Stadt der Halberstädter Würstchen mit 43.000 EW 2002; 125m ü.NN, im nördlichen Harzvorland an dem Gebirge ausweichenden alten Handelsstraßen angelegt;
Halberstadt geht auf Karl den Großen zurück, der den Ort als Bischofssitz bestimmte.
1108 wurde Halberstadt erstmals als Stadt bezeichnet.
Im 19. Jh. entstanden Industriebetriebe der Nahrungsmittelbranche und des Maschinenbaues.
Im zweiten Weltkrieg wurde die Stadt fast vollständig in Schutt und Asche gelegt. Ein Bombenangriff vernichtete 1945 eine der schönsten Fachwerkstädte Deutschlands. Der größte Teil der Bausubstanz war verloren, doch über 447 Fachwerkhäuser aus mehreren Jahrhunderten konnten erhalten werden. Vor allem nördlich vom Dom und am Katharinenklosters haben sich noch einige Fachwerkzüge erhalten.
Halberstadt ist Mitglied der Deutschen Fachwerkstraße e.V.
Auch der Halberstädter Dom, die Martini- und Liebfrauenkirche sind mit erheblichen Aufwendungen zur DDR-Zeit wieder aufbebaut worden. So blieb eine bewundernswerte Stadtsilhouette erhalten.
Mehr als 450 Fachwerkhäuser aus mehreren Jahrhunderten weisen Halberstadt als Station an der Deutschen Fachwerkstraße aus.
[1] Dom St. Stephanus und St. Sixus mitsamt seinem Domschatz zählt als ein Bauwerk von europäischem Rang. Die dreischiffige gotische kreuzförmige Basilika mit romanischem Kreuzgang, war Ergebnis Jahrhunderte langen Bauens. Die Westfassade mit zwei hohen gotischen Türmen ist bemerkenswerte Gotik. Sehr reiche Innenausstattung. Südlich das Klostergebäude mit einem Domschatz, der nach Bamberg der reichste in ganz Deutschland ist: Liturgische Kleider und Gerte, Plastiken, Abrahamsteppich (1160).

[2] Domkurie: Barockbau von 1782, beherbergt heute das Städtische Museum. Gleich daneben das Museum Heineanum für Vogelkunde mit 16 000 Vogelpräparaten. Am Domplatz auch die Dompropstei, Renaissance, zweigeschossig, Arkaden, Obergeschoss aus Fachwerk.
[3] Gleimhaus: Fachwerkhaus, Museum zu Ehren des Dichters Wilhelm Ludwig Gleim, 1803 in Halberstadt starb.
[4] Marktkirche St. Martini: gotische Hallenkirche, vor der Kirche ein steinerner Roland.
[5] Johanniskirche
[6] Liebfrauenkirche: romanische Basilika um 1150, Kruzifix von 1120, Barbarakapelle mit Gewölbemalereien, Kreuzgang aus dem 14. und 15. Jh.
[7] Schausammlung Bürgerlicher Wohnkultur, Vogtei 88: eine Möbelsammlung
[8] Pfarrkirche St. Katharina
außerhalb des Zentrums:
Jagdschloss Spiegelsberge: barockes, 1782 fertiggestellt, im Keller großes Weinfass, Parkanlage.
zahlreiche Museen
Theater, Konzerte im Dom
Ein echtes Halberstädter Wüstchen war der Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803), dem auch der Zweizeiler "Hab ich großen Durst/ ist mir alles Wurst" zuzuschreiben sein dürfte.