
- Ennepe-Ruhr-Kreis
- Oberbergischer Kreis
- Remscheid
- Rheinisch-Bergischer Kreis
- Solingen
- Kreis Mettmann
kreisfreie Stadt mit etwa 380.000 EW (2004) zwischen 100 bis 350 m ü.
NN., am engen Tal der Wupper umgeben von bewaldeten Bergen;
1929 gegründet durch unfreiwilliger Zusammenschluss der größten
Städte Barmen und Elberfeld unter Eingliederung der Gemeinden Vohwinkel mit
Beyenburg, Lüttringhausen, Cronenberg, Ronsdorf.
Wuppertal ist ein wirtschaftlich wichtiger Standort nahe der Flughäfen Düsseldorf
und Köln, mit unterschiedlichsten Industriezweigen - Textil- und Bekleidungsindustrie,
Metallverarbeitung, Chemie- und Elektroindustrie, Automobilzubehör.
W. ist Geburtsort des Reißverschlusses und des Schmerzmittels Aspirin. Die
Wuppertalsperre (1987) ist Deutschlands zweitgrößte.
Ein historischer Lehrpfad im Gelpetal zeigt unter anderem Reste typisch bergischer
Wassertriebanlagen und informiert über die Geschichte der Eisenindustrie
im Bergischen.
erbaulich:
überall kriechen die Wälder des Bergischen Landes von den Stadthöhen
bis zur Talsohle. Steile Treppen verbinden die City mit den höchst gelegenen
Wohnvierteln. Beindruckend die Vogelsauer Treppe, bekannt die Tippen-Tappen-Tönchen,
die nach dem früher durch Holzschuhe verursacheten Geräusch auf diese
Treppe.
In der Nordstadt drängen sich allein 700 denkmalwürdige Häuser
aus der Gründerzeit. Der Hügel nebenan beherbergt das größte
zusammenhängende Villenviertel Deutschlands. Reichverzierte Stuckfassaden
und leuchtendes Fachwerk in engen Altstadtgassen kontrastieren sinnvoll mit weitläufige
Einkaufsbereiche.
Schloss Lüntenbeck(?)
Schloss Cappenberg(?)
[A] Altes Rathaus (1923), Neurenaissance, mit gusseisernem Schmuck und mit Von-der-Heydt-Museum: Kunst des 16. bis 20. Jh., besonders Impressionismus, Kunst um 1900. Am Rathausplatz Bronze-Brunnen (1981) von Bert Gerresheim, die Geschichte der Stadt darstellend;
[1] Haspelhäuser: klassizistisch (1826), mit Liegnitzer Sammlung. Im historische Zentrum der Stadt dasEngels-Haus: Haus des Vaters von Friedrich Engels (1775), Schieferdach, Dokumentation zum Leben des Sozialreformers, im Garten das Denkmal von Alfred Hrdlicka.
[2] Botanischer Garten - mit artenreichen Flora und spannungsreichen Topografie, ergänzt durch die denkmalgeschützte Ellersche Villa und Elisenturm (1838; Bild links).
[3] Fuhlrott-Museum: Biologie, Umwelt, Geologie, Paloäntologie, Mineralien, übrigens benannt nach dem Entdecker des Neandertalers. In 200m Entfernung die Schwebebahnstation Ohligsmühle, eine moderne Glas-Stahl-Konstruktion.
[4] St.Laurentius: um 1830 erbaut, gehört zu den schönsten noch erhaltenen klassizistischen Kirchen Deutschlands.
[5] Luisenstraße: Häuser aus der Gründerzeit, Kneipen, Atmosphäre.
[ ] Historische Stadthalle (1900, Neorenaissance) am Johannisberg, mit vier Ecktürmen und bestechender Akustik der schönen Konzerthalle.
links: Elisenturm
Schwebebahn (1901/05), erdacht und gebaut als Einschienenbahn ohne Rder durch Carl Eugen Langen, nachdem Berlin und Mnchen sein Projekt abgelehnt hatten. Sie bewältigt 13,3 km in weniger als 35 Minuten und fhrt von Vohwinkel bis Oberbarmen, wird von 472 Stahlträgem gehalten und verläuft zwischen 15 von den 19 Stationen über der Wupper. Nicht von allen geliebt, doch oft und auch gern genutzt und geeignet, die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten rasch zu überblicken.
Die Station Kluse/Schauspielhaus (1999) in moderner Glas- und Stahlkonstruktion,
die Werther Brücke (1902) im ursprünglichen Jugendstil sind bauliche
Kontraste.
ruhig, grün:
Station Natur und Umwelt - kommunale Umweltbildungsstätte für ökologisch
Interessierte mit verschieden gestalteten Lebensräumen;
Zoologischer Garten (1881 angelegt) mit 5.000 Tieren in rund 500 Arten aus aller
Welt. Von altem Baumbestand geprägtes Gelände.
Nordpark - Garten- und Parkanlage mit Wildgehege
Staatsforst Burgholz mit Arboretum, über 130 Laub- und Nadelbaumarten und
Rundwanderwegen mit Bäumen aus Nordamerika, Asien und Europa.
univers:
Bergische Universität
- gegründet 1972, 7 Fachbereiche. Vom Hauptkomplex Gaußstraße
herrliche Aussicht auf Elberfeld. Die Uni-Halle (Sport- und Veranstaltungshalle)
fasst 4.000 Zuschauer.

Barmen, Beyenburg, Cronenberg
Elberfeld
Heckinghausen
Industriestraße
Langerfeld
Lüntenbeck
Oberbarmen
Osterholz
Ronsdorf
Schöller-Dornap (1975)
Tesche
Westring
Vohwinkel
Barmen
gehörte um 1070 als Hof "barmon" dem Kloster Werden. Im 14. Jh. wurde das Dorf als Besitz des Grafen von Berg dem Amt Beyenburg zugeteilt; 1527 wurden dem Dorf Barmen und Elberfeld im Herzogtum Berg das Privileg verliehen, Garne zu bleichen und zu verkaufen. Die Voraussetzungen für die spätere Entwicklung zum Standort der Textilindustrie waren günstig; 1808 Stadtrechte;
Die Barmer City ist dicht besiedelter, wichtiger Einkaufs- und Dienstleistungsort.
weitere Ortsteile: Friedrich-Engels-Allee, Loh, Clausen, Rott, Sedansberg, Hatzfeld, Kothen, Hesselnberg, Lichtenplatz.
Beyenburg
1298 (1302?) erstmals als "Beyenborch" erwähnt, doch bereits im 11.Jh. gab es hier einen Herrenhof zu Steinhaus. Prägend war der Orden der Kreuzbrüder, die 1298 als Stiftung von Graf Adolf V. ein Kloster gründeten.
erbaulich:
Noch heute ist rund um die ehemalige Klosterkirche (1497, Wahrzeichen) ein romantisch historischer Ortsteil mit schönen Fachwerkhäusern zu sehen. Bis 1929 war Beyenburg der Gemeinde Lüttringhausen zugehörig.
Cronenberg
um 1050 erstmals als "Cronberga" genannt, bestand vowiegend aus verstreuten Höfen,
die durch frühe Eisengewinnung und -verarbeitung bedeutend waren. Noch heute
dominiert hier die Kleineisen- und Werkzeugindustrie; 1808 Stadtrechte, bis 1929
selbständige Stadt.
Mit zum Stadtbezirk gehören die Ortschaften: Küllenhan, Hahnerberg,
Cronenfeld, Berghausen, Sudberg und Kohlfurth.
Elberfeld
Besiedlung bereits um 955 gilt als gesichert, 1161 erstmals urkundlich erwähnt
als Tafelgut des Kölner Erzbischofs, 1430 zur Grafschaft Berg gehörig.
Im 14.Jh. Ausbau des Frohnhofes zur Wasserburg. Im 15. Jh. erhielt die Siedlung
wichtige Freiheiten wie das Marktrecht, 1610 Stadtrechte. Aber erst im 18./19.
Jh. entwickelte sich Elberfeld zu einer bedeutenden Stadt, die durch Industrie
und Handel ein besonderes Gepräge erhielt.
Verwaltungshaus am Neumarkt (1900), ehemals Rathaus von Elberfeld, Turm (79 m)
mit Kupferhelm.
Heckinghausen
kleinster Wuppertaler Stadtbezirk, bestehend aus den Ortsteilen Heckinghausen und Heidt und der Siedlung Hammersberg. 1466 taucht der Name "Heckinghueßen" zum erstenmal in einer Beyenburger Amtsrechnung auf. Dort wird ein Hofbesitzer "Heco" genannt. Heckinghausen erlebte seine erste Blütezeit im 18. Jh., als sich an der Wupper die Garnbleicherei durchsetzte. Um 1800 zählte Heckinghausen erst 1000 EW, doch in der zweiten Hälfte des 19. Jh. wuchs es mit den angrenzenden Ortschaften zur Großstadt Barmen zusammen. Im zweiten Weltkrieg schwer zerstört, erinnert heute ein Fachwerkhaus (erbaut 1608) an der Spiekerstraße und die hochwasserfreie Steinbrücke über die Wupper (1775) an das alte Heckinghausen. Nicht zu vergessen das alte Hofeshaus Lütterkus-Heidt im gleichnamigen Wohnquartier.
Langerfeld
Siedlungsbereich mit verstreuten Ortslagen - dazu auch die Quartiere Rauental,
Gesinghauser Straße, Hilgershöhe, Löhrerlen, Fleute, Ehrenberg
und Herbringhausen (eventuell zu Beyenburg).
1304 erste urkundliche Erwähnung, als der Abt von Siegburg die Höfe
Langerfeld neu belehnte. Im 16. Jh. kam das Bleichgewerbe auf, das die weitere
Entwicklung des Dorfes bestimmte. Nach 1740 beherrschten auch Bandwebereien und
Bandwirkereien das Ortsbild. Während der französischen Herrschaft zu
Beginn des 19. Jh. wurde Langerfeld Bürgermeisteramt. 1841 erhielt der Ort
ein preußisches Amt, dem die Gemeinden Langerfeld und nächstebreck
angehörten. 1922 verlor Langerfeld seine kommunale selbständigkeit,
wurde aus dem Kreis Schwelm ausgegliedert und fiel an die rheinische Nachbarstadt
Barmen.
Oberbarmen
vereint die dicht besiedelten Ortsteile Oberbarmen (mit Schwarzbach) und Wichlinghausen mit dem weitgehend noch von offener Landschaft geprägten Nächstebreck.
Wichlinghausen, in der ältesten Urkunde von 1396/97 als "Wichmerinchusen"
überliefert, bestand ursprünglich nur aus dem gleichnamigen Hof. Der
Hof, zuerst im Besitz des Grafen von Mark, ging erst 1244 an den Herzog von Berg
über. Bis 1744 gehörte Wichlinghausen in kirchlicher Sicht zu Schwelm;
dann konnte eine selbständige lutherische Gemeinde gegründet werden.
Mit der Gemeinde wuchs auch die Ortschaft, die 1808 ein Stadtteil von Barmen wurde.
Wichlinghausen zählte um 1750 rund 2000 EW, Ende des 19. Jh. waren es schon
15.000. Während des zweiten Weltkrieges blieb Wichlinghausen von Luftangriffen
weitgehend verschont, so daß durch den Zuzug aus den zerstörten Stadtteilen
die Bevölkerung vorübergehend auf 25.000 anstieg.
Nächstebreck wurde 1486 erstmals urkundlich erwähnt. Bis 1922 gehörte
Nächstebreck als Landgemeinde zum westfälischen Kreis Schwelm. Zusammen
mit dem ebenfalls zum Kreis Schwelm gehörenden Langerfeld wurde es dann der
Stadt Barmen angeschlossen. Nach Inkrafttreten des Gesetztes zur kommunalen Neugliederung
des Ennepe-Ruhr-Kreises im Jahre 1970 erhielt nächstebreck aus diesem Nachbarkreis
die Ortschaften Blumenrath, Erlenrode, Uhlenbruch und Schmiedestraße zugesprochen.
Ronsdorf
1745(?) Gründung in Verbindung mit Elias Eller, der innerhalb der reformierten
Gemeinde Elberfeld die Gemeinschaft der Zioniten, die "Philadelphische Societät",
ins Leben gerufen hatte; ehemalige Trinkwasser-Talsperre mit Waldlehrpfad;
Der Stadtbezirk ist heute Mittelpunkt einer vielfältigen Industrie und besteht aus der früheren Stadt Ronsdorf mit den Quartiere Ronsdorf-Mitte/Nord, Blombach-Lohsiepen, Rehsiepen, Schenkstraße, Blutfinke, Erbschlö-Linde.
Vohwinkel
Dass ausgerechnet ein 1356 erstmals ukundlich erwähntes Gut Fuchswinkel zum zentralen Verkehrsknotenpunkt des Kreises wächst!
weitere Ortsteile des Stadbezirkes:
Osterholz, Tesche, Lüntenbeck, Industriestraße, Westring sowie das 1975 eingemeindete Schöller-Dornap.