Durch Menschen wurde es erst im 12.Jh. nachhaltige besiedelt. Frühere Siedlungsfunde
datieren um 4000 v.d.Z.
Im Süden des Golmberges auf leichten Sandböden des Niederen Fläming
(178 m) in windreichem und rauhem Klima wurde erfolgreich (vor 1985) Winterroggen,
Wintergerste und Knaulgras gezüchtet.
Der Kreis wurde 1994 aus den Altkreisen Jüterbog, Luckenwalde und Zossen
gebildet.
Sperenberg - Ortsmitte, 1495 erstmals urkundlich erwähnt;
ab 1860 wirtschaftlicher Aufschwung durch industriemäßigen Gipsabbau. Der Nottekanal wurde bereits um 1600 für den Transport von Ziegelsteinen und Gips genutzt. Heute locken die Gipsbrüche zu abenteuerlichen Erkundungen. Das einst tiefste Bohrloch der Welt reichte 1.271,6 m hinab.
Mellensee - früher "Mellen") - 1430 erstmalig erwähnt; Strandbad direkt am See; Gedenkstein an Gefecht von 1813; Fischereibetriebe, Anglerfreude und Wanderverführungen.
Klausdorf - nach seinem Gründer Nikolaus benannte Dorfaue, entstanden
um 1250. Für 1698 ist eine Ziegeleischeune nachweisbar, 1913 gab es hier
11 Ziegeleien, heute gibte es hier immer noch eine (arbeitende?) Ziegelei
und eine geschützte Kaisereiche auf dem Dorfplatz.
Saalow - um 1541 gegründet, besticht durch eine anmutige Dorfaue (Rundling).
1861 fand Fontane bei seinen Wanderungen besonders an den Höllenberge
( im 20. Jh. Sonderjagdgebiet) mit seinen ausgedehnten Wäldern und dem
nahen See Gefallen. Heute könnte er sich - falls Technikfreak - an der
in Europa einzigartigen Mühlenkostruktion erfreuen. Diese Scheunenwindmühle
(1864) aus dem Erzgebirge wurde 1974 abgebaut und 1992 hier wieder aufgebaut.
öffnet man da Giebeltor, treibt der Durchzug das Windrad an und dieses
das Malwerk. Also Tür auf, damit es zieht! Die Scheune ist zugleich das
Bürgerhaus von Saalow; moderne Reitanlage.
Kummersdorf - ständige Ausstellung zur Ortsgeschicht und also Militärgeschichte,
die 1875 mit der Eröffnung der Königlich - Preußischen - Militäreisenbahn
auf der Strecke Berlin-Schöneberg bis zum damaligen Schießplatz
begann. Wernher v. Braun hier seit 1932 an der Entwicklung von Raketen mitgearbeitet,
bevor er 1937 nach Peenemünde ging. Was die Rote Armee hier an Geschossen
gelagert hatte, ...
Alexanderdorf - als Vorwerk Cummersdorf 1572 erstmalig erwähnt, wahrscheinlich
slawischen Ursprungs. Hier wurden eine Brettschöneidemühle und hauptsächlich
Schafzucht betrieben. 1811 kam das Vorwerk als Gutsbetrieb in den Besitz des
Alexander von Ruville, daher der Name. 1934 wurde das abgewirtschaftete Gut
zum Kloster umfunktioniert zur heutigen Abtei St.Gertrud.
Kummersdorf - Dampfmühle (1873). Sie heißt jetzt Heidemühle Kummersdorf.
Die in den Jahren 1927 - 49 eingebauten Walzenstühle sind dort auch noch
zu besichtigen.
Rehagen - 1541 urkundlich erwähntes, kleines Dorf mit Bahnhof, umgebenen
von Feldern und Wiesen, Siedlung (Rundling) mit Dorfaue. Auf dem Teil des
Geländes um den Wasserturm, ist nach umfangreicher Entsorgung und Rekonstruktion
das Wohngebiet Busenberg entstanden.
Klausdorf - einstige Tongruben sind heute voll Wasser. Die größte
bildete den Waldsee, einen beliebter Badesee.
Gadsdorf - wurde 1541 erstmalig urkundlich erwähnt, kleinster Ort der
Gemeinde. Um 1800 entstand hier der ortsprägende Schulze-Gutshof. Sehr
reizvoll sind die Torfseen, die ein Paradies nicht nur für Angler sind.
2.000 EW; Schloss (17. Jh. umgebaut), in Richtung Luckenwalde zieht sich
das Baruther Urstromtal
sehenswert: Kirche St. Sebastian, Schlosspark (Lenné);
zugehörig die Ortsteile:
Glashütte - Handwerker-, Lern- und Museumsdorf
Johannismühle - Wildpark
Ließen - Dorfbacken
Friedensmühle - Keramik- und Teestuben
Petkus - Alte Schule und Küsterei mit Kräutergarten; Friedensmühle
(1837) ehemalige Bockwindmühle, 1950 zur Paltrockmühle umgebaut
Denkmal (1817) zur Schlacht bei Großbeeren am 23.8.1813 mit Gedenkturm
Dennewitz - Hochzeitsmühle (1813), ohne Technik dafür mit Museum,
obwohl nach verschiedenen Angaben Baujahr "1998" (?)
Gölsdorf - Bockwindmühle (1542); Getreidemühle, technisches Denkmal
mit Schaumüllerei
Oehna - Freibad
Seehausen - Kulturscheune
Zellendorf - Flugplatz
Gemeinde mit 3.790 EW (2003) auf 185 km², gebildet aus Bärwalde
(Burgruine, Slawenwall)
Borgisdorf Gräfendorf Herbersdorf Hohenahlsdorf Hohengörsdorf Hohenseefeld
Höfgen Körbitz Kossin
Lichterfelde (Oberlaubenstall) Meinsdorf Nonnendorf Reinsdorf (Flugplatz) Riesdorf
Rinow Schlenzer Sernow Waltersdorf Welsickendorf Weißen
Werbig-Wiepersdorf: Künstlerhaus und Schloss Wiepersdorf mit großer
Terrasse, reizvoller Orangerie im Stil des ausklingenden Rokokos und weitläufigem,
in die FlämingWälder übergehendem Park. Einst bewohnte das Dichterehepaar
v. Arnim das Schloss. Bettina v. Arnim, bekannt durch den Briefwechsel Goethes
mit einem Kinde", die weltzugewandt, fortschrittlich wirkte und Verfolgten half,
zog viele Geistesgrößen ihrer Zeit nach Wiepersdorf.
Gemeinde mit 7.020 EW (2004) aus 23 Dörfern auf 337,69 km² und
damit sechstgröße Kommune der Bundesrepublik! zum großen Teil
im Naturpark Nuthe-Nieplitz liegend;
Die Geschichte dieser Dörfer war sehr geprägt durch Bindung zu den
benachbarten Städten Jüterbog und Luckenwalde und besonders durch
das Kloster Zinna, an das 1285 und 1307 die Dörfer verkauft wurden.
zugehörig/Ortsteile:
Ahrensdorf - Gedenkstele für die Hachschara-Stätte, wo zwischen 1936
und 1941 jüdische Jugendliche auf die Ausreise nach Israel vorbereitet
wurden (kann das wahr sein?).
Dobbrikow - Ort mit sieben Seen, entstanden durch übersandung von Resteisbläcken
der Eiszeit, die nach langsamen Tauen hohlräume hinterließen. Sie
sind bestens geeignet zum Baden und Angeln: Glienicksee, Bauernsee, Vordersee,
Hintersee, Teufelssee, Stapelsee und Baasee.
Gottow - Badesee
Gottsdorf - Wassermühle am Pfefferfließ (1285 beurkundet) mit mittelschlächtigem
Wasserrad, 1878 zweigeschossiger Neubau;
Holbeck - Badesee
Kemnitz - letztes regional typisches Nuthe-Nieplitz-Haus (Spiekerhus), ein Mittelflurhaus
aus Fachwerk, ergänzt um eine durchfahrbare Laube über die gesamte
Breite der Erdgeschosszone des Giebels bzw. um einen kleinen seitlichen Vorbau.
Lynow - Oskar Barnack-Museum (Erfinder der Kleinbildkamera)
Ruhlsdorf - Gemeindeverwaltung, Frankenfelder Str. 10
an der B101;
OT Tyrow - Dorf mit Zukunft im Naturpark
etwas westlich zwischen Blankensee und Glau befindet sich ein wunderschönes
Wildgehege für Rot-, Dam- und Muffelwild in natürlichem Lebensraum
mit einsehbaren Futterraufen und einer Tränke (für die Tiere). Aber
bitte auf den ausgewiesenen Rundwegen bleiben.
Ort slawischen Ursprungs zwischen zwei Seen, erste urkundlicher Erwähnung
1495; 1910 entstsand hier eine Heeressportschule und seit 1934 ein Militärstandort.
Ab 1935 wurden ein Panzerregiment, eine Panzerabwehrabteilung und die Heereskraftfahrschule
nach Wünsdorf verlegt. Die Bunkeranlagen Maybach I und II und die dazwischen
liegende Telefonzentrale Zeppelin des damaligen Oberkommando des Heeres wurden
ab 1937 errichtet.
Nach 1953 übernahmen die GUS-Truppen einen Großteil
Wünsdorfs, riegelten es hermetisch ab und und richteten hier ihr Hauptquartier
ein. Nach deren Abzug 1994 wurde das ehemalige Militärgelände
saniert und durch moderne Wohngebiete ersetzt. In einem
Teil der ehemaligen Kasernen sind Behörden eingezogen.
sehenswert:
Dorfkirche, Museum des Teltow in der ehemaligen Dorfschule
Die Bücherstadt, eine gut besuchte antiquarische Einrichtung von Bibliothekaren
Motorradmuseum an der B96 angesiedelt.
Stadt mit rund 17.000 EW (2004) auf 180 km² in 37 m ü. NN.; Reste
einer Burg (16. Jh.);
mit Glienick, Horstfelde, Schünow, Werben, Kallinchen, Neuendorf,
Nunsdorf, Schöneiche, Wünsdorf, Funkenmühle, Lindenbrück,
Neuhof, Waldstadt, Zesch am See und Dabendorf;
Die Lage an der B96 nahe Berlin Süd ist nicht uninteressant - lange Tradition als militärischer Standort (ab 1910) zusammen mit Wünsdorf und als Gefangenenlager will durch neue ersetzt werden.
sportlich:
Fahrt mit einer Farrad- oder Handhebel-Draisine in Richtung Jüterbog
www.erlebnisbahn.de
weiter im Kreis: Blankenfelde-Mahlow Dahmetal
Groß Machnow Ihlow Mahlow
Rangsdorf Töplitz