Stadt mit rund 15.300 EW (2008), 18.100 EW (1980) am nördlichen Harzrand
In einem Abstand von etwa 500m türmen sich die steilen Felsen der Aufrichtungszone, die in der Teufelsmauer eigenartige Formen annimmt. Vom Großvaterfelsen aus, dem westlichsten Punkt der Teufelsmauer, gewinnt man einen guten Überblick über die zu Füßen liegende Stadt. Nach Westen setzt sich die Teufelsmauer im Regensteinmassiv fort. Der leicht verwitternde Kreidesandstein wird beim Regenstein durch starke Quarzadern festgehalten.
Die Siedlung entstand als Burgweiler der damals noch Blankenburg genannten Burg Greifenstein.
1267 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung.
Stadtrecht ist seit 1323 beurkundet.
Blankenburg wurde im 18. Jh. Industrieort, in den von der Eisenerzgrube Braunesumpf bei Hüttenrode das Erz transportiert wurde.
Einen Namen machte sich die Stadt durch das Teufelsbad - heute gleichnamige Fachklinik. Der schwefeleisenhaltige Heilschlamm des Moorbades war für Kuren geeignet.
1840 begann der Kurbetrieb im Ort.
1911 wurde der Stadt der Titel Bad verliehen durch Fürst von Schwarzburg-Rudolstadt.
Bis 2007 war der Bäderort auch staatlich anerkannter Luftkurort.
Noch immer erweckt die Stadt den Eindruck einer mittelalterlichen Fachwerkstadt. Die historische Altstadt auf mittelalterlichem Grundriss bietet noch viele zahlreiche Baudenkmale des 15. bis 19. Jh. An den Berghängen entstanden nach 1870 Villen und auf den Bergspitzen Aussichttürme und Hotels.
Von der alten Residenzstadt ist heute noch, auf charakteristisch steilem Hang des Schnappelberges stehend, das barocke Schloss vorhanden als Oberes und Unteres (kleineres) Schloss mit Parkanlagen.
aussichtreich:
Vom schroffen Regenstein hat man herrliche Aussicht auf den Gebirgsrand, Blankenburg und Umgebung. Von der vielleicht frühesten Steinburg Deutschlands - der Felsenburg und späteren Festung Regenstein - blieben nur spärliche Reste im löchrigen Sandstein.
personell:
Friedrich Fröbel gründete in Blankenburg 1840 den deutschen Kindergarten.
Blankenburg, Böhlscheiben (1992), Cordobang (1994), Fröbitz, Gölitz (1993), Oberwirbach (1993), Watzdorf, Zeigerheim (1992, 1363 erstmals urkundlicherwähnt)