am Nabel der Welt

Brockenstein © André Reichardt

Am Brocken (1142m) verlief lange Jahre eine Staatsgrenze, wo zwischen Steinen und Hochmooren und Wächtern besten Heidelbeeren und Schmugglergenerationen heran wuchsen. Der Berggipfel gibt sich meist geheimnisvoll benebelt und zieht Brockenhexen ebenso an wie Könige und Dichter wie Heinrich Heine. Heinrich der I. erhob die Region um den Brocken zum Nabel der Welt. Am besten erreicht man ihn von Wernigerode aus schmalspurig mit der Harzquerbahn, fährt bis Drei Annen Hohne und steigt dort in die Brockenbahn um.

Altenbrak

Findet hier noch jährlich der Jodlerwettstreit auf der von den Bewohner errichteten Freilichtbühne statt?
hier hat sich die Bode in das Gestein von Tonschiefern und Diabasen eingeschnitten, und in mäanderartigen Windungen strebt er dem Vorland zu. In diesem Tal wurde früher nach Eisenerz geschürft und das Erz in Eisenhütten verhüttet. (um 1980, stimmt das noch?) Bei Treseburg mündet die Luppbode ein. Vom Weißen Hirsch, einem großartigen Aussichtspunkt, muten die Treseburger Häuser wie Spielzeug an. Auf dem Weg nach Thale hat sich die Bode in Jahrmillionen durch den Granit gearbeitet und ein 200m tiefes Tal geschaffen. Zu beiden Hängen türmen sich bizarre Klippen. An der Teufelsbrücke am Bodekessel bahnt sich die Bode ihren Weg durch eine enge Klamm. Deutlich erkennt man die Arbeit des Wassers an den Strudellöchern der steilen Granitfelsen. Das Flußbett der Bode selbst ist angefüllt mit großen Blöcken. Der hohe Granitfelsen der sagenumwobenen Roßtrappe ragt als Sporn steil in das Tal hinein und zwingt die Bode zum Ausweichen. Von Treseburg und Thale führt eine Straße zur Roßtrappe (446m). Von diesem Felsen bietet sich ein erhebender Blick über das Bodetal. Auf der anderen Talseite liegt der bekannte Hexentanzplatz.

Elbingerode

alte Bergstadt mit langjährigen Kalktagebau, Schwefelkiesgrube im Kalten Tal, nach 1980 forcierter Wohnsiedlungsbau am Susenburg und im Kalten Tal.

Elend

Elend = abgelegener Ort. - im Tal der Kalten Bode nahe Schierke und (2 km) und dem Brocken; elend kleine, so dass hier die kleinste und schönste Kirche Deutschland erbaut wurde. Das Elendstal ist elend schön.

Ilsenburg

7.900 EW (1985), industriegeprägter Erholungsort am Fuße des Brockens und an der ... - richtig! Seit dem Mittelalter gab es hier Metallindustrie vom Walzwerk über Gießereien bis zur Kupferhütte. Ehemalige Hüttenteiche sind längst in Parkanlagen integriert.

Ilsenburg Harz, Klosterkirche © Udo Kruse

Auf dem Territorium der alten Reichsburg entstand im 11. Jh. ein Kloster, dessen romanische Klosterkirche (1087) zu den bemerkenswerten Beispielen jener kirchlichen Bauidee gehörte, die Hirsauer Schule" benannt wurde.
3 km östlich von Ilsenburg befindet sich Drübeck mit einer romanischen Kirche, berühmt durch ihre Wandteppiche aus dem 12. Jh.

Rübeland

verkalkt und ausgehöhlt - mit 3.200 EW (1985) im Bodetal;
Tropfsteinhöhlen: Hermanns- und die Baumannshöhle (1536 bzw. 1866 entdeckt) mit ihren Stalagmiten und Stalaktiten und den Versinterungen in kilometerlangen unterirdischen Räumen, die von skurrilen Figuren der Tropfsteingebilde umsäumt sind. Kalklagerstätten im Harz.
Von Rübeland führt die Straße zur Harzhochfläche empor am Blauen See vorbei nach Hüttenrode. Bodewerk. Die Hauptsperre wurde wenig oberhalb im Tal der Rappbode errichtet. Die Rappbodetalsperre staut 108,5 Millionen m³ Wasser - kann man sich auch ansehen. Der Weg abwärts von Wendefurth entlockt Naturfreunden heftige Jodler.

Schierke

Höhenluftkurort mit Feuerstein, und kaum (?) 1.000 EW in 688m ü.M. dicht am Brocken

Wienrode

kaum 1.000 EW auf 13,89 km²

Bad Suderode

kleiner Kurort am Nordosthang des Harzes. In unmittelbarer Nachbarschaft laden die romanische Stiftskirche Gernrode und die historische Altstadt von Quedlinburg zum Kennenlernen ein. Im neu errichteten Kur- und Gesundheitszentrum stehen den Gästen ein 32C warmes Calciumsole-Therapie- und Schwimmbad mit Innen- und Außenbecken, ein Wellness-Center für Fitness- und Koordinationstraining, Sauna, Solarium, Restaurant und Café zur Verfügung.

Friedrichsbrunn

heilklimatischer Kurort und Wintersportplatz mit 900 EW (1980), 580m ü.NN.; einstiges Holzarbeiterdorf, schon 1955(?) kurvte hier die einmalig bezaubernde Inge Kapitsch unter freiem Himmel übers blanke Eis; Im Winter bieten sich ideale Möglichkeiten für Eis-, Ski- und Rodelsport.

Gernrode

Gernrode 4.900 EW (1980); Romanische Stiftskirche (961) mit typisch niedersächsischen Stützwechsel von Arkadenpfeilern und monolithischen Säulen, letztere mit romanischen Kapitellen geschmückt. Die hohe Wand über den Säulen ist durch orientalisch angehauchte Emporen durchbrochen. Mehr als einen Augenblick wert sind die mit Säulenkapitellen verzierten romanischen Fenster. Einer der wenigen und wichtigsten Kirchenbauten aus ottonischer Zeit!

Seit 1967 werden hier Kuckucksuhren hergestellt, doch erst eine reichliche Generation später pochen die Schwarzwälder auf Kuckucksprivilegien. Die aber vergab einst der Kaiser, zum Kuckuck!

Harzgerode

alte Bergstadt mit rund 6.000 EW (1985), einst Zentrum des Bergbaues - silberhaltiger Bleiglanz, Zinkblende, Kupferkies und Roteisenerz. Zuletzt vor allem Holzindustrie, Metallverarbeitung und Tourismus. In Harzgerode wurde über Jahrhunderte Bergbau betrieben und Erz verhüttet. Der Kunstguß erlebte hier im 18. Jh. Triumpfe;
erbaulich:
Burg Anhalt (?) Schloss (1552); Rathaus (17. Jh.), Fachwerkhäuser (17./18. Jh.)
willkürlich:
Alexisbad Kurort, 1810 gegründet durch Herzog Alexius von Anhalt-Bernburg, im devonischen Schiefertal der Selke mit liebevoll individuellen Fachwerhäuselperlen;
Mägdesprung (?)

Hausneindorf

Burg Hausneindorf

Neinstedt

Also Nein! Zwischen Quedlinburg und Thale wurden am Rande der Harzhebung vor 100 Mio Jahren zuvor flach lagernde härtere Sandsteinschichten steil nach oben gedrückt. Diese gigantisch hohen Felsmauerfragmente erfuhren hier zwischen Neinstedt und Weddersleben ihre überzeugendste Ausprägung. Diese Teufelsmauer gab es also schon vor Adam und Eva und vor der ersten Kirche im Harz. Kein Teufelswerk, auch wenn nach erneuter Missionierung keine Wissenschaften mehr geben sollte.

Um den nordwestlich von Halberstadt liegenden Huy (314m) liegt weites ebenes Land mit güldenen Bächen bis an das Große Bruch und über den Kreis an die Magdeburger Börde im Norden und das Harzvorland im Süden reichend. Der Fallstein wartet auf seine Neuentdeckung und das Potential.

Dedeleben

Zwischen Huy und Fallstein gelegen.
Mit der Westerburg (Romanik Hotel) liegt man zu Recht an der Straße der Romanik, denn sie ist immerhin die älteste noch erhaltene Wasserburg Deutschlands. Die frühe Besitzgeschichte der Anlage liegt im Ungewissen. Grundriss und Lage weisen auf eine alte germanische Siedlung wahrscheinlich zu Beginn unserer Zeichung hin. Die Burg selbst könnte zwischen 770-780 während der Sachsenkriege Karls des Großen als vorgeschobener fränkischer Stützpunkt gegründet worden sein. Die erste urkundliche Erwähnung der Westerburg erfolgt 1052.

Harsleben

, Stadt

Hessen

Stadt 19 km nordwestlich Halberstadt, an B 79 im einstigen Niemandsland des beginnenden Großen Grabens

Huy

viel historischen Gebäude aus 16./18. Jh.
Ruine der Huysburg am Berg Huy;
Kloster Huysburg (11. Jh.) mit zweitürmiger Klosterkirche - seltenes Bauzeugnis im Übergang zur Hochromanik

Langenstein

Stadt; 1776 erwarb Maria Antonia von Branconi (Mätresse des Herzogs von Braunschweig-Wolfenbüttel) das Landgut und ließ sich ein Schloss (1778/83) darauf errichten. Denkbar, dass Goethe in den gut modellierten Parkgelände manche Mulde nutzte, um Kammernjungfern aufzulauern. Auch damals galt: Wohlstand macht mächtig sexy.

weiter im Kreis:

Abbenrode Allrode Bennekenstein Cattenstedt Darlingerode, Stadt Dankerode Derenburg, Stadt
Drübeck Hasselfelde Heimburg Heudeber Hüttenrode Königerode Langeln Reddeber Radisleben Schielo Schmatzfeld Sorge Straßberg Warnstedt Wasserleben, Stadt

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