Oberspreewald - ein interessantes Wassernetz mit  stimmungsvollen Kulissen, doch alles Natur pur

Die Niederlausitz war das Siedlungsgebiet des slawischen Stammes der Lusizi (sorb.: luza; der Sumpf), die also im Sumpfgebiet eine Kulturlandschaft entwickelten und bereits im 6. Jh. hier Burgen bauten. Ihnen verdankt die (Nieder-) Lausitz ihren Namen. Die hier heute lebenden Sorben/Wenden sind Nachfahren der Lusizi.
Die Niederlausitz: 75 km lang und 16 km breit mit 970 km Fließgewässern, die die Spree in das Baruther Urstromtal gegraben und zu einer der faszinierendsten Niederungslandschaften Mitteleuropas geformt hat. Lange konnten die verstreut liegenden Gehöfte nur mit dem Kahn erreicht werden und auch heute noch ist dies ein gebräuchliches Verkehrsmittel, wenn auch zunehmend für die Touristen. Stundenlang kann man auf den Fließen paddeln oder sich mit dem Kahn staken lassen und dabei die einmalige Stille und die beeindruckende Natur genießen. Typisch für den Spreewald sind Block-Häuser, die mit Schilf gedeckt sind. Sie liegen weit verstreut an den zahlreichen Fließen, wie die Wasserarme der Spree hier genannt werden.
In Mitte des Kreises reicht der Naturpark Niederlausitzer Landrücken herein, ein waldreiches Niederschlags- und Quellgebiet.
Ab 1200 mit deutscher Eroberung entstanden meist Rundlings-, Anger- und Straßendörfer, Gutsdörfer mit Herrenhäusern wie in Ogrosen und Reddern bei Altdöbern.

Altdöbern

Am südöstlichen Ausgang des Naturparkes Niederlausitzer Landrücken, der als Endmoräne der Saale-Eiszeit sich vor etwa 200.000 Jahren hier aufbaute und von Hamburg bis Schlesien verläuft. Quellenreich, seenreich, fischreich, Teichwirtschaft;
Schloss (1717) mit Landschaftspark

Calau

Einen echten Calauer hört man angeblich gern mal, nur wer erzählt einen oder kennt einen, der einen erzählen könnte? Darf auch über Calau sein. Vielleicht dass die Wendische und die Landkirche seit 1666 in gleicher Form durch die Kirchstraße getrennt sich erheben laut Rohübersetzung aus dem Wendischen (bhs). Gegenüber (?) das Fachwerkhaus (1789) war Mädchenschule, heute Heimatmuseum mit beachtlichen Zeugnissen der Schuhmacherei;
sehenswert:
Altstadt mit Rathaus (1880) am Markt in Neorenaissancestil
hörenswert? Calauer

Raddusch

Kahnfährhafen am Rande des Spreewaldes, verkehrsgünstig nahe der Autobahn - Rekonstrultion der Slawenburg Raddusch, ein moderner multifunktioneller Bau mit Gastronomie. Die generell in feuchten, unzugänglichen Niederungen gelegenen Burgen der Lusizi bestanden aus einer Konstruktion übereinander geschichteter Eichenstämme, deren Asthaken miteinander verzahnt bzw. verkämmt wurden. Die Rostsektionen verfüllte man mit Sand, Erde und Lehm. Obenauf noch eine gebaute Brustwehr aus starkem Weidegeflecht, so erreichten die Burgwälle eine beachtliche Höhe von bis zu 9 Metern. Die Burg Raddusch besaß zwei Tunneltore, durch die man über den umgebenden in den Burghof gelangte. Das war schon seltener.

Vetschau

gleich nördlich von Vetschau viel Spreewaldidylle. Die Wendisch-Deutsche Doppelkirche ist ein Symbol für Toleranz und Miteinander unterschiedlicher Kulturen. Mit der Heimatstube und dem alte Schloss erbibt sich ein großartiges Bauensemble.

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