Fläming: Diese glaziale Endmoräne entstand, als aus Norden
Gletscher Geröll heran wälzten und türmten und bizarre Trockentäler
(Rummeln) schufen. Der Hagelberg ist mit 200,1 m höchster Hügel.
Wegen seiner Wasserarmut war der Hohe Fläming nur schwach besiedelt. An
den Rändern lebten germanische Stämme, die dann nach Südwesten
zogen. Im 10. Jahrhundert eroberte König Heinrich l. die slawischen Gebiete
und begann die Befestigung durch Burgwarde.
Im 12. Jh. wurden hier flämischen Kolonisten angesiedelt und der Landstrich
entsprechend benannt. Der Fläming reicht bis nach Sachsen-Anhalt in den
Kreis Anhalt-Zerbst. Wird aber gern als Streusandbüchse bezeichnet. Und
wer ungestört seine Hausaufgaben machen will, findet erholsame Ruhe in
schlichter Natur.
2.770 EW auf 36,77 km²; B.heide: 710 EW auf 38,23 km² (um 2005)
hübscher Villenort am Schwielowsee/Templiner See. In einem der Landhäuser
wohnte mal jener, den heute viele nur als Zunge heraus streckenden alten Wirrkopf
kennen: Dieser starb 1955 76jährig in Amerika.
Kirche von Stüler
- südlich von Werder
Franzosenberg mit Aussichtsturm auf Wasser und Kiefern; Handweberei, Museum
Seit sich 1706 die Töpfer des Ortes zu einer marketingstarken Innung
zusammen schlossen, wird hier erfolgreich getöpfert in Bunzlauer Art. Vom
der Flasche bis zur Kuchenform - vielleicht hat man einen speziellen Formwunsch
für die Steinofenpizza? Kein Problem für Görzker Töpfer.
Jeden Ostersamstag ist hier Töpfermarkt, auch eine Chance für findige
Händler. Töpfermuseum;
Wehrkirche
3.505 Einwohner Fläche: 67,61 km²
Dorf Briest, 1294 erstmals urkundlich als Brisitz genannt, wahrscheinlich einstige
slawische Fischersiedlung. 1936 wurden am Fliegerhorst Briest 45 Gräber
aus der späteren Bronze- bis früheren Eisenzeit (1000 bis 800 v.d.Z.)
gesichtet.
Nahe der Autobahn Berlin-Magdeburg, mit der Havel durch die Ernster verbunden, liegt waldumgeben in seenreicher Endmoränenlandschaft das 1180 gestiftete Kloster Lehnin. Die romanisch begonnene und 1262 frühgotisch beendete Klosterkirche ist eines der ältesten Beispiele norddeutscher Backsteinarchitektur. Einige Nebenbauten des Klosters und der Klostergarten blieben erhalten
Bockwindmühle (1828), Getreidemühle mit Schaumüllerei
- OT Wildenbruch - atelier of art e.V.
Stadt mit rund 3.000 EW (1985). Nach den flämischen Kolonisten aus
Nimwegen, die den Fläming im 12. Jh. urbar machten. Der Ort wuchs erst
im 19. Jh. zur Stadt. Aus dieser Zeit finden sich auch viele gediegene Bürgerhäuser
und das Rathaus (1570) im Renaissancestil.
In Niemegk übernahm R.Koch, der Begründer der modernen Bakteriologie,
1868 seine erste Arztpraxis - Gedenktafel Großstraße 29.
1930 wurde das Observatorium für Erdmagnetismus in die Nähe der Stadt
verlegt.
Die Plane, ein kleines Forellengewässer, teilt den Hohen Fläming.
In Werdermühle wurde eine Forellenzuchtanstalten eingerichtet.
Tipp: In Richtung Niemegk Nüsse suchen kann schlimm
enden. Fällt der Blick zufällig auf ein altes Schloss, können
drei Frauen mit weißen Häubchen erscheinen. Bloß nicht willenlos
nähern, daran kann man nämlich neun Tage später sterben!
Nuthetal - OT Saarmund
Stadt mit rund 1.200 EW (2004) an der B102, der Strecke Brandenburg/Havel
- Rathenow zwischen Havel und dem Pritzerber See; 948 erstmals urkundlich erwähnt,
als König Otto das Bistum Brandenburg gründete und diesem unter diesen
Ort zueignete. Im 13. Jh. Bischofsssitz mit einer Burg auf dem Stimmingschen
Mühlenberg.
Die einstige Gemeinde Kützkow, durch die Fähre mit Pritzerbe verbunden,
ist seit dem 1950 ein Ortsteil von Pritzerbe. Ebenso Seelensdorf, das erstmals
im Landbuch des Kaisers Karl des IV. Erwähnung fand und 1393 dem Domkapitel
Brandenburg übereignet wurde.
Brände und überschwemmungen haben das Erscheinungsbild dieser alten
Stadt entscheidend verändert und geprägt. Es gibt einen Bahnhof, eine
Anlegestelle für Fahrgastschiffe sowie einen Yachthafen und gastronomische
Einrichtungen. Pritzerbe gehört zur Naturparkgemeinde 2001 und ist das
Südtor zum Naturpark Westhavelland.
Der Stadtkern von Pritzerbe ist seit 1991 Sanierungsgebiet mit dem Ziel, das
historische Stadtbild wieder herzustellen
Die bereits 1251 erwähnte Bergfeste Rabenstein ist eine der besterhaltenen Höhenburgen in Brandenburg. Sie bietet vom 28m hohen Bergfried die rechte Aussicht nach hilflos verirrten Autofahrern und vielleicht einen derreichlich 100 EW. Vielleicht entdeckt man sogar die Alte Schnapsbrennerei, am besten das Informationszentrum zum Naturpark Hoher Fläming
Wo die Ziegenmelker zwitschern. Der See selbst ist von Wald umgeben und hat immerhin eine Fläche von 8,45 km²
OT Kähnsdorf - Heimatstube mit Kulturscheune Dorfstraße 15
OT Stücken - Naturschutzzentrum Seddiner See
Kreisstadt im Hohen Fläming mit 6.900 EW (1985), 1161 erstmalig urkundich erwähnt,
Zentrum von 12 umliegenden Gemeinden; an B 246 und 107, nahe Auffahrt A 2 und
A 9, Bahnhof - Berlin etwa 60 min.
Die Wiesenburg erhielt bald nach 1200 anstelle der alten Befestigung aus Holz
und Erde eine Ummauerung aus Feldsteinen, die im Turmbereich noch erhalten und
stellenweise bis zu 2 m dick ist. Der Bergfried ist 48m hoch, schönes Portalhaus
und Männekentor.
Neuen Schliff erhielt das Renaissance-Schloss von 1863 bis 1882 und auch 2002:
ET-Wohnungen, Ausstellungsräume, Büros - und das an einem attraktiven
Wohnstandort, in der Umgebung eines herrlichen Parks mit kleinem See. Der großzügige,
schöne Einkaufskomplex ist ganz nahe. Burgernahe auch das Rathaus mit dem
schönen Torbogen als Zeugen einer wechselvollen Geschichte im Fläming
noch immer erhalten sind.
Der Hagelberg, mit 201 m höchste Erhebung des Fläming, trägt
zwei Denkmäler. Sie künden vom erbitterten Ringen des preußischen
Landsturmes, der 1813 mit rechtzeitiger Unterstützung russischen Militärs
den Franzosen eine vernichtende Niederlage beibrachte.
etwa 3.000 EW (2001). Das alte (12.Jh.?) typisch märkische Straßendorf
liegt am westlichen Ufer des Wusterwitzer See. Nördlich der Bahnlinie befindet
sich der als "Bahnhof von Wusterwitz" bezeichnete Ortsteil und der Elbe-Havel-Kanal
mit einer Schifffahrtsschleuse.
bemerkenswert:
Feldsteinkirche im romanischen Baustil mit einer Wehrmauer errichtet, die später
einen barocken Turm aufgesetzt erhielt. Die Uferpromenade auf der westlichen
Seite des Wusterwitzer See wurde neu gestaltet. Zahlreichen Badestrände,
guter Wasserqualität, Campingplatz am See und viel waldreiche Natur zum
Wandern und Radtouren...
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