnenhafen

1270 Stadtgründung durch Albrecht den Bären mit flämischen Siedlern.

sehenswerte Innenstadt

Die Altstadt mit vielen historischen Bauten ist ein Flächendenkmal, geprägt durch die planmäig als regelmäßiges Viereck angelegte mittelalterliche Stadtanlagen, mit parallelen und sich rechtwinklig kreuzenden Straße, mit Toren und Türmen, Fachwerkhäusern, Schifferhäuschen und der erfrischenden Elbpromenade.

Sehenswürdigkeiten in der Innenstad von Aken an der Elbe[R] Rathaus am Marktplatz, 1490 Neubau nach Stadtbrand, 1609 erweitert. Zweckmäßig, solide in schlichter Schönheit erbauter und konsequent unter Denmalschutz gestellter zweigeschossigen Putzbau mit Zwerchgiebeln. Südseite weist schmuck gekreuzte Backsteinbänder auf. Besucher werden im Eingang mit Handschellen und Schlachtermesser, begrüßt. Ratskeller mit Kreuzgewölbe.

[M] Marktplatz, altstädtisch gepflastert, von Kastanien und Ahornbäumen umfasst und kleinen Scharren- und Fachwerkhäusern begrenzt. Ein Marktbrunnen erinnert an Ereignisse wie dem Stadtbrand 1485 und Hochwasser in den Jahren 1316, 1539, 1709, und 1845.

Stadtbefestigung:
1300 - 1330 entstand die Stadtmauering mit 14 Wehrtürmen, Graben und Wälle. Davon sind noch große Teile der Mauer und drei von einst 4 Tortürmen erhalten
[D] Dessauer Torturm (1608), mit Pechnase an Nordseite
[K] Köthener Torturm (1288), oben 1551 renaissance erneuert, 2 Turmuhren seit 1900.
[B] Burgtorturm (1288), Veränderung 1500. Am Bismarckplatz dürfte seit 1895 eine Eiche wachsn und ein Weltkugel gegen Faschismus mahnen.

[1] Marienkirche
1188 im romanischen Stil erbaut mit 38 m hohen Doppeltürmen. Beim großen Stadtbrand 1485 brannte auch die Marienkirche nieder.Nach dem Vorbild der Nikolaikirche wurde sie wieder aufgebaut.
[2] Schifferhäuschen Am Ratswerder
Hochwassergedenkstein an der Elbe - ein Findling mit Hochwassermarken

[3] Nikolaikirche
bereits 1265 schriftlich erwähnt, vermutlich von Kaufleuten und Reisenden gegründet, 1270 in den Rang einer Stiftskirche erhoben; 1317/35 Wiederherstellung und Erweiterung nach Hochwasserschaden unter Verwendung alter romanischer Bauteile, u.a. zwei spätromanische Säulenportale und romanische Pfeiler im Langhaus. Weiterhin Anbau gotisches Chor und Doppelturmanlage, 1884/92 neu gotisiert.

[4] Heimatmuseum zur Schifffahrts- und Hafengeschichte und zu den Bereichen Ur- und Frühgeschichte, Stadtgeschichte und Tierwelt des Auenwaldes (u.a. den Elbebiber).

[5] Am Wasserturm

erbaulich:
Patrizierhaus bzw. Niemannsches Haus - älteste Fachwerkhaus der Stadt, Köthener Straße 41, erbaut für Augustinus Waschklapp, "Purgermeister alhier 1584". Sitznischen noch benutzbar, Türklopfer aus Messing in Verwahrung.

Steinerne Kemenate - Dessauer Str. 76; Die Gebäude des ehem. Nonnenklosters sind aber noch älter (13.-14. Jh.), heute Druckerei

Fachwerk-Bauernhaus (16. Jh.) in Burgstraße 30, Giebel unverputzt, barocke Haustür
Fachwerkhaus Köthener Str. 21 (1744)
Forsthaus in Kleinzerbst (1756)

natürlich:
Biosphärenreservat Mittelelbe

personell

Friedrich Wilhelm Steinbrecht, Leutnant im Freikorps Lützows, Ehrenbürger der Stadt. Sein Grab befindet sich auf dem Alten Friedhofes beim Stadtpark
Werner Nolopp, Heimatdichter und Komponist. Findling hinter der Stadtmauer als Denkmal

Ortsteile/Eingemeindungen:

Aken, Kühren, Mennewitz, Obselau, Susigke

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