Blieskastel

Städtchen mit rund 22.700 EW (2008) an der Blies im Bliesgau,

Der 7 m hohe "Gollenstein", größter Menhir Mitteleuropas, wurde um 2000 v.d.Z. errichtet und bezeugt neben 12 Grabhügeln der Hallsteinzeit eine frühe Besiedlung des Bliesgaus.

1760 bis 1793 wurde die Barockstadt als Residenz der Fürstin Marianne von der Leyen erbaut.
Die industrielle Entwicklung des 19. Jh. rauschte an Blieskastel nur vorbei, hin zu den Kohlerevieren.

historische Altstadt - Residenz des 18. Jh.

Der barocke Kern von Blieskastel selbst wurde mit 154 Einzeldenkmälern zum Denkmalschutzgebiet "Alt Blieskastel" erklärt. Mit der anierung der Altstadt wurde auch eine Fußgängerzone geschaffen, die Erfordernisse der Gegenwart mit dem historischen Stadtbild in Einklang brachte.

Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt von Blieskastel [R] Rathaus am Hauptplatz
[1] Rathaus am Paradeplatz, (1775), barock, ehemals Waisenhaus (Zucht- und Arbeitshaus) aus einer Stiftung des Reichsgrafen Franz Carl von der Leyen. Das Gebäude diente zugleich als Oberamthaus und Speicher im OG. sowie durch Anbauten als Kaserne und Markthalle (Vorhalle) - ein erstaunliches Kompetenz- und Machtzentrum, an dem über einem Dreiecksgiebel die Figur der Justitia herab blickt. Es diente auch öfters als Kriegslazarett.
Die Markthalle, eine Vorhalle mit Flachdecke und vier Pfeilern, auf denen Korbbögen aufliegen. Ihre Schlusssteine zeigen abwechselnd das Leyensche Wappen und Tierköpfe.

[2] ehemals Königlich Bayerisches Rentamt (1904), Zweibrücker-Straße 1. Neubarock, zweigeschossiger, roten Sandsteinbau mit schiefergedecktem Walmdach. Nordseite mit Mittelrisalit, darin schmaler Balkon und Rundbogengiebel mit dem bayerischen Wappen. Seit 1978 unter Denkmalschutz, seit 1996 Servicezentrum der Stadtverwaltung.
[3] Bliesgau-Festhalle
[4] Maximiliansäule (1823) für Bayernkönig Maximilian I.
[5] Langer Bau, "Orangerie" (1670 beendet), Schlossbergstraße, eindrucksvolle Renaissance, Rest der einstigen Schlossanlage der Grafen von der Leyen. Als Rückwand wurde ein Teil der mittelalterlichen Burgmauer genutzt. Auch die Reste des beigefügten Turmes stammen stammen aus dieser Vorzeit (14. Jh.). Der Garten wurde wieder seinem barocken Vorläufer angenähert.
Schlossbergstraße: barocke Häuser ehemaliger Hofräte, oben ein Schlösschen

[6] Post, Alte Marktstraße, Schlangen- bzw. Napoleonsbrunnen (1804); westlich die echt Alte Pfarrgasse

[7] Schlosskirche (1776/78), als Franziskaner-Klosterkirche Sebastian gewidmeterweiträumiger Saalbau mit ovalem Oberlicht, nach außen durch Pilastergliederung mit doppeltem Gebälk frühklassizistischer Eindruck. Die Westfassade ist in Anlehnung an den italienischen Barock gestaltet, enthält aber ein streng klassizistisches Portal mit Dreiecksgiebel und toskanischen Doppelsäulen. Viele Baumeister... Die Seitenaltäre wurden nachträglich (1816) errichtet. Das Gebäude ist Veranstaltungsort verschiedener Konzertreihen.

[8] Konventsgebäude des Franziskaner-Klosters (1776) und öffentliche Lateinschule für Schüler aus Blieskastel und Umgebung. Der Verbindungsflügel zur Kirche und ein Wirtschaftstrakt im Westen des Gebäudes entstanden späteren Bauabschnitten. Nach Auflösung des Kloster 1802 erfolgte ab 1808 die Weiternutzung als Schule, ab 2001 Umbau zum Seniorenheim.

[9] Freibad an der Blies, Freizeitzentrum

natürlich

- Freizeitanlage Würzbacher Weiher
- Große Liegewiese direkt am See
- Wohnmobilstellplätze mit Ver- und Entsorgungsanlage

Blies - Idylle im Wendeler Land

Die lebliche Blies, ein renaturiertes Rinnsaal. Wassertreten darin oder darvon trinken? Lieber doch nicht

Mit etwa 3.000 ha Forst ist Blieskastel eine der waldreichsten Kommunen des Saarlandes. Aufgrund der reizvollen Landschaft und der heilklimatischen Verhältnisse wurde Blieskastel staatlich anerkannter Kneipp-Kurort.

Stadtteile/Eingemeindungen

Am 1. Januar 1974 wurde die kommunale Gebiets- und Verwaltungsreform vollzogen. Gemeinsam mit anderen, vorher selbständigen Gemeinden bildet die alte Stadt Blieskastel mit nunmehr 15 Stadtteilen eine neue Verwaltungseinheit.

einige Stadtteile von Blieskastel

Aßweiler, Alschbach, Altheim, Ballweiler,
Bierbach - Reste einer römischen Villa,
Biesingen, Blickweiler, Böckweiler
Breitfurt
Brenschelbach, Lautzkirchen, Mimbach, Niederwürzbach, Pinningen, Wolfersheim, Webenheim
Böckweiler:
- Stephanuskirche (um 850), Frühromanik, älteste Kirche des Saarlandes
- hallstattzeitliche Grabhügel entlang der Straße nach Mimbach

Mimbach, Christuskirche (1767), barocke Hallenkirche
Niederwürzbach, Naherholungsgebiet. Um den Weiher gruppieren sich mit dem "Roten Bau", dem "Annahof" und dem Rest der "Philippsburg" noch barocke Bauten aus der Leyenschen Zeit.


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