Schorfheide und Barnim

Die Eiszeit hinterließ hier Spuren, die besonders entlang der Märkischen Eiszeitstraße deutlich und erklärbar werden. Sie schenkte uns eine vielfältig geformte Landschaft mit klaren Seen und wildreichen Wäldern.

Ahrensfelde-Blumberg

- Blumberger Dorfkirche

Bernau bei Berlin

Stadt mit rund 35.859 EW (2008), 16.600 EW (1985); gegründet um 1230, gut erhaltene Stadtmauer mit Steintor (1450) und Hungerturm und Sammlung mittelalterlicher Waffen, dabei ein Richtschwert (16.Jh.) und
ein unhandlicher Schandstein für zanksüchtige Weiber - ein entscheider Grund für jeden Zweiten, diese Stadt unbedingt zu besuchen. Einen Schandstein für Männer gab es übrigens auch mal, doch war der so klein, dass er unbemerkt verloren ging.
Henkerhaus, Rathaus (1805), Stadtkirche St. Marien (15/17. Jh.)
OT:
Bernau, Birkholz, Birkholzaue, Börnicke, Eichwerder, Ladeburg, Lobeta, Nibelungen, Schmetzdorf, Schönow, Stadtzentrum, Waldsiedlung

Biesenthal

Kleinstadt, in der im 19. Jh. Getreidehandel, Müllerei und Brauereien blühten. Heut blühen nur noch die umliegenden Wiesen und Wälder der Barnimer Heide, seltener die sauberen Seen. Das Strandbad am Wukensee und eine Mineralquelle (1874) sind ein Geheimtipp für Kur- und Ruhesuchende, für Besinnliche vielleicht die Dorfkirche.

Chorin

Etwas nördlich von Eberswalde auf einer Halbinsel im Parsteiner See begannen Zisterziensermönche des Stammklosters Lehnin 1258 den Bau der Abtei Mariensee, den sie nach 15 Jahren aufgaben. 1273 bis 1334 wurde das Kloster Chorin errichtet. Die in vergangener Zeit verfallene Ruine des berühmten gotischen Backsteinbaues wurde inzwischen gesichert, stilgetreu restauriert und in allen Teilen zugänglich gemacht. Hervorstechend die großen Giebelflächen mir gediegener Schmuckornamentik und die klaren Linien starker Pfeiler und weiter Spitzen.
Die weiten Laubwälder, die stillen Seen und Moore des stark bewegten, kuppenreichen Choriner Endmoränenbogens liegen im ältesten brandenburgischen Naturschutzgebiet (seit 1907). Parsteinsee
OT Brodowin - ökologisches Modelldorf, Kirche (Neugotik, Stüler), Gotteswerder
weitere Ortsteile: Golzow, Neuehütte, Sandkrug, Senftenhütte, Serwest, Teerofen

Falkenberg

Erholungsort mit 3.000 EW (1980); Stadtrechte 1919; Burgwall am Burgberg (Bodendenkmal), in OT Carwitz Fallada-Haus; Naturschutzgebiet Heilige Hallen

Joachimsthal

Stadt nahe am schönen Werbellinsee (56m tief, 12km lang), doch mehr am benachbarten flachen Grimnitzsee (830 ha) gelegen;
benannt nach dem jagdgeilen Kurfürsten Joachim I., der 1499 hier eine "Jagdhütte" errichten ließ, die 1892 auch noch einen extra Bahnhof für den jagdübereifrigen Kaiser Wilhelm II. erhielt. Klar, wie im Wilden Westen kommen dann Casinos, Saloons, Kirche, Hotels und auch böse Wilderer und unstete Camper machen den Ort zur Stadt.

Oderberg

- Museum für Binnenschifffahrt und Fischereikunde; Oderburg/Bärenkasten;

Schorfheide

Altenhof, Böhmerheide, Eichhorst, Finowfurt, Groß Schönebeck, Klandorf, Lichterfelde, Schluft, Werbellin

Wandlitz

lang gestreckt seenreiches Waldgebiet der Barnimhochfläche bei Bernau im Berliner Einzugsgebiet, bekannt durch Erich Honecker, der hier ein echtes West-WC mit goldenem Weinhahn gehabt haben soll.
Vom Wandlitzsee führt die Liepnitzseenrinne ostwärts und entwässert über ein wildes Durchbruchstal zur Finow. Der Wald reicht bis Eberswalde und über den Nonnenfließ bis zum Oderbruch.


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