mit 240.000 EW (2002); 5m ü.NN. "Grüne Wege" führen in der Stadt zu den Sehenswürdigkeiten und an die schönsten Stellen Kiels. Ausgedehnte Strände, das Flair der Yachthäfen, die man bereits ahnt bevor man sie sieht. Kommt man am falschen Tag bei falschem Wetter in die falsche Innenstadt, kann sich Kiel durchaus recht hässlich zeigen. Dann sind auch die schönen Parkanlagen nur schwacher Trost.
Graf Adolf IV. von Holstein gründete die Siedlung Kiel im Jahr 1240. Zwei Jahre darauf erhielt sie bereits die Stadtrechte. Von 1284 bis 1518 war Kiel Mitglied der Hanse, konnte sich aber gegenüber dem reichen Lübeck nie durchsetzen. In der ersten Hälfte des 17. Jh., im Dreißigjährigen Krieg, mute Kiel schwere Verluste hinnehmen. Immerhin wurde 1665 die Universität gegründet, so da die Stadt zu einem geistigen Zentrum wurde und bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts auch blieb. Der Aufschwung zur Grostadt kam in der zweiten Hälfte des 19. Jh.. Das Deutsche Reich brauchte Kriegshäfen und eine Flotte. Beides wurde in Kiel gebaut. Zwischen 1870 und 1910 wuchs die Stadt um das Neunfache - auf 210.000 Einwohner. Das war kein organisches Wachstum und erzeugte bald soziale Spannungen. Im Herbst 1918 leiteten die Matrosen in Kiel das Ende des Weltkrieges und die Novemberrevolution ein.
Als wichtigstes U-Boot-Zentrum war Kiel im Zweiten Weltkrieg eines der bevorzugten Ziele der Alliierten. Die Stadt wurde fast vollständig zerstört, und von alter Bausubstanz ist praktisch nichts mehr brig geblieben.
[R] Rathaus: 1907 bis 1911 erbaut, Turm 106 m hoch, Wahrzeichen der Stadt, in 67 m Hhe Umgang mit schöner Aussicht.
[1] Ostseehalle
[2] Jakobikirche
[3] Oper (1907)
[4] Nikolaikirche, ursprünglich romanisch, dann gotisch, schließlich 1892 neugotisch umgestaltet, 1950 wieder aufgebaut, geschnitzter Hochaltar

[5] Warleberger Hof: ältester Wohnbau der Stadt, Patrizierhof aus dem 17. Jh., beherbergt das Stadtmuseum
[6] Kunsthalle
[7] Schloss: in den sechziger Jahren in den alten Maßen, aber nach modernem Entwurf neu aufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg blieb nur der Rantzaubau von 1697 erhalten, er beherbergt heute die Stiftung Pommern, eine reiche Gemäldesammlung, die zum größten Teil aus den Bestanden des ehemaligen Museums Stettin stammt.
[8] Konzerthalle
[9] Schiffahrtsmuseum: in einer Fischhalle von 1910, große Sammlung über alle Aspekte der Schiffahrt, im Museumshafen zwei Oldtimer.
[10] Schleswig-Holsteinisches Freilichtmuseum, Ortsteil Molfsee: über 70 Gebäude, Werkstätten, Handwerker bei der Arbeit, Nahrungsmittelproduktion nach traditioneller Art, Brot, Katenschinken, Käse, Museumsrestaurant
weiterhin:
Holtenauer Schleusen - Einfahrt des Nord-Ostsee-Kanals, eine der größten Schleusen der Welt, Aussichtsplattform, Informationsraum
weitsichtig:
Wenn man auf den Schornstein der Energiezentrale klettert, hat man einen schönen Blick auf das Wahrzeichen der Universität, den 40 Meter hohen Wasser- und Uhrenturm von 1912. Gut zu erkennen auch die Lübecker Stadtsilhouette mit ihren sieben (7?) Türmen.
Zoologisches Museum der Universität und Museum für Völkerkunde, Hegewischstraße 3. Aquarium des Instituts für Meereskunde, Kiellinie. Antikensammlung, Dstembrooker Weg 1-7
Kunsthalle zu Kiel, Düstembrooker Weg 1: Malerei und Grafik des 18. bis 12. Jh.
Provinzial-Brandschutz-Museum, Alte Hamburger Landstraße 111 Ortsteil Molfsee. Stadtgalerie im Kulturviertel, Sophienhof: zeitgenssische Kunst und Expressionisten
Schlosspark
Schrevenpark, westlich vom Stadtzentrum.
Botanischer Garten, Ortsteil Dstembrook.
Kieler Umschlag: zweite Hälfte Februar: Winterliches Volksfest.
Kieler Woche: Ende Juni, größtes Segelsportereignis der Welt, Volksfest.
Schleswig-Holstein Musik Festival: Juli/ August, Aufführungen in über 30 Spielorten.

Kiel-Holtenau, Schiffe auf dem Nord-Ostsee-Kanal © Ralf Gosch
Wer den Nord-Ostseekanal und die Landschaft Schleswig-Holsteins kennen lernen will, sollte ein Schiff zu besteigen und die meist befahrene Wasserstraße der Welt beschippern, am besten von Kiel nach Rendsburg - vorbei an Fährstationen und eindrucksvollen Gutshäusern, zB. zwischen den eindrucksvollen Hochbrücken von Levensau und Holtenau das klassizistische Schlösschen von Gut Knoop, dann das lang gestreckte zweigeschossig Gut Projensdorf.
Die Nordostspitze des Audorfer Sees, in dem Eider und Nord-Ostsee-Kanal zusammenfließen, überspannt die Rader Hochbrücke. Am Südufer des Schirnauer Sees findet man eventuell das von alten Bäumen umgebene weiße Herrenhaus von Gut Steinwehr.
Brunswik Damperhof Düsternbrook Ellerbek Elmschenhagen Friedrichsort Gaarden Hassee Holtenau Kronsburg Meimersdorf Mettenhof
Molfsee - 5.200 EW (2002) ; 25m ü.NN.;
Schleswig-Holsteinisches Freilichtmuseum e.V. www.freilichtmuseum-sh.de
Moorsee Neumühlen-Dietrichsdorf Poppenbrügge Pries Ravensberg Rönne Russee Schilksee Schlüsbek Schreventeich Suchsdorf Südfriedhof Vorstadt Wellingdorf Wellsee Wik