Schweinfurt

kreisfreie Stadt mit 55.747 EW (1998) im Maindreieck

Nach Sinapius ist Schweinfurt der Nabel Frankens.
791 erfolgte die erste noch vorhandene urkundliche Erwähnung als "Suinvurde".
1250 kam es zur Zerstörung der Stadt beim Konflikt zwischen den Henneberger Grafen und dem Bischof von Würzburg. Die neue Stadt wurde westlich der alten an der Peterstirn gelegenen Stadt gebaut.

1254 bis 1802 Freie Reichsstadt.
1554 wurde Schweinfurt im Markgräflerkrieg wiederholt stark zerstört, im Dreißigjährigen Krieg ebenso.

Seit 1802 ist die Stadt bayrisch und entwickelte sich zur Industrie- und Arbeiterstadt mit historischem Flair. Aber sie wurde keine altmuffige Stadt, wird durchflutet von kulturvoller Frische. Moderne Architektur und Bauwerken vergangener Jahrhunderte wachsen ineinander. Inzwischen sieht sich Schweinfurt auch als Kunsstadt

sehenswerte Innenstadt

am Markt von Schweinfurt[M] Marktplatz. Er blieb bis heute ein zentraler und belebter Ort des städtischen Handels. Noch immer kommen an den Markttagen Gemüse- und Obstbauern aus dem Landkreis Schweinfurt auf den Schweinfurter Markt, um ihre Waren anzubieten und Friedrich Rückerts sinnenden Kommentaren nachzuhängen.
[Schweinfurt RathausR] historisches Rathaus (1570/72), erbaut von Nikolaus Hofmann (Halle/Saale) an der Südseite vom Marktplatz. Es gilt als eines der wichtigsten profanen Renaissance-Bauwerke Süddeutschlands. Doch auch Elemente der Spätgotik sind noch verarbeitet.
Das Rathaus überstand mit Glück sämtliche Katastrophen und Kriege der Jahrhunderte unbeschadet. Die historischen Räume werden heute für repräsentative Zwecke genutzt, in der Eingangshalle werden wechselnde Kunstausstellungen präsentiert.

[T] Theater am Châteaudun-Park (1966, Architekt Prof. Erich Schelling), 2002 modernisiert und saniert


Sehenswertes und Markantes in der Innenstadt von Schweinfurt

[1] Stadtpfarrkirche St. Johannis, ältestes Baudenkmal der Stadt, 1237 erste schriftliche Erwähnung, Anfang 15. Jh. gotischer Chor, 16. Jh. mehrere Umbauten im stilistischen Mix. Innen Taufstein mit original Malerei (1367) und barocke Kanzel (1694).

[2] Renaissance-Zehntscheune des Ebracher Hofes, 1431 vom Zisterzienserkloster Ebrach erworben. Nach Abbrand im Markgräfler (1554) und 1578 wieder aufgebaut, heute Stadtbücherei.

[3] Altes Gymnasium am Martin-Luther-Platz (1582/83), Renaissance, heute Heimatmuseum

[4] Schrotturm, Treppenturm eines Renaissance-Hauses (1614), im 19. Jh.weitere Geschossaufbauten.
[5] Konferenzzentrum auf der Maininsel
[6] Gutermann-Promenade am Main mit zahlreiche Industriedenkmälern

[7] Rossmarkt mit Brunnen, Schranne (1560), Bauschenturm (1610/18, Bürgerhaus)

[8] Zeughaus (1589/91)

[9] Obertor zum Main mit repräsentativen Resten der späten Stadtmauer (1564), mit Türmen und zur Grünanlage (am Philosophengang) gestalteten Wallabschnitt. In die nördliche Grünanlage mit Teich, Spielplatz und Mainschanze wurde ein Fachwerkhäuschen im Schweizer Stil (um 1900) umgesetzt. Ein Rundgang entlang der einstigen Stadtbefestigung ist abwechslungsreich und einladend gestaltet. Eine Platanenallee Am Mühltor im Westen der Altstadt verbindet die Grünanlage vom Oberen Wall mit der am Unteren Wall.

[10] Krumme Gasse
Wer sich für verwinkelte Gassen begeistern kann, sollte sich hier umsehen, die Handwerkerhäuser an der Rückertstraße, Linsengasse und Burggasse aufsuchen.

[11] St.-Salvator-Kirche (1412), bis auf Chor 1717/19 Neubau, im 2. Weltkrieg ausgebrannt, bis 1953 Reko; Der Stadtteils Zürch (althochdeutsch: Viehweide) wurde in den 1980/90er Jahren saniert in Anlehnung an noch sichtbare mittelalterliche und reichsstädtische Strukturen. In der Straße Zürch wird das besonders deutlich.

markant im 20. Jh.

Ernst-Sachs-Bad (1932/33). Nach der Planung von Prof. Roderich Fick aus München sollte das Bad wie eine Festhalle wirken.
Gesundheits- und Hygienebad, Stiftung von Geheimrat Dr. Ernst Sachs, ältestes Hallenbad in Bayern, Umbau bis 2009

FH Schweinfurt

museal

Georg Schäfer Museum mit großer Sammlung deutscher Kunstwerke 19. Jh.

persönlich
Rückert-Denkmal in SchweinfurtAuf dem Marktplatz erhebt sich das Denkmal eines der berühmtesten Söhne der Stadt – Friedrich Rückert. Der Dichter und Orientalist, dessen Geburtshaus an der Südost-Ecke des Marktplatzes steht, überblickt schon seit 1890 das Treiben auf dem belebten Platz. Das Denkmal wurde vom Architekten Friedrich Ritter von Thiersch und dem Bildhauer Wilhelm von Rühmann geschaffen. Zu Füßen des bronzenen Rückerts befinden sich allegorische Figuren aus seinen Werken, "Geharnischte Sonette" und "Weisheit des Brahmanen"
Stadtteile/Eingemeindung
Schweinfurt in Unterfranken, Stadttteile

Gartenstadt
Haard
Oberndorf