Kleinstadt mit rund 2.035 EW (2007) auf 23,33 km² in 70m ü. NN. am Rhein
Stadtrecht wohl 1. Hälfte des 13. Jh.

sehenswert historischer Stadtkern:
Eine mittelalterliche Stadtbefestigung umgibt bedeutende Kirchenbauten, Fachwerkbauten des 17./18. Jh.
OT Steeg: Burg Stahlberg, Burg Stahleck;
verbandsfreie, blütenreiche Gemeinde mit rund 8.800 (2004) EW auf 153
ha, zwischen Rhein und dem erholsamen Lennebergwald, östlich von Mainz gelegen;
Von den im 3. Jh verdrängten Römern findet man immer wieder Siedlungsreste.
778 erstmals urkundlich erwähnt in Schriften des Klosters Lorsche, wobei die Ortsbezeichnung auf die durch Rodung nutzbar gemachten Kulturflächen (Biunden) abgewandelt sein kann - demnach echt ein Kulturheim auf dem nicht völlig vor Hochwasser sicheren Rechhügel! Hier gaben bis 1563 Äbtissinnen des Altmünsterklosters in Mainz den Ton an, danach 1781 die Amtskellerei(!) Eltville. Damit wurde Budenheim einziger linksrheinischer Ort des Rheingau, was zu häufigen Irritationen über Rechts und Links führte. Trotzdem hielt sich der Weinbau bis in die frühen 1960er.
Mit dem Bau der Hessischen Ludwigsbahn von Mainz nach Bingen im Jahre 1856 gab es einen deutlichen Strukturwandel, begünstigt auch durch die Lage zum Wasserweg Rhein. Die Industrialisierung begann. Die Flaschenfabrik Kupferberg wurde 1904 gegründet, die Chemische Fabrik Utz und Hensel 1908 (heute Chemische Fabrik Budenheim KG), Blechfabrik Jakob Berg 1926 (heute BERICAP).
Die Zahl der Einwohner stieg stark an, verdoppelte sich nochmals zwischen 1930 und 1960.
erbaulich:
1962 Bau des ersten Budenheimer Wohnhochhauses (Jahnstraße)
Pankratiuskirche (1747),
Lennebergturm (1880) auf demLenneberg (rund 177m ü.NN.)
Schloss Waldthausen (1908/10), seit 1988 lehrt dort die Sparkasse akademisch.
neues Rathaus (1967) Berliner Straße
Wohnpark (1996) auf dem ehemaligen Gelände der Firma Jakob Berg.
Fährbetrieb.
Blütenfest Ende September mit der Wahl einer Blütenkönigin der einst blühenden Obst- und Blütengemeinde.
Stadt am Naturschutzgebiet Gau-Algesheimer Kopf auf 240 m ü. NN. bei herrlicher
Aussicht auf Gau-Algesheim, das Rheintal, auf den Hunsrück und Taunus.
merowingische Gräber im Stadtgebiet bezeugen frühe Besiedlungsintervalle;
766 erste urkundliche Erwähnung im Codex Laureshamensis (Lorscher Codex)
983 schenkte Kaiser Otto II. Gau-Algesheim mitsamt Binger Land und Rheingau dem
Mainzer Erzbischof Willigis. Von da an gehörte das Gau - abgesehen von einigen
kurzen Episoden - fast 800 Jahre zum Erzstift Mainz.
1112 Erwähnung der Moseburg. Diese wurde 1422/44 durch Erzbischof Dietrich
Schenk von Erbach zum Schloss umgebaut.
1332 erste städtischer Freiheiten durch Kaiser Ludwig den Bayer - Stadtmauer
und Wochenmarkt, bald auch Schultheißenamt (1339) belehnt an Ritter Johann
von Lorch.
Die 1344/45 erwähnte Stadtbefestigung hielt ihre drei Stadttore für
die Ansiedlung von Kaufleuten, Handwerkern, und reichlich Ortsadel weitgehend
offen und 1355 wurden die Stadtrechte für Gau-Algesheim durch Kaiser Karl
IV. beurkundet - in konkretem Deutsch und in Pisa.
1525 nehmen Bürger der Stadt am Rheingauer Bauernaufstand teil und werden
in Folge von Kurfürst Kardinal Albrecht von Brandenburg vom Rheingau getrennt,
boykottiert. Doch bald darauf stürmischer Entwicklung, die 30jähriger
Krieg und Pfälzischer Erbfolgekrieg umkehrten. 1691 brannten Soldaten Ludwig
XIV. von Frankreich die Stadt nieder.
Na dem Einmarsch französischer Revolutionstruppen 1792 kommt die Stadt 1797
zur Republik Frankreich, 1816 zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt.
industriell:
1859 Inbetriebnahme der Großherzoglich-Hessischen-Ludwigsbahn von Mainz
nach Bingen kurbelte die Wirtschaft an. Mit der Bahnstrecke Gau-Algesheim Bad
Kreuznach 1902 lief noch mehr auf der Schiene und über Gau-Algesheim.
erbaulich:
Stadtbefestigung, 1812/1819 niedergelegt. Es blieben nur der Stumpf vom Graulturm
der Badstube und die Schlossmauern erhalten.
Rathaus (1726) anstelle des gotischen Vorgängers
Schloss Ardeck, 1803 geschleift, wird zu einem Bürgerzentrum (2000) gestaltet,
die Bonifatiuskapelle wird wiederentdeckt .
gedacht:
Kriegerehrenmal in der Parkanlage, 1960 zur Gedenkstätte für alle
Opfer von Gewalt und Verfolgung ungestaltet
gemacht:
Stellplatz für Reisemobile; Fahrradmuseum, Wein und Panorama-Rundweg, Salamanderlöcher
beliebtes touristisches Ziel am Rhein, nah am Wasser und zum Wein
Nierstein - Schwabsburg
Große Kreisstadt; Karl der Große errichtete in Ingelheim eine bedeutende Kaiserpfalz, deren monumentale Reste restauriert und so noch heute zu bewundern sind.

Burg Sooneck
Stadt mit rund 6.900 EW (2007) auf 7,09 km² in 100m ü.NN.
1234 Stadtrechte

historischer mittelalterlicher Stadtkern auf einem Bergvorsprung über dem Rheintal, Stadtbefestigung, hochgotischen Katharinenkirche, überragt von Burg Landskron
Burg Stadeck
personell:
Carl Zuckmayer ("Hauptmann von Köpenick", der "Fröhlichen Weinberg"
Stefan George - bedeutender Schriftsteller der Neuzeit
Appenheim Aspisheim Badenheim Bodenheim Breitscheid Bubenheim Dalheim Dexheim Dienheim Dolgesheim Dorn-Dürkheim Eimsheim Engelstadt Essenheim Friesenheim Gau-Bischofsheim Gensingen Grolsheim Hahnheim Harxheim Heidesheim (Burg Windeck) Hillesheim Horrweiler Jugenheim Klein-Winternheim Köngernheim Lörzweiler Ludwigshöhe Manubach Mommenheim Münster-Sarmsheim Nackenheim Nieder-Hilbersheim Nieder-Olm Oberdiebach Oberheimbach Ober-Hilbersheim Ober-Olm Ockenheim Sankt Johann Schwabenheim Selzen Sörgenloch Sprendlingen Trechtingshausen Uelversheim Undenheim Wackernheim Waldalgesheim Weiler Weinolsheim Welgesheim Wintersheim Wolfsheim Zornheim Zotzenheim