[R] Rathaus
[M] Markt
[X] Windmühle 19. Jh.
[1] Dom St. Petri, Glocke
[2] Unserer Lieben Frauen
[3] St. Johannis Kirche
[4] Böttcherstraße
[5] St. Martini
[6] Stadtwaage
[7] Haus des Reichs
[8] Kunsthalle, Markshaus
[9] Ostertor und Wallanlage
[10] Theater
Roland am Bremer Markt
BurglesumIm Norden Deutschlands bilden die beiden Städte Bremen und Bremerhaven mit rund 682.000 EW (2005) und 400 km Fläche das kleinste deutsche Bundesland, zwar rund 60 km von einander entfernt, doch verbunden durch die Weser.
Die Siedlung am Weserufer wurde 782 erstmals urkundlich erwähnt. 787 durch Kaiser Karl dern Großen zum Bistum erhoben, wurde Bremen bischöflich regiert und war Ausgangspunkt der Christianisierung des Ostseeraumes.
888 verlieh Kaiser Otto I. der Stadt das Marktprivileg.
1186 erhielt Bremen das Stadtrecht (Barbarossa-Urkunde)
Mit der Zeit wurde Bremen immer mehr zu einem wichtigen Handelsplatz, und die Kaufleute wurden reicher und selbstbewusster. So setzten sie den Bischof ab und machten Bremen zu einer bürgerlichen Handelsstadt mit Stadtrechten um 1200.
Als Mitglied der Hanse seit 1358 wuchs Bremen beträchtlich. Da Bremen nicht direkt am Meer liegt, wurde die Anlage eines ersten künstlichen Hafenbeckens um 1619 in Vegesack sinnvoll, die spätere Anlage 1827 an der Siedlung Bremerhaven 1827 weitsichtig. Dem damaligen Bürgermeister Smidt sei es gedankt und nach ihm die wichtige Straße mit Weserbrücke bis zum Bahnhof benannt.
Altstadt. Wichtige Handelsstadt mit Wallring an der Weser, seit 1186 Freie Reichsstadt, ab 1260 Hansestadt,
1646 Bremen wird zur unmittelbaren freien Reichsstadt erhoben[R] historisches Rathaus, 1405/10 gotisch erbaut, beieindruckte mit prächtigen Giebeln, einladenden Arkaden und dem Ratskeller schon Wilhelm Hauff und Heinrich Heine. Es wurde Anfang 17. Jh. renaissance umgestaltet.
[1] Dom St. Petri, 1041 Baubeginn, doppeltürmig nach und nach in verschiedenen Baustilen errichtet und mit einem Dom-Museum angereichert.
[2] Kirche Unser Lieben Frauen, frühgotischer Hallenbau (13. Jh.) mit bunten Fenstern (1964/79) von Alfred Menassier. Nordwestlich davon liegt die Lloydpassage und die zum Bahnhof führende Sögestraße - alles innteressant genug.
Die kurze Böttcherstraße [4] ist schon deshalb eine Augenweide,
weil der Kaufmann Ludwig Roselius den kunstverständigen Architekten Bernhard
Hoetger hier mit der Ausstattung der mittelalterlichen Häuser im expressiven
Jugendstil beauftragte - eine lebendige kunsthandwerkliche Gasse.
Der Schnoor südöstlich der St.-Johannis-Kirche [3] ist Bremens ältestes
Wohnviertel. Handwerker und Fischer wohnten dicht an der Weser. Noch heute
befinden sich in den verwinkelten Gassen Häuschen des 15./16. Jh. mit
Galerien, Werkstätten, Boutiquen, Kneipen, Restaurants. Ein Revier für
Entdecker.
Die (einstigen) Wallanlagen umringen als hübscher Grüngürtel
mit dem Stadtgraben die Altstadt, die sonst von der Wesser begrenzt wird.
Um das Ostertor entstand eine Kulturinsel mit Kunsthalle Am Wall 207 (Sammlung
seit 1823, impessionistische und expressionistische Malerei der Spitzenklasse).
In der klassizistischen Alten Ostertorwache sind Werke des Exprssionisten
Gerhard Marcks (1889/1981) ausgestellt. War der ein Bremer? Um Neue Malerei
zu sehen, braucht man nur über die Weser zu springen. Das Theater [10]
findet man sinnigerweise(?) am Goetheplatz. Am nördlichen Wall gibt es
was für Windmühlenfans zu sehen.
museal:
Mühle Oberneuland, Mühlenweg 34: Ausstellung zu Kom und Brot im alten Bremen
Kunstsammlungen Bttcherstraße, Roseliushaus, Paula-Modersohn-Becker-Haus:
erst klassige Sammlungen zur Wohnkultur, Kunstwerke des 12. bis 20. Jh., Silberschatz
Neues Museum Weserburg, Teerhof 20: Gegenwartskunst, u.a. Warhol, Beuys
Wilhelm-Wagenfeld-Haus, Am Wall 209: Designzentrum Bremen, Sammlungen W.
Wagenfeld
Spielzeugmuseum, Schnoor 24
Heimatmuseum Schloss schönebeck, Im Dorfe 3-5: Schiffsbau, Schiffahrt,
Walfang, Wohnkultur.
Schulschiff Deutschland, Friedrich-Klippert-straße 1, Schiffsbesichtigung.
Tischlerei-Museum, Kpkenstraße 18-20: Handwerksgeschichte, Holzbearbeitungsmaschinen
Bremer Rundfunkmuseum, Findorffstraße 85: Geschichte der Telekommunikation
Schulgeschichtliche Sammlung Bremen, Auf der Hohnisch 61-63: historisches
Schulgebäude
ruhig
Wallanlagen am Stadtgraben
Bürgerpark nordstlich des Hauptbahnhofes
Botanischer Garten: große Parkanlage vom Ende des 19. Jh., besonders reiche
Azaleen- bzw. Rhododendronsammlung, Gewchshäuser.
Veranstaltungen
Bremer Eiswette: 6. Januar
Stiftungsfest der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrchiger: dritter
Samstag im Januar Boot Bremen: Ende März
Osterwiese: Mitte April
Vegesacker Hafenfest: Mitte Mai. Bremer Stadtfest: Mitte Mai
Bremer Freimarkt: Oktober.
überseemuseum - neben dem Hauptbahnhof, 1896 gegründet, mit vielen exponierten Mitbringseln bremischer Kaufleute aus aller Welt
Bremen ist zweitgrößte Hafenstadt Deutschlands, auch Technologie-
und Wissenschaftsstandort, die aber wie in fast ganz Deutschland zu wenig Arbeitsplätze
entstehen lassen. Ein 146 Meter hoher Fallturm der Uni
Bremen steht wegweisend im Technologiepark.
IU-Bremen ,
SV Werder Bremen;
genüsslich:
Kaffemarken wie Jacobs, Eduscho, Melitta und HAG, die Brauerei Becks;
Technologiepark.
speziell:
Kohl und Pinkel - gericht aus Grünkohl mit vielen Sorten Fleisch oder
besser einfach mit geräucherter Grützwurst. Zu den berühmten
Pinkelfahrten ist der Genuss von reichlich Bier angeraten, sonst klappt es
mit dem Pinkeln nicht.
Freimarkt seit 1035 jeden Oktober mit Umzug und viel frohen Treiben.
Rhododendronpark, einer der schönsten und größten Europas,
mit Botanischen Garten und Azalleenmuseum, ist besonders nach Mitte März
blütenprächtig und in der Marcusallee 60 (nördlich) zu finden.
Das Bremer Landesmuseum (Focke-Museum) ist im Herrenhaus Riensberg (1768 erbaut)
in der Schwachhauser Heerstraße 240 untergebracht.
im Nordosten - planmäßige Anlage des Marschendorfs mit ihrem regelmäßigen Muster der Straßen und Kanäle, noch klar zu erkennen. Das Land wurde Anfang des 12. Jh. von holländischen Einwanderern besiedelt. Eine nostalgische Windmühle erinnert an die ländliche Vergangenheit; Bauernhäuser sind jedoch nur noch vereinzelt zu finden. Sie mussten prachtvollen Villen weichen, die sich wohlhabende Bremer Bürger seit dem Ende des 18. Jh. als standesgemäße Sommerresidenzen errichten ließen.
im Nordosten - In dem NSG Borgfelder Wümmewiesen bei dem kleinen Ort ist die Landschaft der Wümme-Niederung noch so erhalten, wie vor 100 Jahren auf den Bildern der Worpsweder Künstlerkolonie dargestellt. Die in Deutschland einzigartige Wiesenlandschaft mit ihrer reichen Flora und Fauna kann man auf dem Weg, der von Borgfeld zum Landgasthof Hexenberg führt, erkunden. Ungefähr 200 Vogelarten sind in der im Winter öfters überschwemmten Niederung zeitweise zu Gast oder brüten hier, darunter Singschwäne und Schnatterenten, Kanadagänse und die durch ihre Turnierbalzkämpfe bekannten Kampfläufer.