Wiesbaden - Hessens Hauptstadt und Weltbad

mit 271.351 EW (2004) auf 204 km² in 115 m ü. NN; verkehrsgünstig am Schnittpunkt alter Straßen gelegen;
829 erstmals urkundlich erwähntes "Bad an den Wiesen". Die Badewässer waren allerdings den Römern schon um 122 als Aquae Mattiacorum bekannt. Der älteste Teil Wiesbadens, noch zur Römerzeit bebaut, ist deutlich an den hier noch kleinen, scheinbar planlos verlaufenden Gassen zu ersehen.

Seine erste Blütezeit als Badestadt erlebte Wiesbaden zur Zeit des Biedermeier, und natürlich weilte auch Goethe hier zur Kur. Erst im 19. Jh. erfolgte ein konsequenter Ausbau zur klassizistischen Kurstadt. Eine optimale Marketingstrategie lockte betuchte Gäste mit Lifesyle Culture ans Heilwasser. Nun wurde die Stadt zum Nizza des Nordens, in der auch Fürsten und Könige verkehrten. Von diesem großstädtisch luxuriösen Glanz hat sich bis heute viel erhalten.
1946 erfolgte die Erhebung der Handels- und Bäderstadt Landeshauptstadt Hessens.

sehenswerte Innenstadt

Sie ist vom Geist der Gründerjahre geprägt, vielfältig historisierend und ordentlich entstaubt.

Wiesbadens Neues Rathaus © Bernd Kröger

[A] Altes Rathaus (1610) ist das ältestes Gebäude der Stadt. Das Obergeschoss wurde allerdings 1828 ersetzt

[R] Neues Rathaus (1887) Foto

[1] Schloss (1841), streng klassizistisch, Sitz des Landtages
[2] Marktkirche, neugotisch



Wiesbaden Kurhaus © Kristan

[3] östlich der Wilhelmstraße liegt das Kurviertel mit Kurhaus, Kurpark, Brunnenkolonnade.
Das schlossartige Kurhaus (1904/06) gaukelt Antike vor, ist aber neoklassisch und von prunkvoller Ausstattung. Die Spielbank dient nicht dem Spieler sondern der Bank und dazu, das Geld in Umlauf zu halten. Die Brunnen-Kolonnaden gibt es seit 1825.
In der Wilhelmstraße - Promeniermeile - kokettiert auch die "pompejische" Villa Clementine mit der Prominenz.


Wiesbaden Innenstadt

[4] Hessische Staatstheater (1892/94). Der Kurpark mit dem schlossartigen Kurhaus entstand erst im 20. Jh..

[5] Anglikanische Kirche, Neogotik
[6] Museum (1912/15), Sammlungen zu Kunst, Naturwissenschaft, Archologische
[7] Rhein-Main-Halle
[8] Kirche Sankt Bonifatius

[9] Kaiser-Friedrich-Bad (1910/13), Jugendstil, Fayenceraum;
gegenüber das Römertor, eine hölzerne Rekonstruktion.
[10] Kochbrunnen mit heißer Salzquelle, Tempel (1854)

Wiesbaden Biebrich Schloss © clearlens

Das Biebricher Schloss im Süden der Stadt ist eine barocke Anlage aus verschiedenen Perioden und klassizistischen Räumen

erholsam
Wiesbaden Monopteros © fotografci

Die Nerobergbahn aus dem Jahr 1888 bringt in rund 4 min Fahrt bis 50 Passagiere nach oben "auf" das Opel-Freibad, in herrliche Ruhe und zu Ausblicken in 245 m Höhe. Am Neroberg besteht ein gutes Wanderwegenetz, angelegt vom Wiesbadener Verschönerungsverein.
Sehenswert auch die griechische Kapelle (1847/55) mit fünf vergoldeten Kuppeln.


festlich:
fachlich

FH Wiesbaden
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Wiesbaden Stadtteile

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