Weißwasser / Běła Woda

alter Standort der Glasindustrie Weißwasser

Große Kreisstadt mit rund 18.000 EW (2010), 21.000 EW (2006), 37.000 EW um 1990, 32.400 (1995) auf 39,5 km²

Zwischen 1992 und 2002 war fast jeder Vierte weggezogen. Der schöne Name und die Legende von einer Eishockeymannschaft bleiben, auch so manches ruiniertes Industriedenkmal. Wachstum. Wachstum. Wachstum.

W. war wohl mal gutes Siedlungsgebiet, weil Wasser stets wichtig war. Vor den Slawen siedelten hier bereits Germanen und Kelten, wohl 1500 v.d.Z..

Der erste schriftlich lesbare Siedlungsnachweis stammt erst aus 1552. Wenig später wohnten hier etwa 200 Menschen vorwiegend bäuerlich, bis die ersten Glashütten entstanden: Neben Wasser gab es genug Sand und Braunkohle. Aber erst mit der Bahn war eine Intensivierung sinnvoll, weil sich die Handelswege verkürzten. Das war 1867 der Fall und wird als inoffizielle Gründung der Stadt angesehen.

Zwischen 1886 und 1900 verdreifachte sich die Einwohnerzahl auf 6.700.
Aus Weißwasser und Herrmannsdorf wurde ein Industriestandort, führend in der Glasindustrie Deutschlands.

1935 erhielt Weißwasser Stadtrecht.

Der 2. Weltkrieg zerstörte die Stadt sichtbar (30%). Nach Artilleriebeschuss am 18. April 1945 wurde die Stadt erstürmt und am nächsten Tag vollständig besetzt.

Danach entstanden besonders im Süden der Stadt neue Wohnhäuser, als um 1965 die Braunkohleförderung zur Energiegewinnung im Kraftwerk Boxberg wichtig wurde.

sehenswerte Innenstadt

[B] Bahnhof
[R] Rathaus Bau 1910/13 gemeinsam mit dem Amtsgericht
[M] Marktplatz
[m] Museumsbahnhof

Weißwasser - Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt

[1] Stadtkirche
[2] Tierpark (1966) am Jahnteich

[3] Bautzener Straße > Wasserturm, Schwimmhalle, Eisarena, Freizeitpark

[4] Tierpark
[5] Jahnbad


sportlich

Eisstadion (Eishockey, Disco auf Schlittschuhen) und Freiluftstadtion (Freilauf mit Schlittschuhen oder Rollschuhen, Line-Skates) mit Gästehaus, Sauna und zwei Solarien zugänglich. Wettkämpfe und Fitnesskurse - ein umfangreiches Programm.

natürlich

Wanderweg vom Forsthaus Am Qualisch über den so genannten Grünen Weg durch einen urigen Wald zum ehemaligen Jagdschloss. Da muss man auch nicht lange überlegen, ob man ins Eisloch abtaucht oder den Wolfsstein besetzt.

In typisch Oberlausitzer Landschaft liegt das Landschaftsschutzgebiet Am Braunsteich mit seiner interessanten Flora, Fauna und ausgedehnten Waldungen von Eichen, Lausitzer Tieflandfichten sowie Feuchtbiotopen und Mooren. Der Braunsteich ist ein beliebtes Ausflugsziel mit gut ausgeschilderten Wegen und Rastplätzen und Naturlehrpfad.

südlich

Tagebau Nochten
Truppenübungsplatz Oberlausitz mit zig Schießbahnen

Stadtteile/Eingemeindung
Weißwasser- Lage einiger Stadtteile

Braunsteich
Hermannsdorf (1903)
Qualisch