Remagen ist eine Stadt mit rund 16.000 EW (2008) am linken Rheinufer
Remagen geht auf das um 3 n.d.Z. errichtete römische Legionslager Castra Rigomagus zurück. Rigomagos bedeutet im Keltischen "Königsfeld". Obwohl die Römer viel später wieder gehn, lässt sich Remagen also nicht exakt von "Römergehen" ableiten.
Nach 274/275 wurde das Kastell zur Festung ausgebaut. Der Bau einer frühen Kirche wurde für das 5. Jh. emittelt.
Um das Jahr 1000 hatten mehrere Klöster Besitz in Remagen, 1110 gründeten die Einwohner von Remagen sogar noch selbst ein Kloster. Das Kloster auf der Insel Nonnenwerth wurde 1122 gegründet.
1158 erste Stadtrechte.
1198 brannten Truppen des Philipp von Schwaben den Ort nieder.
Anfang 13.Jh. hatte Remagen anscheinend schon den Status einer freien Stadt.
1357 gestattete Kaiser Karl IV. dem Grafen von Berg Gerhard I. den Bau eine Stadtmauer.
1666 dezimierte die Pest die Einwohner auf die Hälfte.1794 nahmen französische Revolutionstruppen die Stadt, die Kirchengüter wurden veräußert.
1815 kam das Rheinland unter preußische Herrschaft.
1857 erhielt Remagen die Stadtrechte zurück.
Eine Bahnanbindung erfolgte 1858/1859 an die Linke Rheinstrecke. Die Eisenbahnbrücke zwischen Remagen und Erpel (1916) diente vorrangig militärstrategischen Zielen, was schon ihre Benennung nach dem Infanteriegeneral Ludendorff verrät. Ihre Eroberung am 7. März 1945 durch amerikanische Truppen bot genug filmisch heroisierenden Stoff mit viel Action und wenig Gefühl - Die Brücke von Remagen (1969)
1988 begann die Erschließung des Gewerbegebietes Süd. Die Südeinfahrt wurde übergeben,
1994 die Nordeinfahrt vollendet.
1998 Eröffnung des RheinAhrCampus als Standort der FH Koblenz
[B] Bahnhof, am Bahnhofplatz der Martinsbrunnen
[R] Rathaus
[1] Römisches Museum
[2] Rheinprominade
[3] Denkmal für den herzöglichen Raser Caracciola
[4] Apollinariskeller
[5] Pfarrkirche St. Peter und Paul, 1246 geweiht.

foto © Helga Schmadel / pixelio.de - Apollinariskirche
[6] Kirche St. Appolinaris (1839/42) und Kloster. Nach Eroberung Mailands 1162 soll der Kölner Erzbischof Reinald von Dassel der Propstei Reliquien des heiligen Apollinaris überbracht haben. Weil sein Schiff in Remagen festlag und nur durch die Schenkung frei kam, erhielten Berg und Kloster die Taufe und eine Apollinariskirche.
[7] Kapelle St. Maria in der Lee
[8] Obelisk
weiterhin:
Friedensmuseum (seit 1980) zur Geschichte der Brücke von Remagen und ihrer Eroberung
http://www.bruecke-remagen. Zwei Bürckenpfeiler sind von jener Ludendorff-Brücke (1919–1945) noch zu sehen.
der Ort wurde 1040 erstmals erwähnt.
Die Höhenburg Rolandseck am Steilhang des Rodderberges am Rhein wurde 1122 durch Erzbischof Friedrich I. von Köln zusammen mit dem Frauenkloster Nonnenwerth zur Sicherung der Südgrenze von Kurköln erbaut. 1475 wurde sie im Burgundischen Krieg zerstört. Die Ruine zerbröselte bei einem Erdbeben (1673) weiter - bis auf ein Burgfenster, den so genannten Rolandsbogen. An ihm scheiden sich die Geister - darf er weg oder muss er bleiben?
- Rheintal mit den Inseln Grafenwerth und Nonnenwerth, Siebengebirge mit Drachenfelsen und Petersberg, bis Bad Honnef und Oberwinter.
- Ludendorf-Brücke
1969 schlossen sich die Gemeinden Oberwinter, Oedingen, Rolandswerth mit und Unkelbach mit Remagen und dem Stadtteil Kripp zusammen.
weiterhin zugehörig: Bandorf, Rolandseck