Herrnhut - weltberühmte Adventsterne

Stadt mit 1.750 EW (1980)

1722 gründete Graf Zinzendorf die kirchlichen Gemeinschaft der Brüdergemeinde und die planmäßig barock angelegte Siedlung von Exulanten. Hier fanden tschechische/böhmische Gegenreformatoren Unterschlupf und eine neue Heimat unter "Obhut des Herrn".

Zinzendorf, der 1736 für viele Jahre aus Sachsen ausgewiesen wurde, hat versucht, in Württemberg Fuß zu fassen: 1733 predigte er in Tübingen. Von der theologischen Fakultät wurde ihm die Rechtgläubigkeit seiner Theologie bescheinigt.

Schon ab 1732 wurden von hier aus Missionare in die Welt gesandt. Gemeinsamkeit und Gemeinwesen verschmolzen offensichtlich zu einer dem Gemeinwohl förderlichen Synthese. Die Losungen dieser weltweit verbreiteten evangelische Freikirche wurden in etwa 50 Sprachen übersetzt, die geistlichen Lieder gehören zum festen Bestand der Gemeinden: "Jesu geh voran auf der Lebensbahn..."

sehenswerte Altstadt
Zinzendorfplatz in Herrenhut

Schlichtheit der Kirchengebäude und Gräber (Hutberg 375m mit Aussichtsturm Altan) ließen Raum für Zweckmäßigkeit - Beispiel: Gemeindewaschküche, Haus von 1771, wo die Frauen in wichtiger Arbeit einen Kommunikationstreff hatten.

Der Stadt entstand gegen Ende des 2. Weltkrieges großer Schaden, nicht nur an wertvoller Bausubstanz.
Besuchenswert: Neben einem Völkerkundemuseum, Unität auch der Kunstbahnhof; Schloss (1781)

Ortsteile/Eingemeindung

Berthelsdorf b Herrnhut, Großhennersdorf, Strahwalde, Rennersdorf

Großhennersdorf
Großhennersdorf, ostsächsisches Umgebinde-Fachwerkhaus

Wenn schon der fast aus dem Nichts wieder erstandene Dreiseitenhof als soziokulturelles Zentrum und Augenschmaus an der B 178 Durchraser bremsen lässt, sollen diese doch dann auch bei den 3 Linden Einkehr halten.
Mysteriös war der Brand 2002.