Stadt mit 28.500 EW (1980) am Südwesthang des Thüringer Schiefergebirges; aus einer fränkischen Siedlung hervorgegangen; zunehmende Bedeutung mit Entwicklung der Handelsstraße Leipzig-Nürnberg, die das Thüringer Gebirge hier querte.
Kein wirkliches Wunder, wenn sich dann ein fränkischer Dockenmacher aus Nürnberg 1413 hier niederließ.
Bekannt wurde Sonneberg vor allem als Zentrum der Spielzeugindustrie, unter anderem mit dem "Sonneberger Reiterlein".
In der 2. Hälfte des 19. Jh. begann die fabrikmäßige Puppenproduktion und damit der Aufschwung der Spielzeugindustrie, der Sonneberg schnell Weltruf einbrachte. Fast die Hälfte aller Spielzeugarbeiter standen in Heimarbeit, meist arbeiteten die Frauen und Kinder mit.
Das hat sich danach grundlegend geändert. Puppen und Plüschspielwaren von "Sonni" und elektromechanisches Spielzeug von PIKO waren exportierte Markenware und keine Ladenhüter.
naheliegend:
Spielzeugmuseum (gegründet 1901) mit Spielzeug aus vier Erdteilen, vor allem auch der Sonneberger Puppenindustrie
anschaulich:
Sternwarte (638m; seit 1925)