
ca. 4.300 EW (2000); urkundlich erstmals werwähnt 1366 im Zusammenhang mit Hammerwerk am Schöps. Dort wurde schon vor 600 Jahren Raseneisenerz zu Eisen verarbeitet.
Zur Betreibung des Hammerwerkes, dessen Stilllegung 1884 erfolgte, wurde die Wasserkraft des Schöps genutzt.
Einschneidend für die Region um Boxberg/O.L. war der Bau des Kraftwerkes Boxberg inmitten der Braunkohlefelder ab dem Jahr 1968. Die Tagebaue Nochten, Bärwalde und Reichwalde lieferten die Rohbraunkohle zur Energieerzeugung. Dazu mussten 1983-1987 37 Familien umsiedeln (Nochten). Auch Wunscha mit den Ortsteilen Schadendorf und Publick und der Ortsteil Schäferei der ehemaligen Gemeinde Reichwalde mußten der Kohle weichen. Dem Tagebau Bärwalde fielen die Orte Merzdorf und Schöpsdorf zum Opfer.
Tagebaue Nochten und Reichwalde und Kraftwerk Boxberg werden weiter konkurrenzfähige Energie erzeugen.
Die Wohn- und Lebensbedingungen wurden verbessert, vor allem in den durch den Bergbau in der Vergangenheit geschädigten Ortsteilen Kringelsdorf, Nochten, Reichwalde und Sprey wurden bedeutsame Baumaßnahmen durchgeführt. - Wann?
Bärwalde, Kringelsdorf, Nochten und Sprey waren ursprünglich sorbische Heidedörfer, in denen die Menschen fast ausschließlich von der Land- und Forstwirtschaft auf dem kargen Heideboden lebten. Die sorbische Tracht wurde in Nochten noch bis zur Jahrhundertwende getragen.
Reichwalde wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert von eingewanderten deutschen Bauern im sorbischen Siedlungsgebiet gegründet. Aus dem Jahre 1394 datiert die älteste Nachricht über die Ansiedlung und den Ortsnamen.
Boxberg, Bärwalde, Drehna, Dürrbach, Jahmen, Kasche, Klein Radisch, Klein-Oelsa, Klitten, Kringelsdorf