Niederschlesische Oberlausitz bis Lausitzer Bergland

Mit Juli 2008 wurden die bisherigen Kreise Löbau-Zittau, Niederschlesischer Oberlausitzkreis und die bis dahin kreisfreie Stadt Görlitz zum neuen Landkreis Neiße zusammengelegt.

Horka

Dorfkirche und stark befestigter Friedhof (13. Jh.)

Klitten, Kletno und Mücka

Gemeinde aus Förstgen (kleiner Forst?) im südöstlichsten Zippel Deutschlands in Heide- und Teichlandschaft (Unesco Biosphärenreservat);
Die 1515 erst benannte Ortsbezeichnung rührt nicht von der nur hier heimischen Riesenmücke her, die sich dank des Biotops ausschließlich mitten im Sumpfgehege aufhält und unter lautem Flügelschlag aller drei Jahre ein Ei wirft. Nein, der Sorbe Mika hielt anscheinend dafür her. Die Siedlung wurde dann zwangsläufig Rittergut, das Esther Veronika von Gersdorf an ihren Lover verjuchtelte.

Es wurde fortan wie das nötige Kleingeld behandelt und landete 1913 im Geldbeutel eines Baron von Schlotheim, dem Namen nach ein blaublütiger Großindustrieller. Wie fast jeder Ort erhielt auch Mücka 1874 einen Bahnhof, bis 1895 eine weitere Schmalspurbahn zum Crebaer Revier sowie eine Industriebahn zum Steinbruch Sproitz. Seit 1920 ist der Ort an die Stromversorgung angeschlossen. Die Mühle am Mühlenteich surrt seitdem ihr beruhigendes Lied. Und der Ort freute sich über 3 Straßenlampen. Aber auch über einfühlsame, nach Ruhe lechzende Urlauber und Besucher. Nicht das der Mücka der Nachwuchs ausbleibt.
Gutes Klima für allerhand seltene Handwerke wie Brunnenbauer.

Mücka

Alte Försterei mit Verwaltung des Biosphärenreservats Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, in der gute Tipps für Wanderungen angeboten werden.
02906 Quitzdorf am See, Horscha, Kollm, Petershain, Sproitz, Steinölsa
bestehend aus: Mücka, Förstgen, Leipgen

Königshain

Altes Schloss (17. Jh.) und Neues Schloss (18. Jh.), Dorfkirche (13./16. Jh.); Landschaftsgebiet Hochstein

Quitzdorf am See

Erholungszentrum am größten Stausee Sachsens
zugehörig: Horscha, Kollm, Petershain, Sproitz, Steinölsa

Rothenburg

liegt zwischen Deschka und Noes,

hatte also allzeit strategische Bedeutung. Sollte endlich umbenannt werden in Rothenkirchen oder Redville

Bernstadt

- und Russenhäuser

Ebersbach

b. Zittau -Stadt mit rund 12.000 EW (1985); Kirche (17./18. Jh);
Tipp: Ebersbacher Wachswaren (EWA), Kerzen Herstellung und Vertrieb

Eibau

1352 erste urkundliche Erwähnung; als Straßendorf angelegt durch fränkische und thüringische Siedler;
sehenswert:
Bauern- und Weberdorf mit vielen Umgebindehäusern und Kirche aus 18. Jh.
Am Berg Kottmar 583,4 m mit Aussichtsturm ist eine der 3 Spreequellen
festlich:
Beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. Bierbrau- und Schankprivilegien sind eine sprudelnde Geldquelle, um die nicht nur in der Oberlausitz erbitterte Schlachten geschlagen wurden.
regelrechte pures- Volks- und Traditionsfest Ende Juni (?)

Zum 10. Male wird in Eibau vor dem geschichtlichen Hintergrund der
Bierfehde zwischen den Städten des Oberlausitzer Sechsstädtebundes
am 30. Juni 2002 ab 10.30 Uhr der "Historische Bier- und
Traditionszug" veranstaltet.
Über Jahrhunderte dauernde der Streit ums Bier zwischen den Städten des Oberlausitzer Sechsstädtebundes. Görlitz, Zittau und Löbau (und nicht nur diese) achteten sehr genau darauf, dass man in den jeweils ihnen gehörenden Ortschaften immer nur das jeweils eigene Bier verschenkte. Fremde Biertransporte wurden überfallen, die Fässer zerstört. Wurde ein Gastwirt beim Ausschank fremden Bieres erwischt, folgte eine harte Bestrafung. So mancher Liter guten Bieres wird wohl auf diese Art und Weise die Oberlausitzer Heimaterde getränkt haben. Der so schon in vergangenen Jahrhunderten geführte Konkurrenzkampf war also mit einer Art "Alkoholmißbrauch" verbunden. Und gerade das wollten die Eibauer mit ihrer historisch verbürgten Demonstration vom 25. März 1693 in Zukunft verhindern. Immerhin hatten sie die Versuchung direkt vor der Nase. Unmittelbar an der Ortsgrenze lag auf Löbauer Flur der Ort Walddorf. Hier wurde Löbauer Bier verschenkt, was den Eibauem, weil zu Zittau gehörig, von den Zittauer Ratsherren zu trinken verboten.

Weißenberg / Mesto Wospork

Kleinststädtchen mit rund 3.500 EW (2009) auf 50,92 km² in 198m ü.NN. auf einem Berg, mehrheitlich vom Löbauer Wasser umspült wird und dennoch eine guter Anbindung an die A4 erhielt.
ungewöhnlich: viele Kleingewerbe, Geschäfte und Dienstleistungen - eine Chance?
- Rathaus
- der am Löbauer Wasser gelegene Auenwald „Bemau" sowie vor allem das bekannte
- Mühle mit Verkauf schmackhafter Brot- und Kuchenbackmischungen, auch für Erotikbrot?
- Alte Pfefferküchlerei, Museum

Großhennersdorf

Großhennersdorf, ostsächsisches Umgebinde-Fachwerkhaus Wenn schon der fast aus dem Nichts wieder erstandene Dreiseitenhof als soziokulturelles Zentrum und Augenschmaus an der B 178 Durchraser bremsen läßt, sollen diese doch dann auch bei den 3 Linden Einkehr halten. Hier freut man sich auf ARBEIT.

Mysteriös der Brand 2002

Großschönau

zahlreiche Umgebindehäuser (18./19. Jh.), Dorfkirche 18. Jh.; Damastmuseum

Hirschfelde

Umgebindehäuser in Hirschfelde in der sächsischen Lausitz Hautnah die Umgebindehäuser. Der Markt zählt mehr Händler als Käufer. Das Kraftwerk ist over. Viel Abraum wird bewegt (6/2000) und das baumlose Ufer der grenzenden Neiße betonig getönt.

Neusalza-Spremberg

- berühmtes Reiterhaus (1650)

Lawalde

Staatlich anerkannter Erholungsort, Heimatmuseum

Oppach

staatlich anerkannter Erholungsort, Gemeinde mit über 3.000 EW auf 8,4 km² in einem Bergtal der Oberlausitzer nahe Tschechien; gegründet als Waldhufendorf, 1336 erstmals urkundlich erwähnt, OT: Fuchs und Eichen Ende 17.Jh. von potestantischen Flüchtlingen (gewerbliche Hausweber) gegründet; Picka, Lindenberg.
Ende 19. Jh. wurde Oppach zum Industriestandort, u.a. Textliwerken und ET-Schaltgeräten.
zum ausfliegen:
Pickaer Berg, Kälbersteine, der Bieleboh, Steinklunsen, Schlosspark, Gondelteich

Ostritz

Kleinstadt mit rund 4.000 EW (1985); 8km bis Bernstadt, 2km bis Tschechien, 500m bis nach Polen - am schönen Neißetal gelegen mit den östlichsten Weinbergen Deutschlands.
1005 erste urkundliche Erwähnung
Gebäude aus dem 18. Jh. prägen das Ortsbild.
Das ehemaliges Zisterzienserinnenkloster Marienthal wurde 1230 durch Königin Kunigunde gegründet, nach Brand im 17./18. Jh. barockisiert, neben eine Fülle an architektonischer Anmut auch eine Bibliothek mit vielen Handschriften, Deckengemälde, Stationsberg mit schönen Plastiken. Weinanbau, Tierzucht und eine eigene Brauerei zeugen von einer entwickelten Landwirtschaft in der Barockzeit.

Schönbach

- Staatlich anerkannter Erholungsort

Seifhennersdorf

- 7.000 EW 1985, Heimatmuseum

mail oder emailweiter im Kreis: Beiersdorf Berthelsdorf Bertsdorf-Hörnitz Dürrhennersdorf Friedersdorf Gablenz Groß Düben Großschweidnitz Hainewalde Hähnichen Hohendubrau Jonsdorf Kodersdorf Krauschwitz Kreba-Neudorf Leutersdorf Markersdorf Mittelherwigsdorf Neißeaue Neugersdorf Niedercunnersdorf Obercunnersdorf Oderwitz Olbersdorf Reichenbach Rietschen Rosenbach bei Löbau Schlegel Schleife Schönau-Berzdorf Schöpstal Sohland Strahwalde Trebendorf Uhyst Vierkirchen Waldhufen Weißkeißel
Staatlich anerkannte Erholungsorte u.a. Cunewalde, Lauba, Obercunnersdorf, Walddorf...
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